Linz. Eine Stadt lebt auf.



Wir berichteten: Jg. 44/42, 5. März 1997
Lärmsanierung an Linzer Bahnstrecken
Vertragsunterzeichnung mit Bundesminister Dr. Caspar Einem
am 5. März 1997

Frühjahrsputz auf Linzer Straßen

Am Donnerstag Journaldienst
im Amt für Presse und Information

Aktuelle Pollenbelastung

Musik aus Lappland
Konzert des Monats im Posthof

Jugend-Handball-Turnier in Linz




Lärmsanierung an Linzer Bahnstrecken
Vertragsunterzeichnung mit Bundesminister Dr. Caspar Einem
am 5. März 1997


Mit Gesamtkosten von 5,7 Millionen Schilling wird für die Westbahn- und die Pyhrnbahnstrecke in Linz eine detaillierte Lärmschutzplanung erstellt. Die Hälfte der Kosten übernimmt das Bundesministerium für Wissenschaft, Verkehr und Kunst. Die Stadt Linz wird die zweite Hälfte der Ausgaben vorfinanzieren. Am Mittwoch, 5. März 1997, findet diesbezüglich die Vertragsunterzeichnung mit Bundesminister Dr. Caspar Einem/Bundesministerium für Wissenschaft, Verkehr und Kunst für die Republik Österreich und Bürgermeister Dr. Franz Dobusch, Generaldirektor-Stellvertreter Dipl.-Ing. Helmut Hainitz/Österreichische Bundesbahnen, Gemeinderat Reg.-Rat Alfred Aichinger und Gemeinderat Siegmund Hartmaier für die Stadt Linz statt.

“Insgesamt 12,7 Kilometer Bahnstrecke werden in Linz in den nächsten Monaten genau unter die Lupe genommen, um in der Folge gezielte Lärmsanierungsmaßnahmen zu realisieren. Für rund 12.000 betroffene Anrainer wird dadurch die Lebens- und Wohnqualität gesteigert”, so Umweltstadträtin Dr. Christiana Dolezal, die ebenfalls an der Vertragsunterzeichnung teilnahm. Ein bereits 1995 erarbeiteter Schienenverkehrslärmkataster dient als Grundlage. Dabei wurden systematisch die Lärmquellen entlang von Eisenbahnstrecken erfaßt und damit die Weichen für eine konkrete Lärmminderung gestellt. Der zweite Schritt zum erfolgreichen Lärmschutz ist nun die vereinbarte Detailplanung der geeigneten Sanierungsmaßnahmen. Neben den planmäßig verkehrenden Personen- und Güterzügen werden auch Verschublärm und schutzbedürftige Einzelobjekte berücksichtigt. Nach Vorliegen der Daten im Herbst heurigen Jahres wird eine Prioritätenreihung für die Umsetzung der Lärmschutzmaßnahmen vorgenommen. Aufgrund dieser Detailplanung soll entschieden werden, ob mit Lärmschutzwänden und -wällen oder beispielsweise Schallschutzfenstern oder Schallmaßnahmen bei den Zügen der bestmögliche Erfolg erzielt werden kann. Miteingebunden in die Bahnlärmsanierung sind heute noch unverbaute Gebiete wie das Areal der geplanten Solar City in Pichling. Damit ist auch für die künftigen BewohnerInnen ein hoher Standard an Lebensqualität gewährleistet.

Schallschutz am Bindermichl an der A 7

Der Linzer Gemeinderat hat sich einstimmig für Lärmschutzmaßnahmen entlang der A 7 Mühlkreisautobahn im Bereich der Stadtteile Bindermichl und Spallerhof entschieden. Um die rasche Umsetzung zu gewährleisten, wurde die Übernahme der Kosten für die generelle Planung der Maßnahmen in Höhe von 45 Millionen Schilling zu einem Drittel beschlossen.

Arbeiten am Lärmkataster schreiten rasch voran

Die Arbeiten am mit Gesamtkosten von rund sechs Millionen Schilling erstellten Lärmkataster gehen rasch voran. An mehreren Stellen im Stadtgebiet wurden Schallimmissionsmessungen für ein Computerrechenmodell durchgeführt. Die in der Traun-Au, an der Mühlkreisautobahn A 7, am Pfenningberg und im Tankhafen bereits erfolgten Messungen dienen als Grundlage. Im Computerrechenmodell wird der Großraum Linz simuliert. Die geologische Beschaffenheit des Linzer Beckens, die Bebauung, die Grünflächen sowie alle Straßenzüge sind darin berücksichtigt. Alle Lärmquellen im städtischen Großraum werden in dieses Computermodell eingegeben. Anhand dieser Zahlen und Daten läßt sich flächendeckend ein Immissionsraster für Linz und 17 Umlandgemeinden erstellen. Die Ergebnisse werden mit dem Flächenwidmungsplan verglichen. So wird es möglich, einen sogenannten Lärmkonfliktplan zu erstellen, der Abweichungen von den Richtwerten darstellt. Die so ermittelten Problemgebiete werden mit der Anzahl der durch die übermäßige Lärmentwicklung betroffenen Einwohner verglichen und in eine Prioritätenreihung für die Umsetzung von Lärmschutzmaßnahmen aufgenommen. So wird der Lärmkataster eine Entscheidungsgrundlage für die Raumordnung bilden und zeigen, wo gebaut werden kann, ohne daß von vornherein eine große Lärmbeeinträchtigung zu erwarten ist. Er dient aber auch für die Vorschreibung von Lärmschutzmaßnahmen. In Österreich ist Linz die erste Stadt, die eine derart umfassende Lärmerfassung durchführt. In Deutschland sind bereits alle Gemeinden zur Erstellung von Lärmschutzplänen verpflichtet.

Ina Jung 7070/1347

Frühjahrsputz auf Linzer Straßen

Rund 100 Mitarbeiter des städtischen Tiefbauamtes sind derzeit in vollem Einsatz, um das Streumaterial auf den Linzer Straßen zu beseitigen. Sollte kein weiterer Wintereinbruch mehr erfolgen, so ist in einigen Wochen mit der vollständigen Beseitigung des Streumaterials von Straßen, Gehsteigen, Radwegen, Stiegen, Unterführungen und Brücken zu rechnen. Der eingesammelte Splitt wird zur Sonderabfalldeponie nach Asten transportiert.

Seit einigen Tagen sind auch vier Straßenwaschfahrzeuge im Stadtgebiet unterwegs. Damit ist es möglich, auch die Reste des in diesem Winter ausgebrachten Streusplittes, der zu Staub und Feinkorn zerfallen ist, zu entfernen.

Trotz der lang anhaltenden tiefen Temperaturen im Dezember und Jänner sind bisher noch keine Frostschäden größeren Umfangs festgestellt worden. Mit ein Grund dafür ist der hochwertige Belag, mit dem ein Großteil der Linzer Straßen versehen ist.

Helmut Pohlert 7070/1375

Am Donnerstag Journaldienst
im Amt für Presse und Information


Das Amt für Presse und Information ist am Donnerstag, 6. März 1997, auf Fortbildungsseminar. Ein Journaldienst ist für diesen Tag eingerichtet.


Aktuelle Pollenbelastung

Die Pollenwarndienste im AKh Linz und in den Landeskrankenhäusern Gmundnerberg und Freistadt melden: Im Alpenvorland, südlichem Mühlviertel und Tälern der Randalpen starke Belastungen durch Erlen- und Haselpollen. Hinzu treten untergeordnet Pappeln, Weide, Ulme und Esche.

Der Tonband-Pollenwarndienst ist unter folgenden Telefonnummern erreichbar: AKh Linz 7806/3406, Landeskrankenhaus Gmundnerberg 0660/6013 (Ortstarif), Landeskrankenhaus Freistadt 0660/8024.


Musik aus Lappland
Konzert des Monats im Posthof


Als Qualitätssiegel hat sich das “Konzert des Monats” im Linzer Posthof bereits bewährt und ein treues Stammpublikum folgt allmonatlich dem Ruf. Am 6. März gastiert Mari Boine in Linz. Die 41jährige Interpretin wurde zu wichtigsten Botschafterin der Musikkultur der Lappen aus dem Norden Skandinaviens. In ihrer Musik verbindet sich die Musik der Samen (Lappen), in der die Trommel eine wesentliche Rolle spielt, mit vielen vertrauten Elementen.

Die Lappen waren ein äußerst friedvolles Volk, das nicht einmal ein Wort für “Krieg” kannte. Heute leben noch fast 80.000 Sami in Norwegen, Schweden, Finnland und Rußland. Nur noch die Hälfte beherrscht die eigene Sprache und höchstens ein Viertel kann sie noch schreiben.

Von der Geld-zurück-Garantie beim “Konzert des Monats” wird auch im Falle von Mari Boine, einer starken Persönlichkeit mit ebensolcher Ausstrahlung, niemand Gebrauch machen. Jeder Besucher, der innerhalb von 15 Minuten nach Beginn das Konzert verlassen möchte, erhält sein Eintrittsgeld zurück. Ein Angebot, das so gut wie nie angenommen wird. Dazu sind die “Konzerte des Monats” im Linzer Posthof zu sorgfältig und qualitätsbewußt gewählt.

Elisabeth Oberlik 7070/1361

Jugend-Handball-Turnier in Linz

Das kommende Wochenende, Samstag, 8. März, und Sonntag, 9. März, steht ganz im Zeichen des Jugend-Handballs. Die männlichen Jugend-Landesauswahlteams des Jahrgangs 1980/81 aus der Steiermark, Kärnten, Tirol, Niederösterreich, Wien, Vorarlberg, Salzburg und Oberösterreich treten in einem interessanten Turnier in der Sporthauptschule Kleinmünchen zum Wettkampf an.

Titelverteidiger aufgrund der Plazierung des Vorjahres ist das Bundesland Kärnten. Besonders interessant für die Zuseher werden die Spiele durch den phasenweisen Einsatz von “Pressing”. Diese taktische Methode soll den Nachwuchshandball zu internationalem Niveau führen. Am Sonntag, 9. März, werden das Spiel um Platz 3 um 12.40 Uhr und das Finale um 13.40 Uhr beginnen.

In Oberösterreich wird der Jugend-Handballnachwuchs großartig gefördert. Für das Spieljahr 1996/97 werden 20.000 Schilling zu gleichen Teilen an alle an der gesamten Meisterschaft 96/97 teilnehmenden Jugendmannschaften verteilt.

Robert Merschitzka 7070/1369