Linz. Eine Stadt lebt auf.

Studentenheim Pulvermühlstraße

Dienstag, 17. August 1999

OÖ. Bauordnung verursacht Mehraufwand
Die mit der seit 1. Jänner 1999 gültigen Novelle der OÖ. Bauordnung versprach unter anderen vereinfachte Bauverfahren wie Baufreistellungen und vereinfachte Baubewilligungen. Diese Erwartungen haben sich für die Stadt Linz bisher nicht erfüllt.
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16.8.1999  18.8.1999

OÖ. Bauordnung verursacht Mehraufwand

Die mit der seit 1. Jänner 1999 gültigen Novelle der OÖ. Bauordnung versprach unter anderen vereinfachte Bauverfahren wie Baufreistellungen und vereinfachte Baubewilligungen. Diese Erwartungen haben sich für die Stadt Linz bisher nicht erfüllt. Statt erhoffter Einsparungen beim städtischen Personal mussten sogar neue MitarbeiterInnen für den administrativen Mehraufwand eingestellt werden.

Der Aufschließungsbeitrag für unbebaute Grundstücke im Bauland für Kanal, Wasserversorgung und Erschließung durch eine öffentliche Verkehrsfläche wurde vom Gesetzgeber eingeführt, um unbebaute Baugrundstücke verstärkt zu mobilisieren. Der administrative Mehraufwand aus diesen gesetzlichen Vorgaben musste jedoch mit zwei zusätzlichen MitarbeiterInnen im Bauamt abgedeckt werden.

Die ursprüngliche Intention, durch die Aufschließungsbeiträge eine verstärkte Mobilisierung unbebauter Baugrundstücke zu erreichen, ist jedoch fehlgeschlagen.

Durch die Neuerungen im Bereich des Wasserrechts erfolgte außerdem die Übertragung von wasserrechtlichen Bewilligungsverfahren vom Land OÖ. an Städte mit eigenem Statut. Die Stadt Linz musste daher einen Juristen im Bauamt und einen chemischen Sachverständigen im Amt für Natur- und Umweltschutz einstellen.

Keine vereinfachten Baubewilligungsverfahren

Im Bauamt der Stadt Linz gab es von Jänner bis Ende Juni 1999 insgesamt 638 eingereichte Bauvorhaben. 282 davon waren baubewilligungspflichtige Vorhaben und 356 anzeigepflichtig. Unter den eingereichten Bauvorhaben waren acht Baufreistellungen, davon vier in der Abteilung Großbetriebe. Bei diesen acht Projekten handelte es sich allerdings nicht um Wohngebäude, sondern um kleinere Betriebsobjekte. Vereinfachte Baubewilligungsverfahren, bei denen - laut Bauordnung - die Bauverhandlung entfällt, wenn die Nachbarn zustimmen, sind im ersten Halbjahr 1999 in Linz keine beantragt worden.

Insgesamt betrachtet ist daher das seit Jänner 1999 wirksame Rechtsinstitut "Baufreistellung" in der Stadt Linz bisher bedeutungslos. Planungsreferent Vizebürgermeister Hans Nöstlinger sieht – bestätigt durch die aktuellen Fakten - angekündigten Einsparungseffekt durch die OÖ. Bauordnung leider als nicht eingetreten.

Christian Reiter +43 (0)732/7070-1373

Linz bleibt am Ball
Acht neue Streetballanlagen für Linzer Jugendliche


Zur Zeit werden acht Streetballanlagen zusätzlich zu den bereits 30 im ganzen Stadtgebiet von Linz bestehenden Anlagen im Auftrag des Gartenamtes errichtet. Jede Anlage besteht aus rund 100 Quadratmeter asphaltierter Fläche und ist mit einem aus Eisen gefertigtem Streetballkorb ausgestattet.

Zwecks Bedarfserhebung hat das Gartenamt einfache Basketballkörbe an verschiedenen Standorten aufgestellt. An Plätzen mit besonders hoher Auslastung werden nun neue Streetballanlagen erbaut. Die neuen Anlagen findet man bei den Spielplätzen an der Pollheimerstraße, Knollgutstraße, Honauerstraße, in der Ludlgasse und Mittelgasse, am Enzmüllnerweg, im Biesenfeld, im Harbachpark und am Damm.

Die Kosten für die Streetballanlagen betragen 496.000 Schilling. Fertig gestellt und somit bespielbar sind sie bis spätestens Schulbeginn.

Anita Bruckmüller +43 (0)732/7070-1354

Studentenheim Pulvermühlstraße ab September bezugsreif
Rund 100 Heimplätze noch verfügbar


Rechtzeitig zu Beginn des Wintersemesters wird Anfang September das Studentenheim Pulvermühlstraße des Vereines Akademikerhilfe fertig gestellt. Der schräg gegenüber dem Biesenfeld gelegene Neubau mit 52 Tiefgaragenplätzen und 14 oberirdischen Parkplätzen wurde von der Stadt Linz mit sechs Millionen Schilling gefördert. Rund die Hälfte der 200 ganzjährig zur Verfügung stehenden Einbettzimmer ist noch frei. Je zwei Zimmer haben einen gemeinsamen Vorraum mit Kochnische und angrenzendem Sanitärbereich. Die Monatsmiete beträgt inklusive Heizung, Betriebskosten, Mehrwertsteuer und eventuellem Tiefgaragenplatz 2850 Schilling. Das Heim steht nicht nur Studierenden, sondern auch anderen in Berufsausbildung befindlichen jungen Menschen ab 18 Jahren offen.

Anmeldungen werden unter den Telefonnummer 01/401 76/61 oder 62 entgegengenommen.

Das vom Linzer Architekturbüro Zellinger/Landrichtinger/Schrenk entworfene fünfgeschoßige Gebäude mit annähernd U-förmigem Grundriss bildet den nördlichen Abschluss der Wohnanlage Pulvermühlstraße. Seine straßenseitige Fassade wird durch die großflächige Verglasung des Stiegenhausbereiches und der Aufenthaltsräume geprägt. Sie reicht im ersten Obergeschoß über rund drei Viertel der Gebäudebreite. Im zweiten und dritten Obergeschoß wird die Glasfront stufenartig auf knapp die Hälfte der Fassadenfront zurückgenommen. An der Straßenseite befinden sich keine Wohnräume. Zu den Gemeinschaftseinrichtungen zählen eine Waschküche mit nach Münzeinwurf benützbaren Wasch- und Trockenmaschinen, ein Gymnastikraum, ein Tischtennisraum, ein Fernsehraum, ein Musikzimmer, ein Computerraum sowie eine Kellerbar. Durch die Begrünung der Tiefgaragendecke entsteht ein grüner Innenhof. Nördlich des Gebäudes wird die Stadt Linz einen Park errichten.

Christian Freimüller +43 (0)732/7070-1362


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