Industriehafen baut aus
Eine neue Schiffsbeladeanlage für Pflanzennährstoffe errichtet die SBL im Industriehafenbecken. Für die bauliche Adaptierung, die Überdachung und Geländebefestigung wurden vom SBL-Aufsichtsrat am Donnerstag, 12. September 1996, 15 Millionen Schilling freigegeben.
Seit Inbetriebnahme des Main-Donau-Kanals im Herbst 1992 werden von der Firma Agro Linz Melamin GesmbH (AMG) über den Handelshafen Linz beträchtliche Mengen an Pflanzennährstoffen ins Main- und Rheingebiet verschifft. Derzeit wird das Transportgut mit zwei Werksbahnen zur Verladung in den Hafen gebracht. Nach Fertigstellung der neuen Schiffsbeladeanlage, die sich in unmittelbarer Nähe des Betriebsgeländes der Firma AMG befindet, ist geplant, die Pflanzennährstoffe aus den AMG-Lagern über Förderbänder direkt zur Anlage im Industriehafenbecken zu transportieren.
Mit bisher 1,466.000 Tonnen Gesamtumschlag konnte der Linzer Stadthafen im ersten Halbjahr ein sehr zufriedenstellendes Ergebnis verzeichnen. Der Wasserumschlag betrug in den ersten sechs Monaten dieses Jahres 526.507 Tonnen. Die Traummarke von einer Millionen Tonnen dürfte damit bei den wassergebundenen Umschlagssparten auch heuer überschritten werden. Zuwächse wurden im besonderen im Tankhafen mit einem Plus von 22.433 Tonnen, weiters beim Container-Landumschlag mit einer Zunahme von 17.385 Tonnen und beim Lagerumschlag mit einer Zunahme von 7.976 Tonnen erzielt.
Eine beeindruckende Leistung weist die Hafenbahn mit insgesamt 533.000 Tonnen Güterbewegungen auf, das entspricht in etwa dem Vorjahresergebnis.
Johannes Kastner 7070/1348
Mehr als 100 Kunden bei der Pilzberatung
Besuch beim Marktamt in drei Fällen lebensrettend
Die naßkalte Witterung der vergangenen Wochen zeigt auf das Wachstum der heimischen Schwammerl in den Wäldern rund um Linz scheinbar keine allzu negativen Auswirkungen. In den großteils verregneten Sommermonaten dieses Jahres suchten nämlich bereits mehr als 100 Pilzfreunde die städtische Pilzberatungsstelle im Neuen Rathaus auf und legten ihre Ausbeute zur kostenlosen Begutachtung vor. Die Experten des Marktamtes sortierten in drei Fällen giftige Schwammerl aus, darunter einen grünen Knollenblätterpilz, weiters einen Pantherpilz und einen Karbolegerling. Der Genuß des Knollenblätter- beziehungsweise auch des Pantherpilzes hätte sich tödlich ausgewirkt, der Karbolegerling zumindest einen Spitalsaufenthalt zur Folge gehabt.
Gerade jetzt, in der Zeit der typischen Herbstpilze, ist die Verwechslungsgefahr besonders groß. So werden Knollenblätterpilze oftmals für Parasole gehalten. Die Pilze sollten im Zweifelsfall dem Marktamt möglichst komplett, mit Hut und Stiel, vorgelegt werden, um eine eindeutige Bestimmung zu ermöglichen.
Außerdem sprießen nun die Maronenröhrlinge, deren bevorzugte Wachstumszeit in die Monate September und Oktober fällt. Vor dem Genuß dieser Pilzart wird ebenfalls abgeraten. In den vom Marktamt zur Untersuchung eingesandten Exemplaren der Maronenpilze wurden als Folge des Reaktorunglücks von Tschernobyl bis zu 2.500 Becarel Cäsium 137 gemessen. Der von der EU als gesundheitlich unbedenklich eingestufte Grenzwert liegt bei 600 Becarel.
Die städtischen Pilzberater stehen bis zum Ende der Pilzsaison im Oktober täglich von Montag bis Freitag, jeweils von 7 bis 9 Uhr, zur Verfügung (Neues Rathaus, 2. Stock, Zimmer 2189, Voranmeldung nicht nötig). Das Service ist kostenlos.
Sollte sich das Wetter in den kommenden Wochen noch bessern, besteht nach Aussage der Experten berechtigte Hoffnung auf reichlichen “Schwammerlsegen”, da das Wachstum der typischen Herbstpilzarten, vor allem der Birkenpilze, Hallimasch, Rotkappen und Ziegenlippen, um diese Zeit erst richtig einsetzt.
Robert Hubmann 7070/1367
Artenschutz an Gebäuden
Gemeinsames Projekt der Naturkundlichen Station und der GWG
Die Stadt ist ein vielfältiger Lebensraum für Mensch und Tier. Durch intensive Verbauung sowie Sanierungs- und Restaurierungsarbeiten verschwinden jedoch viele Tiere aus dem Stadtbild. Wanderfalke, Mauersegler, Hausrotschwanz oder Fledermäuse sind im städtischen Ballungsraum immer seltener anzutreffen. Um diesem Artenschwund entgegenzuwirken, hat die Naturkundlichen Station der Stadt Linz nun eine Broschüre erarbeitet, die Hilfestellung für Artenschutz an Gebäuden gibt.
Die Mehlschwalbe beispielsweise ist aus der Innenstadt längst ausgezogen und besiedelt nur noch Stadtrandgebiete. Um ihnen auch in der Innenstadt Nistmöglichkeiten zu bieten, könnte in Traufenbereichen unter dem Dach ein rund 30 Zentimeter breiter Rauhputzstreifen angebracht werden. Ein Brett unterhalb der Nisthilfen schützt die Fassade vor Verschmutzung.
Gemeinsam mit der GWG realisierte die Naturkundliche Station im Zuge von Sanierungsarbeiten an Gebäuden an der Altomontestraße aktiven Artenschutz für Mauersegler.
Die Broschüre “Artenschutz an Gebäuden” ist in der Naturkundlichen Station in der Roseggerstraße 22, Telefon 7070-1871 erhältlich.
Daniela Palk 7070/1352
Solar City Pichling
Ausstellung anläßlich der baubiologischen Tage
Im Rahmen der baubiologischen Tage (13. und 14. September) wird die Solar City Pichling präsentiert. Eine Ausstellung im Neuen Rathaus, 1. Stock, gibt Auskunft zum aktuellen Planungsstand. 16 Schautafeln informieren über die Planungen der READ-Gruppe (Prof. Thomas Herzog, Sir Norman Foster, Sir Richard Rogers) für die ersten 750 Wohnungen im Kernbereich der Siedlung in Niedrigenergiebauweise. Die Ausstellung lädt bis einschließlich Samstag, 14. September, von 9 bis 15.30 Uhr zum Besuch ein.
Ina Jung 7070/1347