Lernen und Spielen mit Computern
Informationstage im Neuen Rathaus
Über pädagogisch wertvolle Computerspiele und Lernsoftware können sich Eltern, Lehrer und Kinder am 22. und 23. November, jeweils von 10 bis 17 Uhr, im Neuen Rathaus informieren. Der Oberösterreichische Familienbund veranstaltet heuer zum dritten Mal die Informationstage “Lernen und spielen mit dem Computer”, welche bei freiem Eintritt zu besuchen sind.
Pädagogen präsentieren mit etwa zehn eDV-Anlagen produktunabhängige Lernsoftware. Das Landesjugendreferat berät über Computerspiele, und renommierte Firmen stellen ihre Angebote an Lernsoftware und Computerspielen aus.
Zudem steht den Computerfreaks eine Gratiskopierstation für Lern- und Spielsoftware zur Verfügung.
Die Nutzung der eDV gewinnt in unserer Gesellschaft zum Lernen und Spielen immer mehr an Bedeutung. Hinzu kommt die Möglichkeit der weltweiten Vernetzung über das Internet, das für jedermann zugänglich ist und auch von Familien zunehmend genutzt wird.
Edith Schwentner 7070/1363
Schnellkurs für Hobby-Gärtner
Die Vorbereitung des Gartens auf den bevorstehenden Winter erfordert viel Sachkenntnis. Wer sich als Hobby-Gärtner mit den neuesten Erkenntnissen vertraut machen möchte, der hat am Donnerstag, 21. November, ab 14 Uhr, im Botanischen Garten die Möglichkeit dazu. Die Mitarbeiter der städtischen Einrichtung stehen den Freizeit-Botanikern mit Rat und Tat zur Seite. Zu entrichten ist lediglich der Eintrittspreis in der Höhe von zehn Schilling.
“Bei der Gartenarbeit treten noch immer viele Fragen auf”, begründet Stadtrat Dr. Peter Sonnberger die Initiative. Der Kurs wird unter anderem das Rückschneiden von Stauden und die Bodenbearbeitung, wie Tips für das Umstechen, umfassen.
Noch ein Hinweis: Der Beginn des Um- und Neubaus im Gewächshausbereich steht unmittelbar bevor. Bis zur Fertigstellung des Gebäudetraktes, voraussichtlich im Frühjahr 1998, kann daher kein “Karibik-Fest” im Schauhaus des Botanischen Gartens durchgeführt werden.
Robert Merschitzka 7070/1369
Linzer Verkehrsreferat bei Sport- und Aktivmesse
im Design Cente
Zu Information, Spiel und Unterhaltung beim Stand des Linzer Verkehrsressorts lädt Stadtrat Mag. Franz Obermayr alle Interessierten kommendes Wochenende, von 22. bis 24. November, in das Design Center. Im Rahmen der Sport- und Aktivmesse “fit & gesund” wird speziell für Kinder und Jugendliche ein unterhaltsames Programm geboten.
Auf einer eigenen Aktionsfläche “Verkehr for Kids” wird unter anderem das Fahrrad in den Mittelpunkt gestellt. Geschicklichkeit ist dabei besonders bei Balanceübungen, Dosenschießen vom Rad, Würstlschnappen und beim Radfahrtraining gefragt. Als Belohnung winken den Teilnehmern kleine Preise. Kinder, die mit dem eigenen Rad zur Messe kommen, erwartet ebenfalls eine kleine Überraschung. Zusätzlich stehen auch Fahrräder leihweise zur Verfügung. In der Kreativwerkstatt können Kinder T-Shirts bemalen, mit den Eltern einen Mobilitätsparcours absolvieren und Verkehrsplakate gestalten. Viel Interessantes gibt es auch beim Info-Corner zu erfahren. Ein eigens aufgestellter Verkehrsbriefkasten nimmt sich speziell der Wünsche der jüngsten Verkehrsteilnehmer an.
Programmhighlights an den drei Messetagen sind jeweils um 15 Uhr simulierte, spektakuläre Verkehrsunfälle mit Personenbergung und Erstversorgung. Anhand dieser realitätsnahen Sicherheitsschau geben Polizei, Feuerwehr, Rotes Kreuz und Arbeiter Samariter Bund Tips für richtiges Verhalten in derartigen Situationen.
Höhepunkt des letzten Veranstaltungstages, am Sonntag, 24. November, 11 Uhr, bildet eine Publikumsdiskussion zum Thema “Behinderte im Verkehr”. Verkehrsreferent Stadtrat Mag. Franz Obermayr und Ernst Wolfram Marboe, Präsident des Behindertensportverbandes Österreichs, diskutieren über die Situation der Behinderten im Verkehr. Gesprächsleiter ist ORF-Moderator Walter Witzany.
Weitere Programmpunkte beim Messestand des Verkehrsreferates sind unter anderen die Präsentation der neuen Blindenampel durch Stadtrat Berthold Amerstorfer und tägliche BMX-Trial-Freestyle-Shows im angrenzenden Funpark.
Susanne Feichtlbauer 7070/1355
Lions-Club Nibelungen vergab Förderpreis für Musik
Im Beisein von Kulturstadtrat Dr. Reinhard Dyk vergab der Lions-Club Linz Nibelungen anläßlich seines 30jährigen Bestandsjubiläums am Dienstag, 19. November, einen Förderpreis für Musik in der Sparte Gesang. Der Preis in Höhe von 50.000 Schilling erging an den Linzer Stefan-Alexander Rankl, der als Musiklehrer in der Hauptschule Garsten in Oberösterreich tätig ist. Stefan Rankl wurde aus vier Bewerbern von einer Fachjury der unter anderem der Musikdirektor des Linzer Brucknerhauses, Prokurist Dr. Thomas Daniel Schlee, Oberstudienrat Prof. Mag.phil. Balduin Sulzer und Wolfgang Winkler vom ORF, angehört haben, ausgewählt. Der Künstler hat erst vor kurzem den ersten Studienabschluß am Mozarteum in Salzburg absolviert und wird anschließend am Konservatorium der Stadt Basel den zweiten Abschnitt belegen.
Der Förderpreis 30-Jahre-Fonds des Lions-Club Linz Nibelungen wird noch viermal - im nächsten Jahr in einem Bereich, der mit dem Ars Electronica Center in Verbindung steht - vergeben.
Sabine Hörschläger 7070/1354
Budget 1997 erfüllt Maastricht-Kriterien
Trotzdem keine Abstriche bei wichtigen Investitionen
(Informationsunterlage zur Pressekonferenz von Finanzreferent Bürgermeister Dr. Franz Dobusch und Personalreferent Vizebürgermeister Adolf Schauberger über den Voranschlag 1997 und den Dienstposten- und Stellenplan 1997)
Die Einhaltung der Maastricht-Kriterien für die Europäische Wirtschafts- und Währungsunion, die Wahrung eines hohen Leistungsstandards und die bedarfsgerechte Fortsetzung des Investitionskurses standen bei der Erstellung des Budgetvoranschlages 1997 der Stadt Linz im Mittelpunkt. Das um Mehreinnahmen und -ausgaben durch die geänderte Gesetzeslage im Umsatzsteuerbereich bereinigte Budgetvolumen steigt gegenüber dem voraussichtlichen Rechnungsergebnis 1996 nur um 1,4 Prozent auf 8.206 Millionen Schilling. Das Investitionsvolumen wird zwar von 1.341 Millionen Schilling (1996) auf 1.189 Millionen Schilling (1997) zurückgenommen, die Investitionsquote (14,8 Prozent) erreicht jedoch im Vergleich zu anderen Gebietskörperschaften eine nach wie vor beträchtliche Höhe. Unter Einbeziehung der im Auftrag der Stadt von der SBL zu realisierenden Projekte Wirtschaftshof-Neubau und Sportanlage Ebelsberg sowie des in Kooperation mit einer Wohnungsgesellschaft entstehenden Seniorenheimes Am Wachtberg erreichen die auftragswirksamen Investitionsausgaben annähernd das Niveau des Jahres 1996. Da die beiden Objekte jedoch gemietet werden, scheinen die Ausgaben als Sachaufwand und nicht als Investitionen auf.
Auch für die Jahre nach 1997 bekennt sich die Stadt Linz zur Arbeitsplatzsicherung durch kräftige Investitionstätigkeit. In der mittelfristigen Haushaltsplanung sind die Infrastrukturprojekte Umfahrung Ebelsberg, Stadtbahn sowie zwei weitere Seniorenheime (Dornach und Neue Heimat) berücksichtigt.
Beträchtliche freie Finanzspitze für Investitionen
Während viele andere Kommunen ihren ordentlichen Haushalt nicht ausgleichen können, erwirtschaftet Linz im laufenden Haushalt beträchtliche “Überschüsse”. Diese zur freien Disposition verbleibenden Mittel, auch “kameraler Cash-flow” genannt, ermöglichen die Finanzierung von Investitionen. Durch eine gute Einnahmenentwicklung sowie Einsparungen beim Personal- und Sachaufwand in Höhe von mehr als 100 Millionen Schilling kann Linz heuer rund 239 Millionen Schilling als freie Mittel verbuchen. Im Voranschlag wurden dagegen nur 70 Millionen Schilling erwartet.
Für 1997 beträgt die budgetierte freie Finanzspitze zirka 270 Millionen Schilling. Aufgrund der nachhaltigen Verbesserung der Haushaltsstruktur sind die Belastungen durch die mit dem Land Oberösterreich vereinbarten wichtigen Leitprojekte (Umfahrung Ebelsberg, Stadtbahn, Musiktheater, Leichtathletikhalle) verkraftbar.
Der Investitionsspielraum im ordentlichen Haushalt wird auch durch kostendämpfende Dispositionen im Finanzbereich vergrößert. So ist es heuer gelungen, durch konsequentes Zahlungs- und Fremdmittelmanagement im Vergleich zum Voranschlag rund 29 Millionen Schilling einzusparen.
Auswirkungen der Maastricht-Kriterien
1997 ist ein Schlüsseljahr für die Entscheidung, ob Österreich 1999 der Europäischen Wirtschafts- und Währungsunion beitreten kann. Anhand der Voranschläge des Jahres 1997 wird geprüft, ob das mit drei Prozent des Brutto-Inlandsproduktes (BIP) festgelegte Limit für das jährliche Defizit der öffentlichen Hand eingehalten wird. Auf die Länder und Gemeinden entfallen 0,3 Prozent. Das nach einem eigenen Schlüssel kalkulierte Maastricht-Defizit der Landeshauptstadt beträgt für 1997 rund 240 Millionen Schilling. Überdies muß im Zeitraum 1994 bis 1997 das nach speziellen Kriterien errechnete Ausgabenwachstum um mindestens drei Prozent unter dem Einnahmenzuwachs liegen. Linz wird dagegen voraussichtlich sieben Prozent erreichen. Einem zu erwartenden Einnahmenplus von 13,2 Prozent steht nur ein mit 6,2 Prozent prognostiziertes Ausgabenwachstum gegenüber.
Einnahmenentwicklung
Bei den Bundesabgabenertragsanteilen ist das Ergebnis gemäß den neuesten Prognosen heuer nach einer Phase der Stagnation in den Jahren 1992 bis 1995 noch besser als in den Tabellen und Grafiken dargestellt. Darüber hinaus ist die Reduktion der Landesumlage in Höhe von rund 20 Millionen Schilling nicht berücksichtigt.
Auch für 1997 kann ein spürbarer Zuwachs erwartet werden. Bezogen auf das hochgerechnete Jahresergebnis 1996 ist der Budgetansatz mit einem Wachstum von 3,2 Prozent auf 2.141 Millionen Schilling betont vorsichtig.
Die eigenen Steuereinnahmen fanden mit 1.810 Millionen Schilling (plus 6,4 Prozent) im Voranschlag Berücksichtigung. Das Plus soll vor allem durch die Dynamik der Kommunalabgabeeinnahmen und den Entfall der 1996 eingetretenen aperiodischen Ertragsausfälle erzielt werden.
An Entgelten (vorwiegend AKh, Sozialhilfe und Müllbeseitigung) erwartet die Stadt Einnahmen von 1.695 Millionen Schilling (plus 3,4 Prozent).
Das 12,7prozentige Einnahmenplus des Budgetansatzes “Beiträge und sonstige Einnahmen” auf 1.561 Millionen Schilling ist wesentlich auf die Auswirkungen des Umsatzsteuergesetzes 1994 zurückzuführen. Durch die “unechte” Befreiung des Gesundheits- und Sozialbereiches von der Umsatzsteuer geht ab 1. Jänner 1997 die Möglichkeit des Vorsteuerabzuges verloren. Dieser finanzielle Nachteil wird durch Beihilfen des Bundes ausgeglichen. Für den Haushalt der Stadt bedeutet diese Änderung eine Expansion der Einnahmen- und Ausgabenseite (Sachaufwand und Investitionen) um 185,9 Millionen Schilling, was bei Vergleich mit früheren Haushaltsjahren zu berücksichtigen ist.
Moderate Zuwächse bei Personal- und Sachaufwand
Die Leistungen für Personal weisen aufgrund der bereits fixierten Bezugsregelung in Form einer Einmalzahlung von 3.600 Schilling und der Nettoeinsparung von 66 Dienstposten eine geringe Dynamik auf. Die Ausgaben steigen nur um zwei Prozent auf 2.760 Millionen Schilling. Der Pensionsaufwand (609 Millionen Schilling - plus 1,5 Prozent) entwickelt sich ähnlich.
Der um die Umsatzsteuerbeihilfe des Bundes bereinigte Sachaufwand steigt um 5,7 Prozent auf 2.706,4 Millionen Schilling.
Investitionsschwerpunkte
Für den Neu- und Ausbau von Seniorenzentren, Kindergärten und Horten wendet Linz im kommenden Jahr 230 Millionen Schilling auf. Größte Einzelprojekte sind die Ausfinanzierung des Pflegeheimneubaues Glimpfingerstraße mit 108 Millionen Schilling und die Errichtung des Seniorenzentrums Dornach mit 48 Millionen Schilling.
Die für Kindertagesheimstätten veranschlagten Mittel von 54,3 Millionen Schilling fließen vor allem in die Adaptierung des Hortes Khevenhüllerstraße (15 Millionen Schilling), den Neubau des Kindergartens Franckviertel (12,5 Millionen Schilling) und die Adaptierung des Kindergartens Reischekstraße (11,5 Millionen Schilling).
Dominanten der Straßenbauinvestitionen (160,2 Millionen Schilling) sind diverse Neubauten (39 Millionen Schilling), Instandhaltungsmaßnahmen (21 Millionen Schilling), Beleuchtungsanlagen (17 Millionen Schilling) und der Bau von Radwegen (elf Millionen Schilling). Für die Weiterführung der Planung der Umfahrung Ebelsberg stehen zehn Millionen Schilling zur Verfügung. Die Errichtung wird durch eine private Sondergesellschaft erfolgen und damit nur indirekt budgetwirksam.
Das Allgemeine Krankenhaus scheint mit 136,9 Millionen Schilling im Investitionsplan auf. Sie dienen größtenteils für Vorziehmaßnahmen der vierten Neubauetappe (47,5 Millionen Schilling) und die Modernisierung der medizinischen Betriebsausstattung (36 Millionen Schilling).
Der Bau von Sportanlagen und Kinderspielplätzen ist einschließlich der Investitionen im Bäderbereich mit 93,2 Millionen Schilling dotiert. Herausragende Vorhaben sind die Sportanlagen Franckviertel und Ebelsberg (mit Sauna und Eislaufplatz) sowie die Erneuerung des Rundbeckens des Parkbades.
Dem Umweltschutz kommen 58 Investitionsmillionen zugute, von denen 47,3 Millionen Schilling auf Förderungsausgaben entfallen. Für die Sanierung des Alten Rathauses stehen 230 Millionen Schilling zur Verfügung.
Netto-Neuverschuldung kräftig gebremst
Der Anteil der Netto-Neuverschuldung am gesamten Haushalt ist 1997 weiter rückläufig. Er betrug 1995 noch 9,1 Prozent (719,6 Millionen Schilling), wird für heuer auf 4,6 Prozent (376,2 Millionen Schilling) geschätzt und sinkt im kommenden Jahr auf 4,4 Prozent (372 Millionen Schilling). Der Netto-Finanzschuldenstand Ende 1997 wurde mit 3.897,9 Millionen Schilling errechnet.
Zur Fremdkapitalpolitik der Stadt bemerkt der Budgetexperte des Wirtschaftsforschungsinstitutes, Prof. Dr. Gerhard Lehner, in einer Studie: “Die Stadt Linz hat in den letzten Jahren Kredite in Schweizer Franken aufgenommen, bei denen der Zinsvorteil (kumuliert) größer war als die dämpfenden Effekte aus der Aufwertung des Schweizer Frankens. Der durchschnittliche Zinssatz der Finanzschuld der Stadt Linz liegt gegenwärtig (1995) bei 5,2 Prozent. Er ist damit niedriger als in den anderen Städten, was teils auf die Fremdwährungsschuldaufnahmen zurückzuführen ist”.
Finanzielle Beziehungen zwischen Stadt und Land
Seitens der Stadt Linz wurden wiederholt jene Belastungen kritisch kommentiert, die das Land Oberösterreich den Gemeinden auferlegt. Diese Kritik - vor allem an der Doppelbelastung der Stadt Linz bei der Krankenanstaltenfinanzierung - wird grundsätzlich aufrechterhalten. Fairerweise sollen aber die 1997 wirksamen positiven Entwicklungen nicht unerwähnt bleiben. Die Reduktion der Landesumlage von 8,3 auf 7,5 Prozent der Bundesabgabenertragsanteile führt zu einer noch nicht budgetierten Verbesserung des ordentlichen Haushaltes der Stadt um 20 Millionen Schilling. Auch zur Ausfinanzierung des außerordentlichen Haushaltes trägt das Land stärker bei. So werden zirka 120 Millionen Schilling an Bedarfszuweisungen und rund 70 Millionen Schilling an Investitionszuschüssen des Sozialressorts für den Seniorenheimbau überwiesen.
Christian Freimüller 7070/1362
Dienstposten- und Stellenplan 1997
Der Dienstposten- und Stellenplan für das Jahr 1997 umfaßt insgesamt 6.406 Beamtenposten und Vertragsbedienstetenstellen (einschließlich 345 Mitarbeiter, die bei SBL, LIVA und RZL tätig sind). Im Bereich der Stadtverwaltung sollen 6.061 Posten und Stellen (einschließlich Reserve) bereitgestellt werden. Dies ergibt gegenüber dem Vorjahr eine Verminderung um 66 Arbeitsplätze oder um 1,08 Prozent. Die Reduktion ergibt sich einerseits aus der Neuschaffung von 67 Arbeitsplätzen, andererseits aus der Auflassung von insgesamt 133 Arbeitsplätzen.
Zu den Auflassungen ist festzustellen, daß hauptsächlich aufgrund von Organisationsmaßnahmen und den damit verbundenen Rationalisierungseffekten 133 Posten und Stellen, deren Belassung nicht mehr erforderlich ist, für den Dienstposten- und Stellenplan nicht mehr beantragt werden. Die Auflassungen resultieren vor allem aus den Bemühungen der Stadt, vakant gewordene Arbeitsplätze nur nach strengster Bedarfsprüfung nachzubesetzen.
Die Landeshauptstadt Linz zeichnet sich seit vielen Jahren durch eine vorausschauende sowie sparsame Personal- und Strukturpolitik aus. Diese Politik leistete einen zentralen Beitrag für die hohe Lebensqualität und das umfassende, qualitativ hochwertige städtische Leistungsangebot, welches permanent ausgebaut und kundenorientiert erweitert worden ist. Durch eine überlegte, ökonomische und verantwortungsbewußte Personalgestion, die von organisatorisch-technischen Maßnahmen flankiert worden ist, konnte bei den Einsparungen großes Augenmerk auf die soziale Ausgewogenheit gelegt werden.
Wie eine historische Aufarbeitung der Bedarfsprüfungen zeigte, wurden seit dem Jahre 1974 bei einer Neuschaffung von 2.763 Dienstposten beziehungsweise Stellen insgesamt 1.336 Dienstposten beziehungsweise Stellen eingespart. Im Durchschnitt bedeutet dies eine Einsparung von fast 56 Dienstposten beziehungsweise Stellen pro Jahr.
Die Einsparung der 66 Dienstposten beziehungsweise Stellen für 1997 bedeutet bei durchschnittlichen Jahrespersonalkosten von 450.000 Schilling pro Dienstposten beziehungsweise Stelle (unter Außerachtlassung sonstiger Kosten, wie Sachmittel, diverse kalkulatorische Kosten, etc.) einen Einsparungseffekt von rund 30 Millionen Schilling alleine für das Jahr 1997.
Auflassung von 133 Arbeitsplätzen
Der Großteil der insgesamt 133 nicht mehr erforderlichen Arbeitsplätze betreffen das Amt Tagesheimstätten beziehungsweise das Gartenamt der Stadt Linz. Die Auflassung von 35 Arbeitsplätzen im Amt Tagesheimstätten resultiert unter anderem aus der Auflassung von in einigen Stadtteilen nicht mehr notwendigen Kindergärten und Hortgruppen, der Zentralisierung der Küchen und partieller Fremdvergabe der Reinigung. Da 24 neue Arbeitsplätze geschaffen wurden, beträgt die Reduzierung tatsächlich 11 Arbeitsplätze. Im Gartenamt können 31 Arbeitsplätze entfallen, nahezu ausschließlich als Folge des teilweisen Wegfalls der Pflege von Fremdgrundstücken.
Im Bereich der Geschäftsgruppe 1 werden 21 Arbeitsplätze aufgelassen, davon allein im Amt für Personal und Organisation durch die Ausnützung von Synergieeffekten neun Arbeitsplätze und ebenso viele im Schul- und Sportamt.
Durch die gesetzliche Erhöhung der wöchentlichen Lehrverpflichtung der Musikschullehrer ist in der städtischen Musikschule die Möglichkeit zur Auflassung von vier Arbeitsplätzen gegeben.
67 Neuschaffungen
Die für das Jahr 1997 vorgesehene Personalaufstockung ist, wie auch in den vergangenen Jahren, fast ausschließlich durch vermehrten Personalbedarf in den Servicebereichen der Stadtverwaltung, die dem Wohle der Linzer Bürger dienen, begründet. So liegt der Schwerpunkt mit 56 Neuschaffungen eindeutig im Bereich der Sozialverwaltung.
Vergleicht man nun die Auflassungen von Dienstposten mit den Neuschaffungen (Zeitraum 1985 bis 1997), so zeigt sich, daß Aufstockungen zunehmend in drei Bereichen - im AKh, im Sozialbereich und Wirtschaftshof - stattfinden. Damit wurden Erwartungen und Bedürfnissen entsprochen und ein massiver Beitrag zur Erhöhung der Lebensqualität der Stadt geleistet. Linz nimmt hier gegenüber anderen Städten zweifelsohne eine Vorreiterposition ein.
Fast die Hälfte der zusätzlichen Arbeitsplätze, nämlich 31, entfällt auf die Seniorenheime der Stadt Linz, bedingt durch die Neueröffnung von vier zusätzlichen Abteilungen im Seniorenheimkomplex Glimpfingerstraße. 24 neue Arbeitsplätze sind für das Amt Tagesheimstätten erforderlich, im wesentlichen wegen der Einrichtung neuer Gruppen sowohl im Bereich der Abteilung Horte, als auch im Bereich der Abteilung Kindergärten.
Ebenfalls dem Sozialbereich zuzuordnen ist die Schaffung eines zusätzlichen Arbeitsplatzes im Amt für soziale Angelegenheiten, um so die Betreuung der städtischen Sozialhilfearbeiter verbessern zu können.
Im Bereich des Liegenschaftsamtes ist die Einrichtung von acht neuen Stellen vorgesehen, davon allein sechs für die Aufrechterhaltung des Veranstaltungsbetriebes sowie zum teilweisen Abbau des Überstundenanfalls in den von der Stadt betriebenen Volkshäusern.
Überdies beschäftigt die Stadt Linz derzeit rund 420 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, die eine Minderung der Erwerbsfähigkeit von mehr als 50 Prozent aufweisen. Da die Pflichtquote nach dem Behinderteneinstellungsgesetz bei 200 Mitarbeiterinnen beziehungsweise Mitarbeitern liegt, wird die vorgeschriebene Zahl vom Magistrat also um mehr als das Doppelte überschritten.
Weiters stellt die Stadt Linz derzeit im Rahmen der Schulen und Akademien beziehungsweise diverse Kurse des AKh insgesamt 673 Ausbildungsplätze zur Verfügung. Gemeinsam mit den städtischen Unternehmen sind es derzeit 740 Ausbildungsplätze.
121 zusätzliche Ausbildungsplätze
Ab 1997 sollen zusätzlich 121 Ausbildungsplätze zur Verfügung gestellt werden.
10 Köche
10 Gärtner
30 KrankenpflegeschülerInnen
25 medizinisch-technische AnalytikerInnen
30 medizinisch-technische Fachkräfte
10 SBL
5 ESG
1 Zahntechniker
121 Ausbildungsplätze der Stadt
Überdies unterstützt die Stadt Linz ein Lehrlingsausbildungs-Projekt des AMS mit zwei Millionen Schilling, das in Oberösterreich für zirka 125 Jugendliche Ausbildungsplätze bereitstellt. Alleine 50 Plätze entfallen dafür auf Linzer Jugendliche.