Linz. Eine Stadt lebt auf.



Wir berichteten: Jg. 44/9, 15. Jänner 1997
SBL: 108 Millionen für Gasversorgung

Streupflicht für private Hausbesitzer

Tagesheimstätten: Jetzt anmelden!

Keine Gesundheitsgefährdung durch Industrieschnee

Drei neue Kunstwerke für Neue Galerie




SBL: 108 Millionen für Gasversorgung
78.000 Gasabnehmer bis Jahresende


Die Linzer Stadtbetriebe werden heuer den Ausbau des umweltfreundlichen Erdgasnetzes kräftig forcieren. Mit insgesamt 108 Millionen Schilling fließt einer der größten Anteile des SBL-Investitionsbudgets für das laufende Jahr in die Gasversorgung. Insgesamt werden im SBL-Versorgungsgebiet, das die Stadt Linz und 25 Umlandgemeinden umfaßt, 1.000 zusätzliche Einzelabnehmer an das Gasnetz angeschlossen. Die Zahl der Abnehmer wird damit bis Jahresende bei rund 78.000 liegen.

In den Direktausbau und vor allem für die Herstellung von Hausanschlüssen werden 58 Millionen Schilling investiert. Rund 50 Millionen Schilling kommen laufenden Instandhaltungs- und Sanierungsmaßnahmen und damit auch der Optimierung der Versorgungssicherheit zugute.

Von den Linzer Stadtbetrieben werden derzeit im Versorgungsgebiet insgesamt 77.000 Haushalte, weiters zahlreiche gewerbliche Abnehmer und die ESG-Fernheizwerke Mitte und Süd versorgt. Damit wird, da Erdgas auch den Grundstoff für die Fernwärmeproduktion darstellt, der Energiebedarf für mehr als 300.000 Einwohner im oberösterreichischen Zentralraum abgedeckt.

Die kontinuierlichen Ausbaumaßnahmen der SBL wirken sich auch auf den Gasverbrauch aus, wie ein Drei-Jahres-Vergleich zeigt. Die Gesamtabgabemenge hat sich von 300 Millionen Kubikmetern (1994) über 375 Millionen Kubikmeter (1995) auf den Rekordwert von 380 Millionen Kubikmetern im abgelaufenen Jahr erhöht.

Robert Hubmann 7070/1367

Streupflicht für private Hausbesitzer

Eine erhöhte Frequenz verzeichnet die Unfallambulanz des Allgemeinen Krankenhauses der Stadt Linz in diesen Tagen. Pro Tag werden rund 15 durch Glatteis gestürzte Personen im “Gipszimmer” behandelt. Grund dafür ist das Glatteis auf mangelhaft geräumten Gehsteigen von Privathäusern und privaten Liegenschaften.

Die Stadt Linz appelliert daher eindringlich an die Eigentümer von Privathäusern und privaten Liegenschaften, auf die Verpflichtung zur Gehsteigräumung laut §93 StVO zu achten. Demnach haben die Eigentümer die Pflicht, Gehsteige und Gehwege, die dem öffentlichen Verkehr dienen, entlang der ganzen Liegenschaft von 6 bis 22 Uhr von Schnee gesäubert sowie bei Schnee- und Eisglätte gestreut zu halten.

Die Haftung für Verletzungen, die durch mangelhafte Gehsteigräumung verursacht werden, geht auf Grundstücksbesitzer über, die dieser Pflicht ungenügend nachkommen. Schmerzensgeldforderungen in beträchtlicher Höhe können daraus entstehen.

Helmut Pohlert 7070/1375

Tagesheimstätten: Jetzt anmelden!

Ab sofort können Linzerinnen und Linzer ihre Sprößlinge für einen Platz in einer Tagesheimstätte für das Betriebsjahr 1997/98 vormerken lassen. Anmeldeschluß für städtische Kindergärten, Caritas-, Kinderfreunde- und private Kindergärten sowie städtische Krippen, Vorkindergärten und Horte ist der 31. März 1997. Die Anmeldungen für Kindergärten werden im Neuen Rathaus, Hauptstraße 1 - 5, im Amt Tagesheimstätten von Frau Gruber, 2. Stock, Zimmer 2127, entgegengenommen. Bei ihr ist auch die telefonische Anmeldung unter der Linzer Nummer 7070/2902 während der Magistratsdienstzeiten möglich. Für die städtischen Krippen nimmt Frau Hinterdorfer, 2. Stock, Zimmer 2110, jeweils am Montag und Donnerstag von 14 bis 16.30 Uhr die Vormerkung an.

Die Hortanmeldung erfolgt werktags von 11 bis 18 Uhr direkt in der jeweiligen Tagesheimstätte.

Dagmar Seel 7070/1366

Keine Gesundheitsgefährdung durch Industrieschnee
Aktuelle Schadstoffwerte von Smog-Vorwarnung weit entfernt


Bereits am Montag, 13. Jänner, beobachteten Mitarbeiter des Amtes für Umweltschutz “Industrieschnee”. Die sofort genommenen Proben wurden noch am selben Tag dem Amt der oberösterreichischen Landesregierung zur Untersuchung übergeben. Erste Ergebnisse werden in den nächsten Tagen vorliegen.

Aufgrund der derzeit herrschenden extremen Inversionswetterlage wurde auch am Dienstag, 14. Jänner, wieder “Industrieschnee” beobachtet. Die aktuelle Schadstoffbelastung in Linz ist jedoch sehr gering. So lag das Summenkriterium von Schwefeldioxid und Staub - einer der kritischsten Schadstoffwerte - am Dienstag, 14. Jänner, um 11 Uhr an allen Luftmeßstationen nur zwischen 10 und 30 Prozent des Vorwarnwertes nach Smogalarmgesetz. “Von einer Vorwarnung zum Smogalarm sind wir weit entfernt”, überzeugte sich der Linzer Umweltreferent, Stadtrat Dipl.-Ing. Erich Haider, von den Luftwerten. “Bereits 1989 wurde die Vorwarnstufe zum Smogalarm in Linz durch konsequente Sanierung nicht mehr erreicht”, so der Umweltstadtrat weiter.

Grund für das derzeit beobachtete Phänomen des “Industrieschnees” ist die Inversionswetterlage. Das bedeutet, daß es in höheren Lagen wärmer ist als in Niederungen. So wurden am Dienstag um 5 Uhr früh am Magdalenaberg in einer Höhe von 650 Metern minus neun Grad Celsius, auf der Giselawarte in einer Höhe von 950 Metern jedoch plus drei Grad Celsius gemessen. Das bedeutet auf 300 Höhenmeter einen Temperaturunterschied von zwölf Grad Celsius. Durch diesen Temperatursturz bildet sich derzeit in einer Höhe von ungefähr 400 Metern ein “Deckel” über dem Linzer Becken, der den Luftaustausch stark erschwert. Luftemissionen durch Verkehr, Hausbrand und Industrie können dadurch nicht abziehen. In Industrienähe vermehrt auftretender Wasserdampf gefriert bei tiefen Temperaturen zu “Industrieschnee” und reißt in der Luft vorhandene Schadstoffe mit.

Daniela Palk 7070/1352

Drei neue Kunstwerke für Neue Galerie

Anläßlich ihres 50jährigen Bestehens, das im heurigen Jahr begangen wird, beabsichtigt die Neue Galerie der Stadt Linz einige spezielle Kunstwerke, vorwiegend österreichischer Malerei und Skulpturen, zu erwerben. Mit Gesamtkosten in Höhe von 1,480.000 Schilling konnten kürzlich folgende drei Werke angekauft werden: Der “Redner in Rot und Blau”, eine der frühesten Farbplastiken von Prof. Roland Goeschl, die bereits 1964 bei der documenta III in Kassel zu sehen war (600.000 Schilling); das Gemälde “Die Flucht” von Prof. Adolf Frohner, das wiederholt auf prominenten Ausstellungen gezeigt wurde und auch in der maßgebenden Literatur sehr oft vorkommt (700.000 Schilling); die Skulptur “Doppelfigur” von Bruno Gironcoli, der innerhalb der europäischen Plastik eine führende Position einnimmt (180.000 Schilling).

Die für die Sammlung vorgesehenen Objekte sind von außerordentlicher Qualität und als Hauptwerke der genannten Künstler zu klassifizieren.

Sabine Hörschläger 7070/1354