Linz. Eine Stadt lebt auf.

Dieser Ausblick auf die beiden senkrecht zur Breitwiesergutstraße angeordneten Baukörper wird sich vom Erdgeschoß des dritten Wohngebäudes bieten.

Dienstag, 14. Dezember 1999

Weiteres Wohnprojekt am Bulgariplatz ab Frühjahr 2000 in Bau
Mit einem 57 Eigentumswohnungen umfassenden Bauvorhaben an der Breitwiesergutstraße wird ab Frühjahr 2000 die heuer begonnene Neugestaltung der Westseite des Bulgariplatzes fortgesetzt.
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13.12.1999  15.12.1999

Weiteres Wohnprojekt am Bulgariplatz ab Frühjahr 2000 in Bau

Mit einem 57 Eigentumswohnungen umfassenden Bauvorhaben an der Breitwiesergutstraße wird ab Frühjahr 2000 die heuer begonnene Neugestaltung der Westseite des Bulgariplatzes fortgesetzt. Das Projekt ist Teil des von den Linzer Architekten Dipl.-Ing. Franz Kneidinger und Dipl.-Ing. Heinz Stögmüller entworfenen Gesamtkonzeptes für den Bulgariplatz. Als erster Neubau wurde heuer ein Schulungszentrum des Berufsförderungsinstituts an der Wankmüllerhofstraße mit einem anschließenden Büro- und Wohngebäude (38 Eigentumswohnungen der LAWOG) in Angriff genommen. Dieser Bauabschnitt soll ebenso wie der erste Teil des Wohnprojektes Breitwiesergutstraße im Jahr 2001 vollendet werden. Längerfristig entstehen am Bulgariplatz insgesamt rund 300 Wohnungen. Sie sind vorwiegend zwischen Bulgariplatz und Reuchlinstraße angeordnet.

Das auf einem zirka 4600 Quadratmeter großen Areal entstehende Bauvorhaben Breitwiesergutstraße besteht aus zwei annähernd senkrecht zur Straße ausgerichteten viergeschoßigen Baukörpern und einem fünfgeschoßigen Querriegel als Abschluss zur Richtung Norden anschließenden Bebauung. Die Wohnungsgrößen liegen vorwiegend zwischen 48 und 95 Quadratmetern. Einige Wohnungen sind knapp über 100 Quadratmeter groß. Die Dachgeschoße sind zurückgesetzt, sodass großzügige Terrassenflächen Platz finden. Die übrigen Wohnungen verfügen entweder über Loggien oder über Vorgärten. In der Tiefgarage finden 60 Fahrzeuge Platz. Die energiesparend geplanten Gebäude in Ziegelbauweise werden mittels Fernwärme beheizt.

Die Finanzierung des Projektes der Welser Wohnbaugesellschaft Norikum (Tel. 07242/46 151) soll mit Hilfe von bereits beantragten Förderungsmitteln des Landes Oberösterreich erfolgen. Nach vorläufigen Berechnungen ergibt sich ein Eigenmittelbedarf von zirka 400.000 Schilling für eine Wohnung mit 50 Quadratmetern und von 550.000 Schilling für 80 Quadratmeter. Die laufenden Kosten inklusive Heizung und Umsatzsteuer wurden mit rund 90 Schilling pro Quadratmeter kalkuliert.



Christian Freimüller +43 (0)732/7070-1353

Mobilitätsberatung im Linzer Magistrat


(Informationsunterlage für Umweltstadträtin Dr. Christiana Dolezal und Verkehrsstadtrat Berthold Amerstorfer zur Pressekonferenz "Mobilitätsberatung im Linzer Magistrat")

Weiterer Gesprächspartner:
Dr. Walter Medinger, Leiter des Amtes für Natur- und Umweltschutz

Umweltgerechtes Verhalten ist der Stadt Linz ein wichtiges Anliegen - besonders im eigenen Bereich. Auf Initiative von Umweltstadträtin Dr. Christiana Dolezal und Verkehrsstadtrat Berthold Amerstorfer wurde daher im Winter 1998 das Projekt "Mobilitätsberatung im Linzer Magistrat" gestartet. Vorrangiges Ziel dabei war, MagistratsmitarbeiterInnen zum Umsteigen auf ein umweltfreundliches Verkehrsmittel zu bewegen.

Projektziel und -inhalt

In Anlehnung an das Projekt "Mobilitätsberatung", das bei der Oberösterreichischen Gebietskrankenkasse mit Unterstützung der Stadt Linz bereits durchgeführt worden ist, sollten die MitarbeiterInnen des Magistrats ihr Mobilitätsverhalten überprüfen und wenn möglich, auch ändern. So sollte der Weg von und zur Arbeit vorzugsweise mit den Öffentlichen Verkehrsmitteln, mit dem Fahrrad oder zu Fuß zurückgelegt werden. Als erster Schritt wurde eine interne Projektgruppe - bestehend aus Dr. Walter Medinger und Dr. Gerhard Utri, beide vom Amt für Natur- und Umweltschutz, Reinhold Schippani vom Amt für Personal- und Organisation und Manfred Comoli vom Planungsamt der Stadt Linz - gegründet. Für die Erstellung des Konzeptes und die Abwicklung des gesamten Projekts wurde die Grazer Firma "Forschungsgesellschaft Mobilität - FGM" hinzugezogen.

Mitarbeiterbefragung

Die grundlegende Erhebung und Auswertung der bisherigen Fahrgewohnheiten der MagistratsmitarbeiterInnen wurde vom Linzer Meinungsforschungsinstitut "Market" durchgeführt. Im Mai dieses Jahres wurden über 6000 Fragebögen ausgeschickt. Die Rücklaufquote betrug 40 Prozent (2680 ausgefüllte Bögen). Davon haben insgesamt 457 MitarbeiterInnen - das sind 17 Prozent aller, die einen Fragebogen ausgefüllt haben und 6,8 Prozent sämtlicher MagistratsmitarbeiterInnen - auch Namen und Adresse angegeben. Sie kamen dadurch auch für die Teilnahme an einer Testphase in Frage. Von diesen 457 MitarbeiterInnen haben sich 269 als regelmäßige Pkw-Benutzer deklariert, 31 als regelmäßige Pkw-Mitfahrer, 102 als ständige Nutzer öffentlicher Verkehrsmittel, 46 als Fahrradbenutzer, sieben als Nutzer motorisierter einspuriger Fahrzeuge und zwei nehmen Fahrgemeinschaften in Anspruch.

Die Testphase und Ergebnisse

Von den 269 Autofahrern wurden 100 Interessenten ausgewählt, die ihren Wohnsitz in Linz haben und - mit maximal einmaligen Umsteigen - ein öffentliches Verkehrsmittel der ESG für die Fahrt zum Arbeitsplatz und zurück benutzen können. 41 Personen haben sich schließlich für die Testphase angemeldet. Zwei Monate lang - von Oktober bis November - testeten sie kostenlos eine ESG-Monatskarte. In diesem Zeitraum wurde über jeden einzelnen Weg von und zur Arbeit genauestens Buch geführt. In diesen so genannten Mobilitätspässen wurden alle wichtigen Vorkommnisse, welches Verkehrsmittel benutzt wurde sowie die positiven beziehungsweise negativen Erlebnisse eingetragen. Nach den ersten Auswertungen durch die Firma FGM wurden die Monatstickets von den MitarbeiterInnen positiv aufgenommen. Die meisten empfanden zu Fuß gehen von und zur Haltestelle und die Entspannung, aber auch die Kommunikation mit Kollegen oder Bekannten während der Fahrt mit dem öffentlichen Verkehrsmittel als sehr angenehm. Als weitere Vorteile wurden die Wetterunabhängigkeit - kein Eiskratzen und keine Glatteisgefahr - und das Entfallen der lästigen Parkplatzsuche empfunden. Die Überfüllung und die teilweise schlechte Luft in den öffentlichen Verkehrsmittel, aber auch das Problem beim Transportieren von Gepäckstücken wurden von den Testpersonen eher nachteilig bewertet.

"Job Ticket " für Linzer Unternehmen

Nach dem Vorbild der Projekte bei der OÖGKK und dem Magistrat werden Mobilitätsberatungen künftig auch für Linzer Betriebe angeboten. Auf Initiative von Umweltstadträtin Dr. Christiana Dolezal und Verkehrsstadtrat Berthold Amerstorfer werden für die ersten fünf in Linz ansässigen Firmen mit jeweils mindestens 50 MitarbeiterInnen, die sich dazu entschließen, die so genannten Job-Tickets (ESG-Monatskarten) für eine zweimonatige Testphase finanziert. Die voraussichtlichen Kosten betragen rund 190.000 Schilling. Die Aktion "Job-Ticket für Linzer Unternehmen" soll bis Ende 2000 dauern.

Ausbildung zum/zur Mobilitätsberater/in

Für die Durchführung und Abwicklung von Mobilitätsberatungen ist es notwendig, die Interessenten umfassend und laufend über die jeweiligen Möglichkeiten der Verkehrsmittelnutzung zu informieren und bei der Entscheidungsfindung bei der Verkehrsmittelwahl zu unterstützen. Aus diesem Grund erhalten drei MitarbeiterInnen des Magistrats Linz eine Ausbildung zum/zur Mobilitätsberater/in. Zur Zeit werden Christa Modera, Amt für Natur- und Umweltschutz, Manfred Comoli, Planungsamt, und Reinhold Schippani vom Amt für Personal und Organisation von der Firma FGM eingeschult. An dieser Ausbildung nehmen auch zwei Mitarbeiter der ESG und ein Mitarbeiter der VOEST ALPINE STAHL LINZ teil. Im Februar 2000 stehen sie als ausgebildete MobilitätsberaterInnen zur Verfügung.
Rad fahren in der FUZO
Positive Bilanz durch gegenseitige Rücksichtnahme


Ein positives Zeugnis stellt die Linzer Polizei den Radfahrern bei der Benützung der Fußgängerzonen in der Linzer Innenstadt aus. Durch gegenseitige Vor- und Rücksicht wurde weder ein Unfall gemeldet, noch gingen bei der Polizei Beschwerden von Fußgängern ein, die sich durch Radfahrer gefährdet gefühlt hätten. Dies obwohl erstmals seit Mai des heurigen Jahres das Befahren der FUZO Hauptplatz, Schmidtorstraße und Landstraße samt Nebenstraßen rund um die Uhr erlaubt ist.

Für mehr Sicherheit und Komfort der Radfahrer sorgt die seit Ende September fertig gestellte Erneuerung der Verfugung des Granitpflasters im Bereich der Straßenbahngeleise vom Hauptplatz bis zur Mozartstraße.

Die Kosten, der auf Initiative von Verkehrsstadtrat Berthold Amerstorfer vom städtischen Tiefbauamt durchgeführten Arbeiten, belaufen sich auf rund 1,5 Millionen Schilling.

Helmut Pohlert +43 (0)732/7070-1375


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