Linz. Eine Stadt lebt auf.



Wir berichteten: Jg. 44/7, 13. Jänner 1997
Bergschlößl-Revitalisierung schreitet zügig voran
Dachgleiche bei Remise erreicht

Tempo 30-Zone im Kaplanhofviertel vergrößert

Infektionsbericht des Gesundheitsamtes

Facharzt für Hals-, Nasen- und Ohrenkrankheiten für AKh gesucht

„Facettenpodium“ im Linzer Nordico
Zu Gast: Ines Oppitz und Dr. Peter Assmann




Bergschlößl-Revitalisierung schreitet zügig voran
Dachgleiche bei Remise erreicht


Mit Jahresbeginn ist die erste Etappe der Revitalisierungsarbeiten am Bergschlößl mit der Dachgleiche der Remise erreicht worden. Die Gleichenfeier wird gemeinsam mit der Dachgleiche des Haupthauses, voraussichtlich im Frühsommer, stattfinden. Als nächster Schritt beginnen bereits die Spengler mit der Aufbringung des Kupferdaches. Der ehemalige Pferdestall wird in das künftige Schulungszentrum der Linzer Managementakademie LIMAK eingebunden. Über einen transparenten Gang mit dem Haupthaus verbunden, soll er im Erdgeschoß Buffet und Speiseraum, im Obergeschoß Büros beherbergen.

Das barocke Haupthaus aus dem Jahr 1718 ist ebenfalls mit einem winterfesten Holzdach ausgestattet worden. Sobald die während der Revitalisierungsarbeiten freigelegten kunsthistorischen Schätze aus unterschiedlichen Stilen und Epochen fertig gesichert und befundet worden sind, wird mit der Entkernung des Baukörpers begonnen. Alle Zwischendecken und Innenwände werden ausgelöst, sodaß nur die gegen Einsturz abgesicherte Außenhaut und der nierenförmige Stiegenhauskern im Zentrum des Hauses bestehen bleiben.

Die ehemaligen Salons, das Herrenzimmer und die beiden achteckigen Säle zum Garten, “Sala Terrena” und “Oktagon”, werden in Seminar- und Vortragsräume umgewandelt. Durch den Ausbau des Dachgeschoßes soll ein 145 Quadratmeter großer Veranstaltungsraum geschaffen werden. Überdacht wird er von einer Leimbinderkonstruktion, die einem umgedrehten Schiffsrumpf ähnelt.

Die Fertigstellung der Arbeiten nach den Plänen von Architekt Peter Riepl und der Bauleitung des Hochbauamtes der Stadt Linz mit einem Kostenaufwand von 49 Millionen Schilling ist für Anfang 1998 geplant.

Elisabeth Stiftinger 7070/1360

Tempo 30-Zone im Kaplanhofviertel vergrößert

Die im Kaplanhofviertel bereits teilweise bestehende Tempo 30-Zone wird nun per Verordnung vergrößert. Die Zone wird dabei von folgenden Straßenzügen begrenzt: Lederergasse bis Holzstraße - Leibnizstraße bis Stelzerstraße - Stelzerstraße zwischen Leibnizstraße und Holzstraße - Holzstraße zwischen Lederergasse und Kaplanhofstraße - Kaplanhofstraße bis Reischekstraße - Reischekstraße einschließlich des östlich gelegenen Bereiches der Körnerstraße - Körnerstraße einschließlich Hyrtlstraße - Nebenfahrbahn der Gruberstraße zwischen Körnerstraße und Stelzerstraße - Stelzerstraße zwischen Gruberstraße und Nietzschestraße - Nietzschestraße zwischen Stelzerstraße und Lederergasse. Die angeführten Straßen gehören ebenfalls zur Zone.

Die entsprechende Verordnung wurde bereits erlassen, mit der Aufstellung der entsprechenden Verkehrszeichen wird, sobald es die Witterung erlaubt, begonnen.

Susanne Feichtlbauer 7070/1355

Infektionsbericht des Gesundheitsamtes

Wie aus dem Infektionsbericht des Gesundheitsamtes der Stadt Linz hervorgeht, wurden in der Zeit vom 1. bis 31. Dezember 1996 drei Erkrankungen an Scharlach, 14 Fälle von bakterieller Lebensmittelvergiftung, zwei Erkrankungen an Lungentuberkulose sowie eine Erkrankung an Gonorrhoe gemeldet.


Facharzt für Hals-, Nasen- und Ohrenkrankheiten für AKh gesucht

Unter der Rubrik Stellenausschreibungen werden in der soeben erschienenen jüngsten Ausgabe des Amtsblattes der Landeshauptstadt Linz Nr. 1/1997 ein(e) Facharzt/Fachärztin für Hals-, Nasen- und Ohrenkrankheiten sowie ein(e) Dipl. radiologisch-technische Assistent/in für das AKh und ein(e) Sozialarbeiter/in für die Abteilung Jugendgesundheitsdienst im Amt für Jugend und Familie gesucht. Bewerbungen für diese Arbeitsplätze sind unter Verwendung der beim Amt für Personal und Organisation des Magistrates Linz, Gruberstraße 6, aufliegenden Bewerbungsbögen bis spätestens 27. Jänner beim Magistrat einzubringen.

Zum weiteren Inhalt der Publikation zählen die Kundmachungen des Bauamtes, die Liste der Eheschließungen, Geburten und Sterbefälle, der Bauausweis vom 1. Jänner, Berichte aus dem kommunalen Bereich und die Wohnungstauschbörse.

Das Amtsblatt ist beim Portier des Neuen Rathauses, in der Bürgerservicestelle, Hauptplatz 5, und im Amt für Presse und Information, Pfarrgasse 9, zum Einzelpreis von 14 Schilling erhältlich.

Susanne Feichtlbauer 7070/1355

„Facettenpodium“ im Linzer Nordico
Zu Gast: Ines Oppitz und Dr. Peter Assmann


Im Rahmen des Linzer “Facettenpodiums” werden die Autoren Ines Oppitz und Dr. Peter Assmann am Mittwoch, 15. Jänner 1997, um 19.30 Uhr im Clubraum des Linzer Nordico aus ihren jüngsten Werken lesen. Musikalisch präsentiert das “Klavier-Trio” das Werk “Fünf Szenen” von Michael Wahlmüller.

Als Autor debütierte Dr. Peter Assmann, Leiter der Oberösterreichischen Landesgalerie, 1996 in den Facetten, dem Literarischen Jahrbuch der Stadt Linz. Ines Oppitz ist hingegen bereits eine etablierte Lyrikerin der oberösterreichischen Autorenschaft. Gegensätzliches läßt auch die Lyrik des Abends erwarten. Während Peter Assmann experimentell mit Sprachtrümmern und spröder Montage arbeitet, weiß Ines Oppitz den Bedeutungsraum und die Sinnlichkeit moderner Lyrik auszubreiten.

Ines Oppitz, 1946 in Wels geboren, war ursprünglich Pflichtschullehrerin in Linz. Nach einem Fernstudium der Literaturwissenschaft und Philosophie an der Universität Hagen absolviert sie nun seit Juni 1996 eine Ausbildung zur Literaturpädagogin in Wien. Sie ist außerdem freie Mitarbeiterin am Bildungshaus Schloß Puchberg. Ihr erster Lyrikband “Nachtfenster” erschien 1979, spätere Werke wie “Landsuche” und “Nach innen außen nach” Anfang der neunziger Jahre. Gemeinsam mit der IG oberösterreichischer Autoren hat sie die Anthologie “Meridiane” anläßlich der Frankfurter Buchmesse herausgegeben.

Dr. Peter Assmann, geboren 1963, arbeitete schon während dem Lehramtsstudium der Geschichte und Germanistik in Innsbruck an kleineren lyrischen Werken. Nach Abschluß des Doktorats in Kunstgeschichte hielt er sich zu Forschungszwecken längere Zeit in Italien und Frankreich auf und arbeitete als Kunsthistoriker. 1980 begann er erneut, sich als Lyriker zu versuchen. 1995 erschien sein erster Lyrikband “Überschreitungen” gemeinsam mit dem Tiroler Peter Bischof, 1996 das Werk “Brücke/Stücke”.

Christian Reiter 7070/1373