Mittwoch, 15. Dezember 1999

Das beste Bahnhofsprojekt für Linz
Nachdem der städtebauliche Entwurf für die Neugestaltung des Gesamtareals Hauptbahnhof Linz im November 1997 der Öffentlichkeit vorgestellt wurde, erfolgte danach die Optimierung des Projektes hinsichtlich seiner Ökonomie und Funktionalität. Es galt technisch zu gewährleisten, daß alle geplanten Maßnahmen im vorgegebenen Kostenrahmen machbar sind. weitere Infos
Übergabe von zehn Liften an der Schumpeterstraße
Schließung Institut für Familien- und Jugendberatung
Facetten Podium: "Die lange Nacht des Peter Kraml"
Großausstellung zur Jahrhundertwende
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Das beste Bahnhofsprojekt für Linz ÖBB präsentieren das optimale Projekt
(Pressekonferenz, Mittwoch, 15. Dezember 1999, 10.30 Uhr, Linz, Altes Rathaus, Renaissancesaal)
Ihre Gesprächspartner:
DI Dr. Helmut Draxler, Generaldirektor der ÖBB
DI Norbert Steiner,
Programmleiter ÖBB-Bahnhofsoffensive
Nachdem der städtebauliche Entwurf für die Neugestaltung des Gesamtareals Hauptbahnhof Linz im November 1997 der Öffentlichkeit vorgestellt wurde, erfolgte danach die Optimierung des Projektes hinsichtlich seiner Ökonomie und Funktionalität. Es galt technisch zu gewährleisten, daß alle geplanten Maßnahmen im vorgegebenen Kostenrahmen machbar sind. Nun liegen die Ergebnisse vor.
Zur Vorgeschichte
Der Linzer Hauptbahnhof zählt zu den frequenzstärksten Bahnhöfen Österreichs. Die Umsteigewege zwischen den Straßenbahnen, den Autobussen, der Eisenbahn und anderen Verkehrsmitteln sind durch die ungünstige Anordnung der Stationsbereiche besonders lang und dazu unzureichend ausgestattet. Die Hochbauanlagen stammen aus verschiedenen Zeitepochen und entsprechen durchwegs nicht mehr den zeitgemäßen Anforderungen.
Im Jahr 1997 fand ein städtebaulicher Wettbewerb für das Gesamtareal rund um den Linzer Hauptbahnhof statt, auf dessen Grundlage die Größenordnung, die Bebauungsdichte und die Baumassen für alle geplanten Objekte festgelegt wurden. Das Schwergewicht lag in der Planung eines neuen Landhauses unter Einbeziehung des vorhandenen Bahnhofes.
Der ÖBB-Aufsichtsrat genehmigte im September 1998 Investitionsmittel in der Höhe von 650 Millionen Schilling für den Um- und Neubau des Hauptbahnhofes Linz. Er ist Teil des Gesamtprojektes, das im wesentlichen aus drei Teilen besteht:
dem ÖBB-Bahnhofsgebäude, der Nahverkehrsdrehscheibe, einem Projekt der Stadt Linz und des Landes Oberösterreich im Rahmen der Nahverkehrs-Errichtungs-Gesellschaft (NAVEG) dient dem Umsteigen zur neuen tiefergelegten Straßenbahn, die unterirdisch die Eisenbahn kreuzen wird und einem Bürogebäude, das von der Raiffeisenlandesbank OÖ als Bauträger errichtet werden soll.
Die Optimierung des Projektes
Der von den ÖBB beauftragte Generalplaner "Real Treuhand Immobilien & VAMED" hat in einer Plausibilitätsprüfung der Vorentwurfsplanung festgestellt, daß eine Optimierung des ersten Projektes aus technischer und wirtschaftlicher Sicht unabweichlich notwendig wäre. Dem Büro Neumann & Steiner wurde die Möglichkeit eingeräumt, Ver-besserungen vorzunehmen, das Büro Holzbauer wurde vom Generalplaner eingeladen, ein alternatives Strukturkonzept zu entwickeln.
Das Projekt aus 1997 vom Büro Neumann & Steiner sah vor, daß das vorhandene alte Bahnhofsgebäude teilweise in seiner Struktur erhalten bleibt und mit einem modernen Vorbau in Richtung Bahnhofsvorplatz ergänzt wird. Um die Kunden künftig mit der neu geplanten Nahverkehrsdrehscheibe auf einem Niveau zu verbinden, hätte das bestehende Bahnhofsgebäude mit einem neuen Untergeschoß unterfangen werden müssen. Die statischen Berechnungen ergaben einen extrem hohen technischen Aufwand, der den Umbau um rund 100 Millionen inklusive der zu erwartenden hohen Betriebskosten verteuert hätte. Die Struktur (Anordnung der Auf- und Abgänge, der Geschäftslokale, des Kundenbereiches, die zwei weit voneinander liegenden Hallen, etc.) hätte sich durch das Belassen dieses Gebäudeteiles auch nicht verbessert. Daher wurden neue kostengünstige und optimierte Wege gesucht.
Die architektonische Lösung
Die Lösung ist ein eigenständiger Neubau des Aufnahmegebäudes mit einer Verschmelzung der neuen Nahverkehrsdrehscheibe zu einem hellen übersichtlich ange-ordneten Gesamtbauwerk, das sich von dem daneben befindlichen künftigen großen Bürogebäude (Bauträger Raiffeisenlandesbank OÖ) architektonisch abhebt. Der Entwurf von Prof. Wilhelm Holzbauer hält die Strukturen des städtebaulichen Wettbewerbes von 1997 voll ein. Prof. Holzbauer hat die funktionelle Optimierung, die Eigenständigkeit des Bahnhofsgebäudes inmitten neuer und alter Bauten und den vorgegebenen Kostenrahmen bestens eingehalten.
Das neue Bahnhofsgebäude gliedert sich in zwei Teilbereiche: Das Aufnahmegebäude für den Kunden und der unmittelbar angeschlossene ÖBB-Büroteil für betriebliche Räumlichkeiten, Lager usw. Das Orientierungsmerkmal des Aufnahmegebäudes ist ein tonnenförmiges, weit auskragendes, mit Belichtungsstreifen und Reflektoren versehenes Dach. Darunter erstrecken sich über drei Geschosse Geschäfte, Restaurants und sonstige Betriebe (z.B. für Fitness und Wellness), die sich um eine offene Halle (13 x 90 m) anordnen.
Weiters wird die Nahverkehrsdrehscheibe in das neue Bahnhofsgebäude integriert. Am Niveau des 1. Untergeschosses des künftig neuen Bahnhofes werden die Auf- und Abgänge sowohl zu der unterirdisch neu geführten Straßenbahnlinie (= 2. Untergeschoß) als auch zu den ebenerdig geführten Zügen zusammenlaufen. Im 1. Untergeschoß werden die Geschäfte um einen zentralen Mall-Bereich angeordnet, von dem auch die Zugangstunnels zu den Bahnsteigen abzweigen. Zwischen den Tunnels wird das Reise-Kundenzentrum situiert, welches mit dem darüberliegenden Reisebüro verbunden ist. Die Mall geht direkt in die Nahverkehrsdrehscheibe über. Das Untergeschoß erfüllt aber auch die Anbindungsfunktion an die umgebenden Gebäudekomplexe (z.B. an die benachbarte Tiefgarage des Verwaltungszentrums). Durch die Zusammenlegung der Nahverkehrsdrehscheibe mit dem Aufnahmegebäude werden die Wege verkürzt und der eigentliche Bahnhof rückt näher zur unterirdisch geführten Straßenbahn bzw. zum neuen Verwaltungsgebäude des Landes.
Ein weiteres Entwurfsmerkmal ist die ebenerdige Anbindung des Eingangsniveaus an die Bahnsteigebene unter Berücksichtigung der geplanten Anhebung auf 55 cm über Schienenoberkante. Dies hat zur Folge, daß der Bahnhofsvorplatz kaum spürbar über seine gesamte Länge bis hin zur Kärntnerstraße abfällt.
Löwenfiguren
Die steinernen Löwenfiguren werden auf Wunsch einer vom Linzer Gemeinderat verabschiedeten Resolution wieder im Bahnhof aufgestellt und betonen den zentralen Eingangsbereich des Aufnahmegebäudes.
Investitionsvolumen im Plan
Der vorgegebene Kostenrahmen von 650 Millionen Schilling wird eingehalten. Dazu kommt der Anteil der Nahverkehrs-Errichtungs-Gesellschaft (NAVEG) für die Nahverkehrsdrehscheibe von 75 Millionen Schilling.
Weiterer Zeitplan
Begonnen wurden die Umbauarbeiten im August 1998 im Bereich der ehemaligen Posthalle. An dieser Stelle wird ein Parkdeck (350 Parkplätze) sowie ein Dienstgebäude der ÖBB situiert. Das Dienstgebäude soll März 2000 und das Parkdeck im Juli 2000 fertiggestellt sein.
Mitte Jänner 2000 wird die Entscheidung des Gestaltungsbeirates der Stadt Linz erwartet. Danach beginnen die Einreichplanung und die gesetzlich vorgeschriebenen Behördenverfahren. Der Baubescheid für den Neubau soll im Jahr 2001 vorliegen. Die ÖBB bereiten mit den anderen Bauträgern eine Baudurchführung mit möglichst geringen Belastungen für die Anrainer und für die Bahnkunden vor.
Die Fertigstellung für alle kundenrelevanten Bereiche (neues Kundenzentrum und Nahverkehrsdrehscheibe) wird termingemäß im Jahr 2003 erfolgen. Die Gesamtfertigstellung inklusive aller ÖBB-interner Nebenräume (z.B. Lagerräume, Relaisräume etc.) ist für 2005 vorgesehen.
Rückfragehinweis: Dr. Robert Wolf ÖBB-Bahnhofsoffensive Kommunikation 1150 Wien, Felberstraße 1, Stiege 7 Tel.: (01) 5800-35261 Fax: (01) 5800-25498 E-Mail: robert.wolf@im.oebb.at
Fotoservice: Fotos der Pressekonferenz (elektronisch und print) sind erhältlich. Auskunft: ÖBB-Kommunikation, Telefon +43(732)930003120.
Übergabe von zehn Liften an der Schumpeterstraße Städtische Förderung von 2,2 Millionen Schilling
Im Rahmen der Stadterneuerung förderte die Stadt Linz mit Zuschüssen von 2,2 Millionen Schilling den nachträglichen Einbau von zehn Personenliften in der viergeschossigen GWG-Wohnanlage Schumpeterstraße in Urfahr. Sie werden am Donnerstag, 16. Dezember, um 11 Uhr, von Wohnbau-Landesrat Dipl.-Ing. Erich Haider, Bürgermeister Dr. Franz Dobusch und Wohnbaureferent Vizebürgermeister Komm.-Rat Karl Blöchl feierlich an die BewohnerInnen übergeben.
Die Errichtung der Liftanlagen, die für die Bewohner und besonders für Eltern mit Kleinkindern und für ältere Menschen eine Erleichterung darstellen, wurde auch vom Land mit sieben Millionen Schilling unterstützt. Die Gesamtkosten für die nachträgliche Installierung der Lifte in insgesamt zehn Wohnhäusern belaufen sich damit auf 14 Millionen Schilling.
Mit dieser Maßnahme findet die rege Nachfrage der Bewohnerschaft beziehungsweise der Wohnbauträger beim nachträglichen Einbau von Liftanlagen ihre Fortsetzung. Allein heuer konnten mit städtischen Förderungsmitteln von insgesamt 35 Millionen Schilling bereits 131 Lifteinbauten realisiert werden. Seit Initiierung der Aktion 1996 ist die Zahl der in Linz nachträglich eingebauten Lifte auf 159 angewachsen. Aufgrund des regen Interesses wurden die Förderungsmittel seitens der Stadt Linz aufgestockt. Im kommenden Jahr sollen, ebenso bei einem weiterhin so ausgeprägten Interesse in den drei Folgejahren, jeweils rund 25 Millionen Schilling bereitgestellt werden.
Im Rahmen der Aktion beteiligt sich die Stadt Linz mit bis zu 30 Prozent bei den als förderungswürdig anerkannten Kosten für den nachträglichen Lifteinbau in Gebäuden mit mehr als drei Vollgeschossen. Weiters besteht die Möglichkeit eine Landesförderung pro Lifteinbau von rund 1,5 Millionen Schilling in Anspruch zu nehmen. Durch diese finanzielle Unterstützung wollen sowohl Wohnbaureferent Landesrat Dipl.-Ing. Erich Haider als auch die Stadt Linz optimale Wohnqualität schaffen.
Robert Hubmann +43 (0)732/7070-1367
Schließung Institut für Familien- und Jugendberatung
Das Institut für Familien- und Jugendberatung, Anastasius-Grün-Straße 4/I, ist in der Zeit vom 16. bis 20. Dezember wegen Übersiedlung in die Pfarrgasse 7 geschlossen.
Ab Mittwoch, 22. Dezember, finden wieder Beratungen in Erziehungsfragen von 9 bis 11 Uhr statt. Beratungen in Ehefragen von 16 bis 18 Uhr.
Dagmar Seel +43 (0)732/7070-1366
"Die lange Nacht des Peter Kraml" Facetten Podium: Heute, 19.30 Uhr, im NORDICO
Heute, am 15. Dezember ab 19.30 Uhr findet im Festsaal des Nordico-Museum der Stadt Linz ein Facetten-Podium der besonderen Art bei freiem Eintritt statt.
Der Abend beginnt mit "Die lange Nacht der Stimme", einem Singstück mit elektronisch verfremdeter Musik von und mit Peter Kraml gemeinsam mit Karlheinz Schmid, Hubert Hawel und freiwilligen gesangstalentierten Gästen des Abends.
Es folgt die Uraufführung der Oper "Das Meer in Verzückung des Tons" für ein Saxophon von Karlheinz Schmid und Peter Kraml.
Präsentiert wird auch eine neue CD experimenteller Texte und musikalischen Kompositionen mit dem Titel "Himmel" von Peter Kraml, Hubert Hawel und Roland Hirscher, die verschiedenste religiöse, philosophische und sonstige menschliche "Himmelsvorstellungen" beleuchtet.
Literarische Texte und Gesang von Peter Kraml, Ulrich Zenkel und Natalia Segen erwarten das Publikum bei "Die Stimme gehört nur mir allein" mit einem "open end".
Das Multitalent Peter Kraml, Kunstpädagoge Jahrgang 1947, war von 1997 bis 1998 Kunstkurator der Stadt Linz und ist langjähriger Mitarbeiter des ORF.
Der Linzer Komponist Hubert Hawel, geboren 1964, hat wesentlichen Anteil an der technischen Konzeption der Klangwolke. Er gestaltet Klangausstellungen, wie zuletzt die "Klangwelten" in Michldorf.
Karlheinz Schmid, Jahrgang 1963, arbeitet als Komponist und Musiker in den Bereichen Theater- und Computermusik sowie Saxophonperformance und ist gern gesehener Gast bei Jazz-Festivals in ganz Europa. Schmid spielt auch bei Bruckner´s Unlimited und der Karin Cosa Latin-Band.
Christian Reiter +43 (0)732/7070-1373
Großausstellung zur Jahrhundertwende Neue Galerie präsentiert 100 Werke aus eigener Sammlung
100 Werke der vergangenen 100 Jahre präsentiert die Neue Galerie der Stadt Linz in der bevorstehenden Großausstellung "Zeitschnitt 1900 - 2000" ab 16. Dezember 1999 (Eröffnung um 19 Uhr). Jedes Jahr des zu Ende gehenden Jahrhunderts wird durch ein charakteristisches Kunstwerk beginnend mit 1900 repräsentiert. Korsett und Raster der Ausstellung sind somit 100 Jahre - ein gewaltiger Zeitschnitt durch wesentliche Entwicklungsverläufe, Aufbrüche, stilistische Tendenzen und herausragende Künstlerbeiträge gekennzeichnet. Die zur Schau gestellten Gemälde, Skulpturen, Objekte, Photographien und Graphiken wurden zur Gänze aus der eigenen Sammlung ausgewählt: Von Alfred Kubins 1903 gedruckter "Weber-Mappe" bis zu Oliver Dorfers poetisch-symbolistischer Hommage an den Attersee - eine der letzten Erwerbungen der Neuen Galerie - spannt sich der Bogen. Ein eigener Katalog mit allen Werken ist zum Preis von 80 Schilling erhältlich.
Die Schau kann täglich von 10 bis 18 Uhr, an Donnerstagen von 10 bis 22 Uhr besichtigt werden. Der Eintritt beträgt 60 Schilling, für Schüler, Studenten, Senioren ermäßigt 30 Schilling.
Am 24., 25., und 31. Dezember 1999 sowie am 1. und 6. Jänner 2000 ist die Neue Galerie geschlossen.
(Fotos zur Ausstellung können in der Neuen Galerie der Stadt Linz unter der Telefonnummer 7070/36 11 angefordert werden.)
Sabine Hörschläger +43 (0)732/7070-1354
Weitere Berichte 1999
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