Linz. Eine Stadt lebt auf.




Wir berichteten:Jg. 43/144, 5. August 1996 1996 | 1997 | 1998 | 1999

AKh-Jahresbericht 1995 erschienen

Soeben ist der Jahresbericht 1995 des Allgemeinen öffentlichen Krankenhauses der Stadt Linz erschienen. Er bietet eine anschauliche Übersicht über das gesamte Leistungsspektrum inklusive aller Leistungsdaten.
1995 konnten wesentliche Entscheidungen fallen beziehungsweise vorbereitet werden. Mit der Abklärung der vierten Bauetappe rückt eine optimale Unterbringung aller Abteilungen in greifbare Nähe. An einem benutzerorientierten Leitsystem durch das gesamte Areal wird gearbeitet. Ausgebaut wurde die Zusammenarbeit mit anderen Krankenanstalten. Zum Beispiel werden gemeinsam mit der Landeskinderklinik Kinder mit angeborenen Herzfehlern chirurgisch und angiographisch betreut.
Weiters ist es gelungen, ohne Erhöhung der Gesamtbettenzahl des Hauses die Orthopädische Abteilung auf 60 Betten zu erweitern, um auf den gegebenen dringenden Bedarf in Oberösterreich reagieren und die Wartezeiten verkürzen zu können. Die chirurgischen Abteilungen sind übereingekommen, in Zukunft ihre Kräfte einerseits auf Herz- und Toraxchirurgie (Chirurgie I) und andererseits auf Abdominalchirurgie (Bauchchirurgie - Chirurgie II) zu konzentrieren.
Im Linzer AKh wurden im Vorjahr rund 37.000 Patienten stationär und mehr als 138.000 ambulant betreut. Insgesamt 21.003 chirurgische Eingriffe führten die operativ tätigen Ärzte im vergangenen Jahr durch. Der Hauptteil der Operationen erfolgte an den Abteilungen Chirurgie I und II, an der Unfallchirurgie sowie an der Abteilung für Gynäkologie. Bei mehr als 400.000 Behandlungen im AKh gingen in der Informations- und Beschwerdestelle lediglich 0,03 Prozent Beschwerden ein. Das heißt, nur jede 3.053ste Behandlung gab Anlaß, sich zu beklagen. Aus einer Untersuchung des Market-Institutes ging außerdem das AKh Linz 1995 als das Lieblingskrankenhaus der Linzer hervor.

Dagmar Seel 7070/1366

Umweltfreundliche Energie für beinahe 85 Prozent der Linzer


Knapp 85 Prozent aller Linzer Haushalte sind bereits an die Energieträger Erdgas und Fernwärme angeschlossen. Die Umrüstung von Kohle- oder Ölheizungen auf die umweltfreundlichen Wärmespender wurden mit mehr als 89 Millionen Schilling aus dem Umweltfonds gefördert. Vor etwa zehn Jahren wurde dieser städtische Fonds ins Leben gerufen, mit dem Ziel, bis zum Jahr 2010 90 Prozent der Linzer Haushalte an das Erdgas oder die Fernwärme anzuschließen. Von seiten des Umweltfonds wurden in den vergangenen zehn Jahren rund 6.500 Umstellungen auf Erdgas und rund 5.400 Umstellungen auf Fernwärme finanziell unterstützt. Der Trend zu dieser “reinen Energie” wird durch städtische Zuschüsse zwischen 10.000 und 20.000 Schilling pro Fall gefördert. Der Anteil der Fernwärme beträgt zur Zeit nahezu 30 Prozent. Der Fernwärmeausbau konzentrierte sich in jüngster Zeit auf das Franckviertel, wo rund 2.500 Wohnungen angeschlossen wurden und somit mehr als 66 Prozent aller Haushalte im gesamten Bereich zwischen der Hittmairstraße, der Fröbelstraße und der Ing.-Stern-Straße umweltfreundliche Energie beziehen.

(Johannes Kastner 7070/1348)

Partnerstadt Tampere im Blickpunkt
Ausstellung in der Linzer Kunsthochschule




Die finnische Partnerstadt von Linz präsentiert sich in einer Ausstellung unter dem Titel “Tampere - seine Architektur, seine Natur und sein Leben” dem Linzer Publikum. Die Eröffnung findet am 12. August 1996 um 19 Uhr im Foyer der Hochschule für künstlerische und industrielle Gestaltung statt. Vizebürgermeister Hans Nöstlinger und der finnische Honorarkonsul Dr. Josef Simbrunner werden mit dem stellvertretenden Oberbürgermeister von Tampere Reijo Hautala erstmals einen hochrangigen Vertreter der Stadt Tampere in Linz begrüßen können. Das Musikensemble “Werner Bros” aus Tampere gibt an diesem Abend moderne Versionen finnischer Volksweisen und bekannter Oldies zum Besten.
Die Ausstellung, die vom 13. August bis 6. September zu sehen ist, umfaßt Fotografien, Zeichnungen sowie Skizzen und maßstabsgetreue Modelle der architektonischen und landschaftlichen Besonderheiten Tamperes. Die nordischen Jahreszeiten, das Beziehungsgeflecht Mensch und Natur, die finnische Lebensweise und die hochentwickelten Technologien werden ebenfalls präsentiert. Moderne Designermode aus Tampere symbolisiert unter anderem die städtische Lebensart der Finnen.
Das Ausstellungskonzept stammt vom finnischen Architekten und Städteplaner Jorma Mukala. Er hat sich mit seiner Lehrtätigkeit in Finnland und Holland, als Mitarbeiter eines ministeriellen Bauausschusses in Finnland und als Gewinner mehrerer Architekturwettbewerbe bereits internationale Anerkennung erworben.
Am Samstag, den 10. August vormittags, wird er in der Ö2-Sendung “Archimboldo” bei Walter Witzany zu Gast sein.

Christian Reiter 7070/1373