Dienstag, 25. Mai 1999
Imageuntersuchung Linz
Unterlage zur Pressekonferenz von Bürgermeister Dr. Franz Dobusch und Andreas Kirschhofer-Bozenhardt/Dr. Georg Wintersberger (IMAS) zum Thema "Trendanalyse Linz"
weitere Infos
1600 Stück Wild in Linz erlegt
Hohes Alter
Kein Parteienverkehr
Welt-Nichtrauch-Tag 1999
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Imageuntersuchung Linz Trends 1987 - 1998
Städte werden nicht frei von Emotionen und subjektiven Eindrücken beurteilt. Gerade diese Einstellungen sind bestimmend für die Neugier an einer Stadt, den Wunsch sie zu besuchen, dort Einkäufe zu tätigen oder sie als Arbeitsort auszusuchen. Erstmals im Jahr 1987 hat das Institut für Markt- und Sozialanalysen, IMAS, eine Imageuntersuchung von 28 österreichischen Städten durchgeführt. Folgende Kriterien wurden abgefragt:
- die generelle Bekanntheit einer Stadt - ihr Angebot an Sehenswürdigkeiten - die beruflichen Entfaltungsmöglichkeiten - die Einkaufsmöglichkeiten - das Unterhaltungsangebot - die Wohnqualität.
Im Dezember 1998 wurden erneut 1000 Personen, die statistisch repräsentativ für die österreichische Bevölkerung ab dem 16. Lebensjahr sind, befragt. Im Bericht wird unterschieden zwischen den Meinungen der Gesamtbevölkerung und den "Kennern", die einen persönlichen Eindruck der Stadt besitzen. Der Langfrist-Vergleich zwischen 1987 und 1998 ermöglicht eine Trendanalyse mit einem zeitlichen Bogen von immerhin elf Jahren.
Bekanntheit von Linz
Linz zählt gemeinsam mit Innsbruck zu jenen österreichischen Städten, von denen rund ein Drittel (rund 2,1 Millionen Menschen) der Bevölkerung einen persönlichen Eindruck besitzt. Linz liegt damit an der fünften Stelle innerhalb der 28 untersuchten Kommunen. Gegenüber 1987 ist der Wert gleich geblieben. Neben den Oberösterreichern selbst sind es vor allem die Bewohner des Bundeslandes Salzburg, die Linz überdurchschnittlich gut kennen. (siehe Tabelle 1a)
Schönheit und Sehenswürdigkeiten
Bei diesem Kriterium konnte sich Linz vom 14. Platz auf den zehnten Platz verbessern. Damit liegt Linz zwar immer noch nicht im Spitzenfeld der Städte mit besonders schönen und interessanten Sehenswürdigkeiten, dennoch ist dem Umfragebefund eine erfreuliche Gesamtentwicklung zu entnehmen. Sowohl bei der Gesamtbevölkerung als auch bei den Kennern liegen die gemessenen Meinungen um sieben Prozentpunkte über den 1987 registrierten Werten. Vergleicht man dies mit anderen österreichischen Städten, so zeigt sich, dass "eine so lebhafte Urteilsverbesserung wie bei Linz durchaus keine Selbstverständlichkeit ist, sondern eher die Ausnahme darstellt." (IMAS-Bericht)
Berufliche Entwicklungsmöglichkeiten
Das subjektiv empfundene Arbeitsplatzangebot einer Stadt kann auch als Ausdruck ihrer Wirtschaftskraft verstanden werden. Vertrauen oder Misstrauen in diesem Bereich beeinflussen die Zahl und Qualität von zuwanderungsbereiten Arbeitskräften.
Linz liegt hier mit 29 Prozent hinter Wien, Salzburg und Graz auf dem vierten Platz. Bei den Kennern überholt Linz sogar Salzburg. In nahezu allen anderen Städten ist es nach Ansicht jeweils massiver Bevölkerungsmehrheiten mit den Arbeitsplätzen ziemlich schlecht bestellt.
Attraktivität als Einkaufsstadt
Bei dieser Beurteilungskategorie liegt die oberösterreichische Landeshauptstadt abermals auf dem vierten Platz. Der Trendvergleich mit 1987 zeigt, dass die Einkaufsqualität bei der Gesamtbevölkerung um acht (von 20 auf 28) Prozentpunkte und bei den Kennern um 14 (von 40 auf 54) Prozentpunkte gesteigert werden konnte. "Die Oberösterreicher taxieren es mit 66 Prozent ihrer Stimmen, womit Linz die anderen Städte der Heimatregion (Wels, Steyr, Gmunden und Schärding) deutlich überstrahlt." (IMAS-Bericht)
Unterhaltungsangebot
Gegenüber 1987 hat sich die Beurteilung in diesem Bereich in einem hohen Ausmaß zu Gunsten von Linz verändert. Linz liegt hier erneut an der vierten Stelle.
"Sowohl nach Ansicht der Gesamtbevölkerung, als auch der Kenner hat Linz den Makel einer gewissen Tristesse und Ereignislosigkeit nämlich abgelegt und ist zu einer Stadt aufgestiegen, die hinsichtlich Buntheit und Fröhlichkeit Innsbruck mittlerweile überflügelte und sich auch gegenüber Graz und Salzburg nicht mehr zu verstecken braucht." (IMAS-Bericht)
Empfehlung als Wohnort
Gefragt wurde, welche der 28 Städte man am ehesten als einen reizvollen und angenehmen Wohnort weiter empfehlen würde. In der Erhebung stieß man bei diesem Punkt auf eine merkliche Unlust der Erwachsenen, Empfehlungen für andere Wohnsitze abzugeben. Sogar die sonst gut benoteten Städte Salzburg und Wien wurden hier nur von relativ kleinen Gruppen hervorgehoben. Auch für Linz bestätigte sich die Zählebigkeit von Stereotypen. Auch wenn sich die Bewertung im Vergleich zu 1987 verbessert hat, zeigt sich deutlich, dass man Linz als Berufsort und Einkaufsstadt schätzt, jedoch nicht so sehr als Wohnort. Insgesamt liegt Linz auf Platz zwölf, 1987 war es noch der 22. Rang.
Gesamtplatzierung von Linz
Um den Vergleich zu anderen österreichischen Städten zu ermitteln, wurde für jede Stadt der Rangplatz, den sie in einzelnen Bewertungskriterien erreichte, aufaddiert und durch die Zahl der Imagekriterien geteilt.
Linz erreichte bei den einzelnen Kriterien folgende Platzierungen:
| Kriterium | 1998 | 1987 |
| Besonders schöne Sehenswürdigkeiten | 10 | 14 |
| Besonders gute berufliche Möglichkeiten | 4 | 4 |
| Besonders gute Einkaufsmöglichkeiten | 4 | 4 |
| Besonders gute Unterhaltungsmöglichkeiten | 4 | 6 |
| Besonders reizvoller Wohnort | 12 | 22 |
Damit errechnet sich ein durchschnittlicher Rangplatz von 6,8. Im Vergleich mit 1987 ergibt sich eine Verbesserung im öffentlichen Bewusstsein. Damals lag der durchschnittliche Rangplatz noch bei 10,0.
Grafik
Die Rangfolge der Bekanntheit
Dr. Karin Frohner +43 (0)732/7070-1340
1600 Stück Wild in Linz erlegt Reiche Jagdbeute in der Stadt
Mit einer für die Linzer Jäger äußerst zufriedenstellenden Bilanz wartet die Abschussstatistik der Stadt Linz für das vergangene Jagdjahr 1998/99 auf. Laut den Aufzeichnungen des städtischen Bezirksverwaltungsamtes wurden von den rund 800 Linzer Jägern insgesamt 1603 Stück Wild, damit um 371 mehr als im Jahr zuvor, erlegt. Ein Großteil der Abschüsse entfiel auf Federwild, wobei 228 Fasane, 626 Wildenten und 56 Blässhühner geschossen wurden. Ferner wurden im abgelaufenen Jagdjahr 382 Hasen sowie 205 Stück Rehwild erlegt.
Beim Raubwild, das in der Stadt eher zu den Raritäten zählt, wurden in der vergangenen Saison 23 Füchse, 30 Marder, sieben Wiesel und vier Iltisse zur Strecke gebracht.
108 Tiere fielen dem Straßenverkehr zum Opfer, 54 Wildverluste wurden durch Winterkälte oder Heumahd verursacht.
In Linz gibt es insgesamt sieben Jagdreviere, hier sind die Grünzonen in den Bereichen Pöstlingberg, St. Magdalena, Linz-West, Kleinmünchen, Ebelsberg, weiters in der VOEST und ein Revier der Linzer Stadtbetriebe zu nennen. Insgesamt besitzen in Linz 805 Personen eine Jagdkarte.
Robert Hubmann +43 (0)732/7070-1367
Hohes Alter
Frau Paula Kastner, Dauphinestraße 94 und Frau Maria Moser, Glimpfingerstraße 12, vollenden am 27. Mai das 90. Lebensjahr.
Bürgermeister Dr. Franz Dobusch ließ den Jubilarinnen Ehrengeschenke und ein Glückwunschschreiben überreichen.
Kein Parteienverkehr
Das Amt für Technik und die Baudirektion, einschließlich Solar City Pichling-Büro, bleiben am Donnerstag, 27. Mai 1999, für den Parteienverkehr geschlossen.
Welt-Nichtrauch-Tag 1999
Informationsunterlage für Umweltstadträtin Dr. Christiana Dolezal zur Pressekonferenz "Welt-Nichtrauch-Tag 1999" am Dienstag, 25. Mai 1999, 10 Uhr, Altes Rathaus, 1. Stock, Zimmer 105
Weitere Gesprächspartner: Dr. Brigitte Horwath, Leiterin des Gesundheitsamtes der Stadt Linz Prim. Dr. Kurt Aigner, Pneumologische Abteilung, Krankenhaus der Elisabethinen Prim. Dr. Herwig Schinko, Abteilung für Atem- und Lungenkrankheiten, Allgemeines Krankenhaus der Stadt Linz Mag. Peter Flink, Vorsitzender der Österreichischen Krebshilfe OÖ.
Der Welt-Nichtrauch-Tag am Montag, 31. Mai 1999, wird in Linz auf Initiative von Gesundheitsreferentin Stadträtin Dr. Christiana Dolezal in der Taubenmarkt-Arkade begangen. Hier werden in der Zeit von 10 bis 16 Uhr vom Gesundheitsamt der Stadt Linz, der Abteilung Pneumologie des Krankenhauses der Elisabethinen, der Abteilung für Atem- und Lungenkrankheiten des Allgemeinen Krankenhauses Linz, den Büchereien der Stadt Linz, der Sparkassen-Versicherung und der Krebshilfe Oberösterreich verschiedene Aktivitäten rund um die Gesundheit angeboten.
Raucher-Check-Point in der Arkade
Im Raucher-Check-Point wird von der Abteilung Pneumologie des Krankenhauses der Elisabethinen und der Abteilung für Atem- und Lungenkrankheiten des Linzer AKh eine Atemdiagnosestraße eingerichtet.
Dabei werden
- Spirometrie-Untersuchungen mit Atemwiderstandsmessungen und - Blutgasanalysen mit Kohlenmonoxid (CO) Messungen im Blut
durchgeführt. Hier wird unter anderem die akute toxische Belastung durch den Zigarettenrauch auf die Leistungsfähigkeit erfasst. Gemäß dem diesjährigen Motto der Welt-Gesundheitsorganisation WHO "Leave the Pack Behind" werden Informationen zum Welt-Nichtrauch-Tag und dem "Zigarettenausstieg" verteilt.
Informationen über das Literatur-Angebot zum Thema Rauchen geben die Büchereien der Stadt Linz: Anhand von Literaturlisten kann sich jedermann/frau ausreichende und gezielte Infos holen.
Die Sparkassen-Versicherung bietet Versicherungen mit NichtraucherBonus an.
Auch die Österreichische Krebshilfe OÖ. hat einen InfoStand in der Arkade eingerichtet.
Eine lungenfachärztliche Beratung vor Ort steht ebenso im Vordergrund. Für die angebotenen Untersuchungen stehen zwei Mitarbeiterinnen des Gesundheitsamtes der Stadt Linz und eine medizinischtechnische Assistentin des Linzer AKhs zur Verfügung. Die Befunde werden von Prim. Dr. Aigner und Prim. Dr. Schinko ausgewertet.
Rauchstatistik der WHO
Dem jüngsten Global Status Report der WHO ist zu entnehmen, dass beim Zigarettenkonsum Österreich im internationalen Vergleich bei den Männern über 15 Jahre mit 42 Prozent Rauchern hinter den Ostblock- und Entwicklungsländern den 38. Platz einnimmt. Bei den Frauen mit einem Alter über 15 Jahre behauptet Österreich mit 27 Prozent Raucherinnen den 14. Platz in der Weltrangliste.
Oberösterreich steigt in der jüngsten Rauchstatistik des Statistischen Zentralamtes relativ gut aus. Mit 33,9 Prozent führen die Wienerinnen und Wiener die Raucher-Rangliste an. Mit 24,7 Prozent sind die Oberösterreicher lobenswertes Schlusslicht. Positiv in Österreich ist allgemein, dass 55,4 Prozent Nie-Raucher sind. Auch die Zahl der Ex-Raucher nimmt zu. Für mehr als 15 Prozent ist das Rauchen zu dumm oder zu gefährlich geworden.
Entwöhnung
Rauchen ist Ursache einer Vielzahl von Krankheiten. In Linz wird daher vom Krankenhaus der Elisabethinen und vom Allgemeinen Krankenhaus der Stadt Linz zusammen mit der Liga Leben und Gesundheit eine Raucherentwöhnung angeboten:
So gibt es im Krankenhaus der Elisabethinen zweimal im Monat eine kostenlose Raucherberatung und im Linzer AKh startet am 16. September 1999 das achttägige Seminar "Endlich frei vom Rauchen".
Gesundheitsstadträtin Dr. Christiana Dolezal: "Die Linzer Aktivitäten im Rahmen des Welt-Nichtrauch-Tages 1999 sind ein wichtiger Baustein zur Steigrung des Gesundheitsbewusstseins in der Bevölkerung."
Weitere Berichte 1999
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