Montag, 30. August 1999

Raritäten aus der Welt der Kakteen
Am "Tag der offenen Tür" der Stadt Linz, Samstag, 11. September 1999, beginnt im Botanischen Garten eine Sonderschau von seltenen Kakteenarten. Bei freiem Eintritt können an diesem Tag Interessierte besonders gefährdete Kakteen aus der IOS (Internationale Organisation für Sukkulentenforschung) Schutzsammlung besichtigen. weitere Infos
Ausbau des Margarethenweges
Umbauarbeiten im Gasthaus Reichl ausgeschrieben
Jürgen Messensee: Malerei
Jubiläum
Zusätzlicher Sprechtag von Stadtrat Mag. Dr. Dyk
Bank und Rundschau im Gestaltungsbeirat
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Raritäten aus der Welt der Kakteen
Am "Tag der offenen Tür" der Stadt Linz, Samstag, 11. September 1999, beginnt im Botanischen Garten eine Sonderschau von seltenen Kakteenarten. Bei freiem Eintritt können an diesem Tag Interessierte besonders gefährdete Kakteen aus der IOS (Internationale Organisation für Sukkulentenforschung) Schutzsammlung besichtigen.
Im November 1998 erhielt der Botanische Garten vom Zollamt Bremen eine Pflanzensammlung mit über 500 Kakteen. Diese nicht deklarierte Sendung sukkulenter Pflanzen aus Mexiko wurde illegal eingeführt und von der Behörde beschlagnahmt. Dabei handelt es sich großteils um Exemplare, welche dem Washingtoner Artenschutzabkommen unterliegen und daher nicht gehandelt und auf keinen Fall dem natürlichen Standort entnommen werden dürfen. Die Wahl der deutschen Naturschutzbehörde fiel auf Linz, weil der Botanische Garten eine Typ- und Schutzsammlung der IOS unterhält und bekannt ist, dass diese Sammlung gut betreut wird.
Erstmals in Europa sind bei dieser Ausstellung zwei neue Kakteenarten als Originalpflanzen zu sehen. Sie wurden in Mexiko erst 1992 entdeckt und entstammen aus der beschlagnahmten Sendung. Es handelt sich dabei um Geohintonia mexicana und Aztekium hintonii, welche nur ein kleines Gebiet in Nord-Mexiko besiedeln. Auch eindrucksvolle Arten der Gattung Ariocarpus sind zu sehen. Insgesamt können Kakteenfreunde über 450 verschiedene Pflanzen im Botanischen Garten besichtigen.
Die Ausstellung läuft bis einschließlich 10. Oktober 1999. Der Eintritt kostet zehn Schilling.
Silvia Kohlbacher +43 (0)732/7070-1372
Ausbau des Margarethenweges
Infolge des schlechten Straßenzustandes und der geplanten Errichtung von drei Einfamilienwohnhäusern sind noch für Herbst die ersten Ausbauarbeiten des Margarethenweges beabsichtigt. Die Bauarbeiten erfolgen im Abschnitt zwischen dem Straßenzug Edelweißberg und Haus Nummer 35 auf einer Länge von 550 Metern. Die Straßenbreite wird aufgrund des geringen Straßenquerschnittes zwischen 3,5 und fünf Metern variieren. Um ein ordnungsgemäßes und sicheres Befahren der Straße im Gegenverkehr zu ermöglichen, werden zwei Ausweichen im breiteren Straßenquerschnitt errichtet. Im Bereich der südlichen Ausweiche wird zudem aufgrund der topografischen Verhältnisse die angrenzende Böschungsfläche durch eine Stützmauer gesichert.
Zudem ist der Einbau eines eigenen Entwässerungskanals notwendig.
Susanne Feichtlbauer +43 (0)732/7070-1355
Umbauarbeiten im Gasthaus Reichl ausgeschrieben
Die Baumeisterarbeiten für den Umbau im Gasthaus Reichl in St. Magdalena sind in der soeben erschienen Ausgabe des Amtsblattes der Landeshauptstadt Linz Nummer 16 ausgeschrieben. Weitere Ausschreibungen beinhalten die Aushubarbeiten für die Erweiterung des Kleinen Weikerlsees, die Eintiefung des Pleschinger Sees, eine Röhrenwasserrutsche für die Erweiterung des Biesenfeldbades und PC-Hardware für das Amt Datenverarbeitung.
Zum weiteren Inhalt der Publikation zählen unter anderen die Sportförderungsrichtlinien der Stadt Linz, Kundmachungen des Bauamtes und eine Verordnung des Bezirksverwaltungsamtes.
Susanne Feichtlbauer +43 (0)732/7070-1355
Jürgen Messensee: Malerei Ausstellungseröffnung und Sommerfest in der Neuen Galerie
Fünf Tage nach der Eröffnung zur Ausstellung "Lineamente international" steht kommenden Dienstag, 31. August 1999, um 19 Uhr eine weitere Vernissage auf dem Programm der Neuen Galerie. Werke von Jürgen Messensee, vorwiegend neue Gemälde, beinhaltet diese Retrospektive, die bis 17. Oktober 1999 zu sehen ist. Die elf großformatigen Gemälde und vier Arbeiten auf Papier sind im vergangenen Jahr von den Staatlichen Museen Kassel gezeigt worden.
Jürgen Messensee gehört zu den führenden zeitgenössischen Malern Österreichs. Konsequent arbeitet er an der künstlerischen Auseinandersetzung mit der menschlichen Figur. Beeinflusst von seinen Meistern wie Diego Velásquez oder Pablo Picasso beschäftigt sich der Künstler vor allem mit dem weiblichen Akt und dem Kopf, häufig reduziert allein auf den Mund. Ausgehend von der Wahrnehmung der menschlichen Schönheit entwickelt Messensee Abbreviaturen und Kürzel aus wenigen schwarzen Strichen, die sich mit Farbflächen aus Orange, Rot und Rosa zu einer vielschichtigen Aussage verbinden. Ein 120 Seiten umfassender Katalog mit 50 Farbabbildungen ist zum Preis von 280 Schilling erhältlich.
Nach der Ausstellungseröffnung werden die Besucher bei einem Sommerfest mit regionalen Spezialitäten aus dem Mühlviertel und Wein aus Carnuntum verwöhnt. Für musikalische Unterhaltung sorgt die Wiener Sängerin Ursula Slawicek.
Sabine Hörschläger +43 (0)732/7070-1354
Jubiläum
Das Ehepaar Anna und Friedrich Radner, Gallanderstraße 13, feiern am 1. September das Fest der goldenen Hochzeit.
Bürgermeister Dr. Franz Dobusch ließ dem Jubelpaar Ehrengeschenke und ein Glückwunschschreiben überreichen.
Zusätzlicher Sprechtag von Stadtrat Mag. Dr. Dyk
Am Mittwoch, 1. September, findet im Volkshaus Dornach, Niedermayrweg 7, von 17 bis 18.30 Uhr ein zusätzlicher Sprechtag statt.
Bank und Rundschau im Gestaltungsbeirat
Die Raiffeisenlandesbank OÖ plant die Erweiterung ihres Gebäudekomplexes zwischen Schillerstraße und Goethestraße. 8000 zusätzliche Quadratmeter sind für ein Veranstaltungszentrum, die vor drei Jahren gegründete Privatbank und für Büroflächen der Tochtergesellschaften notwendig. Entsprechende erste Pläne wurden dem Gestaltungsbeirat vorgelegt und bedürfen noch einer Überarbeitung.
Der grüne Solitär zum Südbahnhofmarkt wurde 1974 für 200 RLB-MitarbeiterInnen errichtet. Im Laufe der Jahre expandierte die Bank enorm und es kamen ein Zubau an der Khevenhüllerstraße, einer an der Goethestraße und einzelne kleinere dazu. Heute arbeiten fast 1900 MitarbeiterInnen für die RLB und ihre Töchter. Die geplanten Zubauten sollen die angespannte Raumsituation entlasten und eine sinnvolle Strukturierung des Betriebes zulassen.
Das eingereichte Projekt von Architekt Wolfgang Kaufmann sah eine sechsgeschoßige Bebauung entlang der Goethestraße vor, dazu ein senkrecht verlaufender siebengeschoßiger Verbindungsbau zum bestehenden grünen Baukörper. Im so entstehenden Hof würde im zweiten Untergeschoß ein Saal für 1000 Personen Platz finden.
In der Diskussion mit Generaldirektor Dr. Ludwig Scharinger konnte man sich sehr rasch auf eine Neugliederung der Bauvolumina einigen: die Goethe- und Khevenhüllerstraße sollen geschlossene Bebauungen erhalten, wobei das Schallerhaus, das Gästehaus der RLB, angemessen berücksichtigt wird. Anstatt in die Höhe kann an der Goethestraße durchaus in die Tiefe der Höfe gebaut werden. Das Veranstaltungszentrum mit einem Saal und den erforderlichen Nebenräumen kann städtebaulich interessant an die Kreuzung Goethestraße/Khevenhüllerstraße verlagert werden.
Die Pläne sind unter Berücksichtigung einzelner weiterer Verbesserungen dem Beirat für Stadtgestaltung in seiner nächsten Sitzung erneut vorzulegen.
Drive-in für die Linzer Rundschau
Auf dem Grundstück des OÖ Landesverlages will die Linzer Rundschau nahe dem Bürohaus des Veritas-Verlages einen Neubau errichten. Der in der Architektur dem Veritas-Gebäude angelehnte Neubau besteht aus vier Bürogeschoßen, die auf einem offenen Sockelgeschoß ruhen.
Die offene Gestaltung wird einerseits als Haupteingang, andererseits für Pkw-Abstellflächen genutzt. Auch ein Autoschalter soll eingerichtet werden, sodass die Kunden im drive-in-Verfahren ihre Kleinanzeigen abgeben zu können.
Die Längsfassaden erhalten geschoßhohe Verglasungen. Das Innere des 40 mal 18 Meter langen Gebäudes wird von einer zentralen Halle dominiert, von der aus die Büros erschlossen werden. Diese Struktur hat sich beim Veritas-Haus bereits bestens bewährt und wird daher übernommen.
Der Beirat war mit den Plänen von Architekt Wolfgang Kaufmann grundsätzlich einverstanden und wünscht sich noch kleinere Überarbeitungen in der Frontgestaltung des Gebäudes. Auch die Fußgängersituation im Erdgeschoß soll verbessert und die Raumhöhe auf mindestens 3,4 Meter erhöht werden.
Das Projekt kann bereits der Planungsvisite zugeführt werden.
Elisabeth Stiftinger +43 (0)732/7070-1360
Weitere Berichte 1999
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