Linz. Eine Stadt lebt auf.



Wir berichteten: Jg. 44/88, 16. Mai 1997
Kindergarten Ing.-Stern-Straße in Rekordzeit fertiggestellt

Mobile Problemstoffsammlung von Mai bis Dezember

15prozentige Passagierfrequenzsteigerung der Linzer Lokalbahn

Tag der Familie im Linzer Tiergarten

Mieder, Strapse, Strümpfe
Die Rocky Horror Show am 28. Mai in Linz

Ars Electronica Quarter presents: Sabotage Records


Kindergarten Ing.-Stern-Straße in Rekordzeit fertiggestellt

In Rekordzeit von nur siebeneinhalb Monaten konnte nun vom städtischen Hochbauamt (Gesamtbauleitung) der Neubau des Kindergartens Ing.-Stern-Straße fertiggestellt werden. Die dreigruppige Tagesheimstätte in der Nähe der Sportanlage Franckviertel an der Ecke Ing.-Stern-Straße/Wimhölzelstraße wurde von der Stadt Linz zur Vermietung an die Kinderfreunde errichtet. Im neuen Kindergarten sind drei Gruppenräume mit den entsprechenden Nebenräumen, ein großer Ruhe- und Bewegungsraum sowie ein Eßbereich untergebracht. Weiters wartet auf die Kleinen eine interessante Spiellandschaft im Garten mit Rollerbahn, Sandkisten und Außenspielgeräten. Nur 18 Millionen Schilling waren für die Errichtung des neuen Kindergartens erforderlich, was eine Unterschreitung der genehmigten Kosten von 15 Prozent bedeutet. Der Bezug der neuen Tagesheimstätte findet noch im Mai statt, die offizielle Eröffnung ist für Dienstag, 10. Juni, angesetzt.

Der Kindergarten Ing.-Stern-Straße ist als Ersatz für zwei bestehende Kindergärten gedacht: einerseits für den Kinderfreunde-Kindergarten an der Wimhölzelstraße, der in unmittelbarer Nähe des Autobahnanschlusses Industriezeile liegt; andererseits für den städtischen Kindergarten Ebenhochstraße, dessen Gruppenräume nicht mehr den heutigen Anforderungen entsprochen haben.

Die drei Gruppenräume und der Bewegungsraum des neuen Kindergartens sind nach Westen, also nach der von der Autobahn abgekehrten Seite, ausgerichtet. Die Nebenräume haben eine “Pufferfunktion” gegen den Autobahnlärm. Dies waren auch die Vorgaben für den Architektenwettbewerb, aus dem das Projekt von Architekt Mag. Willibald Ableidinger als Sieger hervorgegangen war.

Dagmar Seel 7070/1366

Mobile Problemstoffsammlung von Mai bis Dezember

Ab sofort startet der Linzer Wirtschaftshof wieder seine mobile Problemstoffsammlung im Linzer Stadtgebiet. Jeden zweiten Mittwoch in der Zeit von 13 bis 16.30 Uhr stehen Mitarbeiter des Wirtschaftshofes für die Entgegennahme von Problemstoffen bereit. Farben, Lacke, Öle, Medikamente und ähnliches können hier abgegeben und dadurch fachgerecht entsorgt werden. An folgenden Plätzen bietet der Wirtschaftshof dieses Service an:

21. Mai: Posthofstraße 50 (Hafen), 4. Juni: Hauptplatz, 18. Juni: Vierthalerstraße 16 (Nähe Bulgariplatz), 2. Juli: Müller-Gutenbrunn-Straße 2 (Spallerhof), 16. Juli: Pfarre Guter Hirte, Am Steinbühel 31 (Neue Heimat), 30. Juli: Volkshaus Ebelsberg, Kremsmünsterer Straße 1 - 3, 13. August: Pfarre Pichling, Biberweg 30, 27. August: Ecke Teufelstraße/Stadlerstraße (Grünmarkt Bindermichl), 10. September: Volkshaus Auwiesen - Wüstenrotplatz 3, 24. September: Ennsfeldstraße 11 (Ebelsberg), 8. Oktober: Magerweg 30 (Auwiesen), 22. Oktober: EKZ Oed, Europastraße, 5. November: EKZ Niedernhart - Ecke Einsteinstraße/Hertzstraße, 19. November: Hugo-Wolf-Straße 34 (Froschberg), 3. Dezember: Liebigstraße 2 (Franckviertel), 17. Dezember: Teistlergutstraße 21 (Karlhof).

Nicht angenommen werden größere Elektrogeräte, wie Kühlschränke oder Waschmaschinen, Altstoffe/Verpackung, Sperrmüll, Bauschutt, Bioabfälle, Restabfall sowie gefährliche Abfälle aus Betrieben. Problemstoffe können außerdem in den Linzer Altstoffsammelzentren Wirtschaftshof Garnisonstraße 3 - 5, Mostnystraße 14, Urfahr, Wiener Straße 375, Kleinmünchen und Dallingerstraße 6, Neue Heimat, jeweils von Montag bis Freitag von 7 bis 18 Uhr abgegeben werden.

Silvia Kohlbacher 7070/1372

15prozentige Passagierfrequenzsteigerung der Linzer Lokalbahn
LILO beförderte 1,378.581 Fahrgäste


Um 15 Prozent angestiegen ist das Passagieraufkommen der im Mehrheitsbesitz der Stadt Linz befindlichen Linzer Lokalbahn. Die LILO wurde im vergangenen Jahr von 1,378.581 Passagieren benützt, was einem Plus von 175.133 Fahrgästen gegenüber 1995 entspricht.

Die Lokalbahnlinie Neumarkt-Waizenkirchen-Peuerbach (NWP), die eine betriebliche Einheit der LILO ist, wurde von 210.783 Personen benützt. Daraus ergibt sich ein Gesamtpassagieraufkommen von 1,589.364. Auch hierbei wurde ein 15prozentiges Passagierplus gegenüber 1995 registriert.

Bei der Güterbeförderung wurden von der Linzer Lokalbahn und der Lokalbahn Neumarkt-Waizenkirchen-Peuerbach (NWP) insgesamt 80.080,4 Tonnen transportiert, was die beeindruckende Steigerung von 38 Prozent beziehungsweise ein Tonnageplus von 22.245,7 Tonnen gegenüber dem Jahr 1995 bedeutet.

Seitens der Leitung der Linzer Lokalbahn wird die Steigerung des Passagieraufkommens auf das zunehmende Interesse für das beliebte Nahverkehrsmittel LILO im Zuge des oberösterreichischen Verkehrsverbunds, zurückgeführt. Die Zuwächse beim Güterverkehr beruhen, so LILO-Generaldirektor Univ.-Doz. OSR Mag. Dkfm. Dr. Fritz Klug, auf Zunahmen beim LILO eigenen Bahnexpreß-Service und steigenden Leistungen beim Zuckerrübentransport. Weiters wurde der seit einem Jahr eingeführte Fahrradverleih sehr gut angenommen.

Robert Hubmann 7070/1367

Tag der Familie im Linzer Tiergarten

Anläßlich des internationalen Tages der Familie am kommenden Sonntag, 18. Mai, gewährt der Linzer Tiergarten allen Kindern bis 15 Jahren freien Eintritt. Für Erwachsene beträgt der Eintrittspreis 25 Schilling.

Der Tiergarten auf der Windflach entwickelte sich in den vergangenen Jahren zu einem immer beliebteren Ausflugsziel speziell für Familien. Allein an den Wochenenden suchen rund 2.000 Interessierte die zoologische Einrichtung auf. Zum Anziehungspunkt, besonders für Kinder, avancieren natürlich die Jungtiere. Erst Anfang März dieses Jahres verzeichnete der Tiergarten besonders drolligen Nachwuchs: ein Alpaka-Weibchen mit dunkelbraunem gekräuseltem Fell. Die ursprüngliche Heimat dieser Lama-Art liegt im Hochland Südamerikas. Zu den Besuchermagneten gehören auch zwei junge Känguruhs. Da die Meteorologen auch für das Pfingstwochenende schönes Wetter vorhersagen, würde sich ein Besuch des Linzer Tiergartens sicher lohnen.

Susanne Feichtlbauer 7070/1355

Mieder, Strapse, Strümpfe
Die Rocky Horror Show am 28. Mai in Linz


Erstmals nach Linz holt das städtische Kulturamt das London Musical Theatre mit der legendären Rocky Horror Show. Die Kultstory um Transsexuelle und Transvestiten aus Transsilvanien, blonde Muskelmänner und strapstragende Mutanten ist seit Jänner auf Europatournee. Am 28. Mai ist die professionelle Show mit wuchtiger Live-Musik und einer ausgetüftelten Choreographie in der Linzer Stadt- und Sporthalle zu sehen.

Besucher aufgepaßt! Die Rocky Horrow Show läßt das flippende Publikum kiloweise Reis werfen, Toilettenpapier und Konfetti fliegen durch die Zuschauerränge und mancher Erwachsene greift wieder zur Wasserpistole.

Karten sind im Kulturamt der Stadt Linz, Tel. 70 70/29 48, in den Linzer Kartenbüros und in den Oberösterreichischen Sparkassen erhältlich.

Richard O’Brian schrieb die Rocky Horror Show im Jahre 1973. Über zwanzig Jahre danach fesseln die außerplanetarischen Transsexuellen mit den irdischen Gelüsten nach wie vor das Publikum. Die Geschichte handelt von den Verlobten Brad Majors und Janet Weiss, die durch eine Autopanne im Schloß Frankenstein Place landen. Merkwürdige Gestalten wie Magenta, Columbia und Frank, der Spitzentransi, begegnen ihnen dort. Frank baut sich gerade einen gutaussehenden, blonden Mann. Er nennt ihn Rocky. Der Spitzentransi lädt die verwirrten Gäste in sein Laboratorium ein, um Rockys Geburt beizuwohnen. Bis das Schloß zurück auf den Planeten der Transsexuellen in die Galaxis von Transsilvanien zurückversetzt wird, passiert noch einiges!

Edith Schwentner 7070/1363

Ars Electronica Quarter presents: Sabotage Records

Unter dem Titel “Ars Electronica Quarter presents” geht am 23. Mai im Rahmen einer gemeinsamen Veranstaltungsreihe vom Ars Electronica Center und der Stadtwerkstatt das zweite Konzert über die Bühne: Ab 21 Uhr erwartet das Publikum im Haus an der Kirchengasse nicht bloß ein Abend mit DJ’s, Live-Acts und Visuals, sondern mit Sabotagen. Unter dem Motto “Try A Little Sabotage” (The European Tour) sind Produktionen von Robert Jelineks neuem elektronischen Musik-Label Sabotage zu hören, das international Furore macht.

In den nächsten Monaten finden eine Reihe weiterer Konzerte und Events statt, die das Ars Electronica Quarter zusätzlich beleben und schon im Vorfeld des Festivals zu einem wichtigen Kunstschauplatz machen.

Sabine Hörschläger 7070/1354