Linz. Eine Stadt lebt auf.



Wir berichteten: Jg. 43/199, 24. Oktober 1996 1996 | 1997 | 1998 | 1999

(Richtige) Bewegung ist alles
Broschüre gibt “gesunde” Tips


(Informationsunterlage zur Pressekonferenz von Gesundheitsreferent Dr. Peter Sonnberger anläßlich der Präsentation der “Bewegungsmappe”)

Durch geänderte Lebensformen unserer Gesellschaft sind in den letzten zwei Jahrzehnten teilweise radikale Schwächen in unseren Ernährungs- und Bewegungsgewohnheiten aufgetreten. Um Erkrankungen des Bewegungsapparates bereits im Kindesalter vorzubeugen und eine Früherkennung zu ermöglichen, haben Karin Busch und Irmgard Reindl von der Pädagogischen Akademie des Bundes Linz auf Anregung von Gesundheitsstadtrat Dr. Peter Sonnberger einen Unterrichtsbehelf für Pflichtschulen zusammengestellt. “Sich bewußt richtig bewegen - ein Baustein zur Gesundheit”, lautet der Titel der Mappe, die wertvolle Tips enthält. Die angeführten Übungen wurden vier Jahre lang im Schulalltag erprobt und haben sich bestens bewährt.

Begleitet wurde das Projekt von Prim. Dr. Ingomar Heuberer und Dr. Peter Eckmayr, beide Fachärzte für Orthopädie und orthopädische Chirurgie. Weiters vom Schularzt der Pädagogischen Akademie des Bundes in Oberösterreich, Dr. Heinz Hausleitner und dem Sportwissenschafter Mag. Friedrich Kreuzriegler.

Durch die enge Zusammenarbeit von Lehrern und Schulärzten soll es gelingen, in den Kindern die Freude an gesunder Bewegung zu wecken und Schüler mit Haltungsschwächen beziehungsweise -schäden möglichst früh einer sinnvollen Therapie zuzuführen. Videogestützte Haltungs- und Funktionschecks helfen dabei.

Bewegungsdino “Gymni”

Der Bewegungsdino “Gymni” führt die Schüler spielerisch durch die Mappe. Er zeigt die verschiedenen Übungen, die die Kinder trainieren können. Weiters wird alles Wissenswerte über den Körperbau vermittelt.

Haltung bewahren

Wie die Übungen sinnvoll im Schulalltag eingesetzt werden können, zeigen folgende Beispiele:



Neben all diesen Bemühungen um richtige Bewegung sollte nicht vergessen werden, daß auch ausgewogene Ernährung ein wesentlicher Gesundheitsfaktor ist.

Robert Merschitzka 7070/1369

Beflaggungsaufruf zum Nationalfeiertag

Im Interesse eines festlichen Rahmens und angesichts der Bedeutung des Nationalfeiertages ersucht Bürgermeister Dr. Franz Dobusch alle zuständigen Stellen und private Hausbesitzer, am Samstag, 26. Oktober, ihre Häuser zu beflaggen.

Der Magistrat geht mit gutem Beispiel voran und schmückt wie jedes Jahr die öffentlichen Gebäude der Stadt mit rot-weiß-roten Fahnen.
Hohe Mieten für Bundesschulsporthallen
Resolution des Stadtsportausschusses der Landeshauptstadt Linz


Der Stadtsportausschuß Linz beschäftigte sich in seiner Sitzung vom 3. Oktober 1996 mit der Frage der Entgelte für die Benützung der Sporthallen in den Bundesschulen durch Sportvereine. Im Gegensatz zu den Turnhallen der städtischen Pflichtschulen, für deren Benützung lediglich am Wochenende und an Feiertagen die Mehrkosten für die Anwesenheit der Schulwarte verlangt werden, sind die Mieten für die Bundesschulturnhallen teilweise zu hoch. Es besteht daher die Gefahr, daß die Kosten von Vereinen nicht mehr verkraftet werden und somit viele attraktive Sportangebote dem Rotstift zum Opfer fallen. Besonders betroffen wären davon die Übungsstunden für Kinder- und Jugendliche, von denen in der Regel ein nur geringer Mitgliedsbeitrag eingehoben wird. Mediziner sehen einen Grund für Haltungsschäden bereits bei Jugendlichen im Bewegungsmangel. Sportvereine, als unverzichtbare Träger des Sports, helfen dem entgegenzuwirken. Die Verringerung des Sportangebotes, weil sich Vereine die Miete nicht leisten können, muß daher verhindert werden.

Der Stadtsportausschuß fordert in der Resolution an den Landesschulrat für Oberösterreich als Schulbehörde erster Instanz, Richtlinien für Bundesschulen zu erlassen, in denen die Mehrausgaben für die außerschulische Benutzung durch Sportvereine festgelegt werden. Zur Berechnung dieser Mehrausgaben sollte ein unabhängiger Sachverständiger beigezogen werden. Der Stadtsportausschuß spricht dabei im Namen der über 190 in den drei Dachverbänden organisierten Linzer Sportvereine mit rund 100.000 Mitgliedern.

Edith Schwentner 7070/1363

Syrischer Gastarzt lernt im Linzer AKh

Die neuesten Operationsmethoden der Bauch-, Brust-, Herz- und Gefäßchirurgie lernt der syrische Chirurg Dr. Abdul Hafiz Said seit nunmehr zehn Monaten als Gastarzt am Linzer AKh. Nach neun Monaten “Lehrzeit”, vor allem in der endoskopischen Operationstechnik an der II. Chirurgischen Abteilung bei Prim. Prof. Dr. Wolfgang Wayand, widmet Dr. Said die letzten drei Monate seiner Ausbildung nun der Herz- und Gefäßchirurgie an der I. Chirurgie (Vorstand: Prim. Prof. Dr. Peter Brücke).

Der Gastaufenthalt des syrischen Arztes kam auf eine Initiative der österreichisch-arabischen medizinischen Gesellschaft zustande. Bereits 1993 reiste Prof. Dr. Wayand mit einem OP-Team des Linzer AKh nach Syrien, wo sie an der Universitätsklinik Allepo die “minimal invasive” endoskopische Operationstechnik demonstrierten und die ersten Eingriffe mit dieser Methode durchführten. Prim. Prof. Dr. Wolfgang Wayand: “Seit Beginn unserer Aktivitäten in der ‘sanften’ Chirurgie im Jahr 1990 haben wir mittlerweile an die 200 Chirurgen aus dem In- und Ausland bei uns am AKh zur Zusatzausbildung gehabt. Dr. Said ist bereits als dritter syrischer Gastarzt bei uns und hat auch unsere Ärzte auf Kongresse und Fahrten quer durch Österreich begleitet. Er wird an seiner Heimatklinik viele Dinge, die er hier gelernt hat, verwerten und weitergeben können.”

Die Endoskopie revolutioniert die Chirurgie. Bereits 20 Prozent aller Operationen werden an der II. Chirurgischen Abteilung am Linzer AKh in dieser Technik durchgeführt. Die Einrichtung eines Ludwig-Boltzmann-Institutes für endoskopische Chirurgie bestätigt die führende Position der II. Chirurgischen Abteilung auf diesem Gebiet. Das Institut hat seit 1995 ein fixes Quartier im Ambulanzbereich des AKh-Neubaus 2. Seit fünf Jahren steht es als österreichweite Erfassungsstelle von mehr als 40.000 dokumentierten endoskopischen Eingriffen zur Verfügung. Allein 1995 wurden an der II. Chirurgie 2.488 endoskopische Eingriffe gezählt.

Dagmar Seel 7070/1366

Beginn der Freieissaison
Startschuß mit Eis-Disco


Am Nationalfeiertag, Samstag, 26. Oktober 1996, startet mit einer Eis-Disco die Eissportsaison auf den Freiflächen des Parkbades. Die Eisfläche wird für den Publikumsbetrieb täglich von 14 bis 17 Uhr, täglich außer donnerstags von 18 bis 21 Uhr und zusätzlich von 9 bis 12 Uhr an Sams-, Sonn- und Feiertagen und den Ferien zur Verfügung stehen.

Die Fläche beim Erlebnisbad Schörgenhub wird ab der letzten November-Woche für die SportlerInnen geöffnet.

In der vergangenen Saison frequentierten insgesamt 115.400 Personen die Eisflächen im Parkbad (inklusive Eishalle) und im Erlebnisbad Schörgenhub. Auch die beliebten Eis-Discos tragen zum Publikumsansturm auf den Linzer Eisflächen entscheidend bei. Am Nationalfeiertag lädt die erste Eis-Disco von 18 bis 21 Uhr zum Besuch ins Parkbad ein. Weitere Disco-Veranstaltungen sind am 9. November und 21. Dezember, jeweils zwischen 18 und 21 Uhr, vorgesehen.

Es besteht auch heuer wieder die Möglichkeit, sich Eislaufschuhe auszuleihen. Übrigens, bei Bedarf können die Besucher ihren Schlittschuhkufen den richtigen Schliff verpassen lassen.

Robert Merschitzka 7070/1369

Mag. Wolfgang Modera - zweiter Geschäftsführer
der Ars Electronica Center Betriebsgesellschaft mbH


Zum zweiten Geschäftsführer der Ars Electronica Center Betriebsgesellschaft mbH wurde heute, Donnerstag, 24. Oktober, Mag. Wolfgang Modera bestellt.

Mag. Modera (geboren 1958), zuletzt von 1992 bis 1996 als handels- und gewerberechtlicher Geschäftsführer der Firma educatio - Anwendungsorientierte Informatik & Engineering GesmbH tätig, ist künftig für den kaufmännischen Bereich im Ars Electronica Center zuständig: Verwaltung und Organisation, Firmenkontakte, EU-Projekte und Personalwesen fallen in seinen Aufgabenbereich.

Mit ausgezeichnetem Erfolg maturierte er 1983 am Gymnasium für Berufstätige und studierte anschließend Betriebswirtschaftslehre an der Universität Linz. Seine Diplomarbeit widmete er dem Thema “EDV- und Unternehmungsberatung in Österreich”. Nach dem Abschluß des Studiums im Jahre 1990 leitete er zwei Jahre lang das Geschäftsfeld Technik im Berufsförderungsinstitut Oberösterreich.

Sabine Hörschläger 7070/1354