Linz. Eine Stadt lebt auf.



Wir berichteten: Jg. 43/191, 11. Oktober 1996 1996 | 1997 | 1998 | 1999

Biomonitoring für Linzer Luft
250 Laub- und Nadelbäume werden untersucht


Unterlage zur Pressekonferenz von Umweltstadtrat Dipl.-Ing. Erich Haider gemeinsam mit dem oberösterreichischen Umweltanwalt Dipl.-Ing. Dr. Johann Wimmer

Die Luftbelastung durch die drei Hauptschadstoffe Schwefeldioxid, Staub und Stickoxide ist in Linz im vergangenen Jahrzehnt um mehr als 70 Prozent gesunken. Die oberösterreichische Landeshauptstadt ist im Bereich dieser konventionellen Smogschadstoffe sehr gut untersucht, und die Sanierungsmaßnahmen haben Erfolg gezeigt. Dennoch wird intensiv an der weiteren Optimierung der Linzer Luft gearbeitet. Eine Maßnahme, um die Belastung der Luft mit Schwermetallen festzustellen, ist das soeben begonnene Biomonitoring-Programm der oberösterreichischen Umweltanwaltschaft im gesamten Linzer Großraum. Dabei werden an rund 250 Stellen Blatt- beziehungsweise Nadelproben genommen, um mittels einer hochwertigen Spurenelement- und Schwermetallanalyse die Belastung mit Quecksilber, Blei, Kadmium, Zink, Nickel und einer umfangreichen Reihe anderer Schadstoffe festzustellen. Einbezogen in diese Erhebung sind das Linzer Stadtgebiet, aber auch Teile von Steyregg, Wilhering, Luftenberg, Leonding, Ottensheim, Ansfelden, Traun und St. Florian. Das Untersuchungsgebiet wird eine Fläche von rund 500 Quadratkilometern umfassen. Die Ergebnisse, die mit Kosten von voraussichtlich mehr als zwei Millionen Schilling ermittelt werden, werden im Frühsommer nächsten Jahres vorliegen. Gleichzeitig nützt das Umweltbundesamt Synergieeffekte und führt für eigene Zwecke umfangreiche Messungen organischer Schadstoffe durch, wie beispielsweise polyzyklische aromatische Kohlenwasserstoffe.

Flächendeckende Untersuchung

Das derzeitige Biomonitoring-Programm in Linz ist das größte und dichteste, das jemals in Österreich durchgeführt wurde, und ist auch im internationalen Vergleich richtungsweisend. Im Stadtgebiet werden in einem Raster von einem Kilometer Proben entnommen. Der Abstand verringert sich im und um das Industriegebiet auf 500 Meter. Außerhalb des Stadtgebietes werden Probebäume im Raster von zwei Kilometern untersucht. Die Blätter werden von Pappeln, die Nadeln von Fichten, jeweils im exponierten Kronenbereich, entnommen. Sie werden von Mitarbeitern der Landesforstdirektion bereits eingesammelt. Im Anschluß werden die Proben getrocknet, gewogen und gemahlen und für die Untersuchung vorbereitet.

Referenzdaten für Umweltzustandsbeschreibung

Die Daten, die in einigen Monaten vorliegen werden, bieten eine gute Basis für eine allgemeine Umweltzustandsbeschreibung. Nach Vorliegen der Ergebnisse können Rückschlüsse auf mögliche Emittenten von Quecksilber und anderen Schwermetallen gezogen werden. Somit wird eine detaillierte Übersicht über die Schwermetallbelastung im Linzer Großraum möglich. Die Untersuchung ist somit ein wesentlicher Teil des Erfolgs-Sicherungsprogrammes für die Linzer Luft. Das Biomonitoring wird weitere konkrete Rückschlüsse auf Schwermetallemittenten zulassen und - wenn erforderlich - gezielte Maßnahmen ermöglichen.

Schwermetalle aus der Linzer Großindustrie gesunken

Bei bereits früher durchgeführten Biomonitoring-Analysen in der Steyregger Au gegenüber der Großindustrie und windabwärts im Bereich Spandelberg wurden bei landwirtschaftlichen Nutzpflanzen (Mais, Salat und Gras) teilweise wesentlich erhöhte Quecksilberwerte festgestellt. Aufgrund von Untersuchungen des städtischen Amtes für Umweltschutz stellte sich die Sinteranlage der VOEST als einzig relevante Quelle der Quecksilberemissionen heraus. Rund 145 Kilogramm Quecksilber wurden hier jährlich emittiert. Nach der Inbetriebnahme der Feinentstaubung der Sinteranlage im Herbst 1993 sanken die Immissionen der Schwermetalle. Zusätzlich vergab die VOEST einen Forschungsauftrag an die Montan-Universität Leoben, um die Quecksilberflüsse in der Sinteranlage genauer zu untersuchen. Darüberhinaus wird daran gearbeitet, den Quecksilbergehalt des heimischen Erzes vom Erzberg zu reduzieren. So wird versucht, beim Abbau Erzgänge mit erhöhtem Quecksilbergehalt möglichst zu vermeiden. Durch diese Maßnahmen konnte der Quecksilbergehalt des Erzes von 1993 bis 1995 um rund 33 Prozent verringert werden. Auch die Einsatzmenge des heimischen Erzes hat sich von 1991 bis 1994 um 23 Prozent vermindert.

Daniela Palk 7070/1352

Pachmayrstraße am 14. Oktober gesperrt

Wegen Kanalgrabungsarbeiten ist die Pachmayrstraße am Montag, 14. Oktober, etwa ab dem Bereich Haus Nummer 127 bis zur Höhe des Restaurants Verdi-Diele zwischen 8 und 15.30 Uhr gesperrt. Die großräumige Umleitung wird entsprechend beschildert.

Susanne Feichtlbauer 7070/1355

Sportanlage Ing.-Stern-Straße voll im Zeitplan
Dachdeckerarbeiten in Kürze abgeschlossen


Voll im Zeitplan befinden sich die Arbeiten zur Errichtung des neuen Sportplatzgebäudes auf der Sportanlage Ing.-Stern-Straße. Nachdem der Rohbau bereits fertiggestellt worden ist, laufen derzeit die Dachdeckerarbeiten auf Hochtouren. Im Anschluß daran erfolgen die Innenausbau- und In-stallationsarbeiten, wodurch der Eröffnung im April 1997 nichts mehr im Wege steht.

Im neuen zweigeschossigen Sportplatzgebäude werden auf einer Gesamtnutzfläche von rund 600 Quadratmetern neue Umkleide- und Sanitärräume sowie sechs Büros und einige Nebenräume errichtet. Überdies wird ein Restaurant mit 70 Sitzplätzen und einer freizügig gestalteten Terrasse für das leibliche Wohl sorgen. Die Baubetreuung für die neugestaltete Sportanlage Ing.-Stern-Straße erfolgt durch die Stadtbetriebe Linz GesmbH. Die Gesamtkosten dafür betragen rund 23,7 Millionen Schilling.

Die Stadt Linz führt mit dieser Anlage ihren eingeschlagenen Weg, auch Nicht-Vereinsmitgliedern genügend Spiel- und Sportflächen zur Verfügung zu stellen, fort. Für die Bevölkerung des Franckviertels stellt der Sportplatz ab dem Frühjahr 1997 eine wesentliche Bereicherung im Freizeitangebot dar.

Peter Prass 7070/1368