(Informationsunterlage zur Pressekonferenz "Neues Konzept für Sozialarbeit für SeniorInnen" von Stadträtin Dr. Ingrid Holzhammer und Gesprächspart-nern aus dem Amt
für soziale Angelegenheiten)
Die Sozialarbeit der Stadt Linz hat sich in den letzten Jahren kontinuierlich vom reinen Fürsorgewesen zu einer modernen Dienstleistung für ihre älteren Mitbürgerinnen und
Mitbürger entwickelt.
Aus vielen Gesprächen mit Klienten, Angehörigen und anderen Betroffen wur-den Anregungen gesammelt. Die daraus entwickelten Anforderungen wurden in einem neuen,
fachlich anspruchsvollen Konzept zusammengefaßt. Es wird seit Jänner des Jahres von den Sozialarbeiterinnen der Stadt Linz in den fünf dezentralen Sozialstationen umgesetzt.
Das Angebot richtet sich an Frauen ab 60 Jahren und Männer ab 65 Jahren.
Umfassender Leistungskatalog
Eingerichtet wurden die Sozialstationen für die Dezentralisierung der mobilen Dienste und zur besseren Betreuung älterer Menschen in gewohnter Umgebung. Sie
sind mit bestens ausgebildeten Sozialarbeiterinnen besetzt und stehen als Anlauf-, Beratungs- und Informationsstellen zur Verfügung. Bis jetzt lag ihr Arbeitsschwerpunkt in der
Koordination und Vermittlung sozialer Dienste. Das neue Konzept schließt nun den Umgang mit den unter-schiedlichsten Problemsituationen als weiteres wichtiges
Aufgabengebiet mit ein. Dazu zählen: der unterschiedliche Pflegebedarf, der vielfältige Bedarf an mobiler Hilfe und Betreuung, Altersdemenz, die Betreuung durch Angehörige,
psychische Erkrankungen, Verwahrlosung und Delogierung, Schulden, Sucht, partnerschaftliche Probleme, Gewalt unter Angehörigen und vieles mehr. Gerade in diesen Bereichen
werden hohe Anforderungen an die Sozialarbeiterinnen gestellt. Sie können nur durch eine spezielle Aus- und Weiterbildung bewältigt werden.
Das Angebot
Die Sozialstationen bieten ein umfangreiches Service, das die Organisation von Sachhilfen und Dienstleistungen, die Hilfe in Notfällen, die Beratung in allen
finanziellen Belangen und psychosoziale Betreuung beinhaltet. (Detaillierte Aufstellung im Anhang)
Die Sozialarbeiterinnen stehen zu folgenden fixen Sprechzeiten entweder te-lefonisch oder persönlich für Informationen zur Verfügung:
Sozialstation Nord, Neues Rathaus, Hauptstraße 1 - 5, Telefon: 7070/2767 oder 2770 - jeden Dienstag 8 bis 12 Uhr und Donnerstag 14 bis 17 Uhr.
Sozialstation Ost, Ing.-Stern-Straße 15 - 17 (Seniorenzentrum), Telefon: 6954/5281 oder 5282 - jeden Dienstag 8 bis 12 Uhr und Donnerstag 14 bis 17 Uhr.
Sozialstation Zentrum, Hafnerstraße 28, Telefon: 796075 - jeden Dienstag 8 bis 12 Uhr und Donnerstag 14 bis 17 Uhr.
Sozialstation West, Neues Rathaus, Hauptstraße 1 - 5, Telefon: 7070/2754 oder 2757 - jeden Mittwoch 8 bis 12 Uhr und Donnerstag 8 bis 12 Uhr.
Sozialstation Süd, Dauphinestraße 94 (Seniorenzentrum), Telefon: 3193/8481 oder 8482 - jeden Dienstag 8 bis 12 Uhr und Donnerstag 14 bis 17 Uhr.
Nach Terminvereinbarung können Besuche in den Sozialstationen jederzeit stattfinden. Bei Hausbesuchen können Probleme vor Ort festgestellt, besprochen und
bearbeitet werden.
Anhang
Organisation von Sachhilfen und Dienstleistungen: - Koordination der Entlassungstermine von Krankenhäusern mit anderen Betreuungsmöglichkeiten
- Pflege und Betreuung zu Hause, unter anderem durch mobile Dienste oder Angehörige
- Vernetzung von Hilfsmöglichkeiten
- Besuche in Tageszentren
- Information über Privathilfen beziehungsweise Organisation von Nachbarschaftshilfen
Organisation von - Wäschepflege
- Heimanträgen
- Kurzzeitpflege
- Heilbehelfen
- Entrümpelungen und Räumungen
- Renovierungen
- Einrichtungsgegenständen
- Fußpflege
- Ernährungsberatung
- Betreuung bei drohender Verwahrlosung
- Kontakte mit dem Wohnungsmarkt
- Anregungen für seniorengerechtes Wohnen
- Information für Angehörige
- Entlastung von betreuenden Angehörigen
- Beibehaltung des erreichten Standards
- Rechtsberatung
- Ausstellen von Seniorenausweisen
Hilfe in Notfällen: - Einschaltung von Polizeiärzten im Zusammenhang mit dem Unter-bringungsgesetz
- Durchführung aller erforderlichen Maßnahmen bei Wohnungsöffnungen
- Bearbeitung von Polizeiberichten
- Anregung von Sachwalterschaften
Hilfe in finanziellen Belangen: - Stellen von Pflegegeldanträgen und eventuelle Erhöhungen sowie Koordination von Untersuchungsterminen
- Organisation von Beihilfen
- Veranlassung von Gebührenbefreiungen
- Stellen von Sozialhilfeanträgen
- Eröffnen von Konten und Sicherung der finanziellen Gebarung
- Abklärung mit Pensionsversicherungsanstalten
- Schuldenregelungen beziehungsweise Weitervermittlung an Schuldner-beratung
Psychosoziale Betreuung: - Vertrauen aufbauen
- Zuwendung in Gesprächen und Ermutigung
- Verständnis und Mitgefühl zum Ausdruck bringen
- Beratung bei Partnerschaftsproblemen
- Gewalt unter Angehörigen bearbeiten
Die Vorbereitung des Gartens auf die kommende Saison erfordert gerade jetzt im Frühling sehr viel Sachkenntnis. Wer sich als Hobbygärtner mit den neuesten
Erkenntnissen vertraut machen möchte, der hat dazu am Donnerstag, 2. April, ab 14 Uhr die Möglichkeit. Auf dem Stunden-plan der "Gartenschule" im Botanischen Garten
steht diesmal der fachgerechte Schnitt der Gartenrosen. Dieser ist für ein kräftiges Wachstum sowie für eine üppige Blütenpracht der Pflanzen unerläßlich.
Eine Voranmeldung ist nicht erforderlich. Es gilt lediglich der normale Eintrittstarif von zehn Schilling für den Stadtgarten.
18 Ausschreibungen enthält die soeben erschienene jüngste Ausgabe des Amtsblattes der Landeshauptstadt Linz Nr. 6/98. Ausgeschrieben sind unter anderen das
Klassengestühl für Volks- und Sonderschulen, die Lieferung von Milch und Milchprodukten für das AKh Linz, die Überwachung der gebührenpflichtigen Kurzparkzonen
in Linz und Inkasso-tätigkeit bei den Parkscheinautomaten sowie Kanalinstandsetzungsarbeiten für 1998/99 der SBL. In offenen Verfahren sind diverse Arbeiten für den
Neubau des Wirtschaftshofes der Stadt Linz, Baumeisterarbeiten für die vierte Bau-etappe des AKh und Arbeiten für die Sport- und Freizeitanlage Ebelsberg ausgeschrieben.
Ferner enthält das Amtsblatt einen offenen Ideenwettbewerb für den beabsichtigten Neubau eines Museums für Malerei und Grafik des 19., 20. und 21. Jahrhunderts -
das Donaumuseum Linz - Neue Galerie. Unter der Rubrik Stellenausschreibung bei der Stadt Linz wird ein/e SachbearbeiterIn für die Touristinformation der
Fremdenverkehrszentrale gesucht.
Das Amtsblatt ist beim Portier des Neuen Rathauses, in der Bürger-servicestelle, Hauptplatz 1, und im Amt für Presse und Information, Haupt-platz 1, 4. Stock, zum
Einzelpreis von 15 Schilling erhältlich.
Eine Video-Großbildprojektion und Leuchtobjekte von Irene Andessner sind von 3. April bis 10. Mai in der Neuen Galerie der Stadt Linz zu sehen. Die österreichische
Künstlerin, die vor allem in Köln lebt, beschäftigt sich seit zehn Jahren mit dem Thema Selbstportrait. Seit 1992 bezieht die Malerin Fotografie und Videotechnik in ihre
Arbeitsweise ein. Gleichzeitig werden ihre Bilder doppelgesichtig. Es entstehen Selbstportraits nach Selbstportraits bedeutender Vorgängerinnen wie Sofonisba Anguissola,
Angelica Kauffmann, Gwen John, Frida Kahlo und von der Künstlerin selbst. Beispiele aus ihrer aktuellen Werkgruppe "Vorbilder" werden nun in der Einzelausstellung
präsentiert. Dazu ist ein Katalog mit beigelegter CD-Rom um 100 Schilling, für Jahreskartenbesitzer um 80 Schilling erhältlich.
Die Eröffnung findet am Donnerstag, 2. April, um 19 Uhr in Anwesenheit von Irene Andessner statt.