(Informationsunterlage zur Pressekonferenz von Kulturstadtrat Dr. Reinhard Dyk und Mag. Christian Denkmaier über das bevorstehende Linzfest '98 am Donnerstag, 14. Mai 1998)
Es ist schon zur Tradition geworden - das Linzfest, das heuer bereits in seine neunte Runde geht. Stars der heimischen und internationalen Szene geben am 23. und 24. Mai auf insgesamt sieben Bühnen ihr Bestes. Musik, Kleinkunst, Theater und Literatur - insgesamt 50 Programmpunkte sind vom Kulturamt unter der Leitung von Mag. Christian Denkmaier zusammengestellt worden. Höhepunkt für die Kleinen: das abenteuerlustigste Kinderfest mit vielen neuen Überraschungen am SV Urfahr Platz.
Highlights für jedes Alter
Beim Linzfest ist wieder für jeden etwas dabei: Die etwas "Älteren" im Publikum werden sich sicher noch an die schwarzen Musiker in weißen Showuniformen erinnern, die ordentlich choreographiert über die Bühne tänzelten. "The Temptations", wohlgelaunte Sänger, die die Stimmung so lange anheizten, bis die Menschen im Saal wippten, tanzten, pfiffen und jodelten. Heute sind die fünf Herren aus Detroit zwar älter, aber Musik und Spirit des unvergleichlichen Temptations-Sound leben wie eh und je. Ihre Show, in der sie nicht nur ihre Welthits wie "My Girl", "Papa was a Rolling Stone" oder "Get ready" zum Besten geben, wird zum unvergeßlichen Erlebnis für die Linzfest-BesucherInnen. Üppige, teilweise romantische Harmonien werden mit dem rauhen Schliff überzogen, der den berühmten "Temptations-Sound" ausmacht - und über diesen Arrangements steht der fast sakrale Tenor von Dennis Edwards.
Für Rockfreunde
Eher rockig wirds am Sonntag beim Auftritt der britischen Band "Chumbawamba". Während der Thatcher-Ära der achtziger Jahre gegründet verbreiteten die Musiker unter dem Einfluß des Do-It-Yourself-Punk-Ethos und den Adrenalinstößen anarchistischer Ideen eine seltene Mixtur aus Politik, Popkultur und jede Menge Lärm. Bei ihrem zweiten Album "Never Mind The Ballots!" galten sie bereits als Vertreter von lautem, wenngleich bisweilen melodiösem Punk-Rock. Ein Jahr später veröffentlichten "Chumbawamba" ein Acapella-Folk-Album. "English Rebel Songs" verdeutlichte ihren Unwillen immer nur einer Linie treu zu bleiben. Mit dem Album "Slap!" feierten sie Siege. Ihr letztes Album "Tubthumper" ist im September vergangenen Jahres erschienen.
Weitere Stars
Nicht nur im Musikbereich konnten internationale Stars an Land gezogen werden. Mit Comedy-Star Leo Bassi zieht erstmals ein Italiener ins Kleinkunstzelt ein. Mit hintergründigen Späßen führt er das Publikum gern aufs Glatteis. In seiner neuesten Show "Brains" schlägt er einen kühnen Bogen von der antiken Philosophie bis zu visionären Scheinwelten unserer Zeit. Auch die jüngsten Aufsteiger Schöller & Bacher oder Andrea Händler haben sich in der Kabarettszene bereits einen Namen gemacht.
Viel Neues beim Kinderfest
Beim Kinderfest der Kinderfreunde werden die kleinen Linzfest-BesucherInnen diesmal noch mehr auf ihre Rechnung kommen. Zahlreiche Neuerungen, wie der Kletterturm der Naturfreunde, eine einzigartige Riesenrutsche oder das "Fantasie Land" laden zum Austoben und Mitmachen ein. Rund 80 MitarbeiterInnen stehen bei den zahlreichen Aktivitäten zur Seite. Was die Kinder dort vorfinden werden, sorgt für jede Menge Spaß und Unterhaltung:
Bewegung und Animation
Jonglage, Geschicklichtkeit, Gruppenspiele
Verschnauf- und Mitmachinsel
Klein aber Oho (Kleinstkinderzelt)
Fantasie Land
Über das Linzfest, seine Stars und das Kinderfest informiert der soeben erschienene Folder, der in den nächsten Tagen an alle Linzer Haushalte gehen wird.
Im Rahmen der Medienkampagne für den Einkauf in Linz steht im Wonnemonat Mai der "Linzer Marktfrühling" auf dem Programm. Am Samstag, 16. Mai, ist auf acht Linzer Grünmärkten ein Fest der Genüsse angesagt.
Ist das Einkaufen auf den Linzer Märkten schon an ganz normalen Wochenenden ein Vergnügen, so wird dieses am Samstag von 9 bis 13 Uhr noch wesentlich gesteigert.
Marktreferent Komm.-Rat Karl Blöchl sieht in dieser Aktion einen weiteren Beitrag zur Attraktivierung der City. Erstmals zeichne sich eine positive Entwicklung zugunsten des Einkaufs in der Innenstadt ab.
Der Werbecocktail, den der Wirtschaftsreferent gemeinsam mit dem Wirtschaftsservice der Stadt Linz, das nunmehr auch für die Märkte verantwortlich zeichnet, der Wirtschaftskammer und der Werbeagentur Medias gemixt hat, wird als besonderes Schmankerl am Samstag auf den Märkten kredenzt.
Über das in gewohnter Qualität und Reichhaltigkeit vorhandene Warenangebot "frisch auf den Tisch" gibt es als Anreiz jede Menge Unterhaltung, Marktfrühlings-Sonderangebote und Gewinnspiel-Preise. So werden fünf City-Bikes mit Warenkorb verlost.
Auf dem Hauptplatz präsentiert ein Bauernmarkt Samstag vormittag neue Biospezialitäten, ein Unterhaltungsprogramm und Tips und Tricks beim Blumenbinden.
Der Südbahnhof lockt zusätzlich mit Straußenfleisch- und Spargelverkostung, Straßenkünstlern und Spielmöglichkeiten für Kinder. Musik darf nicht fehlen.
Beim Einkaufszentrum Oed und beim Volkshaus Dornach macht ein Aktionsbus mit buntem Programm schon um 8 Uhr Station, beim Markt Lohnstorferplatz und am Vogelfängerplatz Neue Heimat beginnt das Linzer-Marktfrühling-Spektakel um 9 Uhr. Am Bindermichl startet das Aktionsbus-Unterhaltungsprogramm um 10 Uhr, ebenso in Urfahr an der Rudolfstraße.
Wegen der Aufbringung des lärmdämmenden Asphaltbelages ist die Untere Donaulände zwischen Honauerstraße und Rechte Brückenstraße für 24 Stunden von Freitag, 15. Mai, ab 20 Uhr, bis Samstag, 16. Mai, 20 Uhr, für den Verkehr gesperrt. Umleitungen erfolgen über die Kreuzungen Kaisergasse/Fabrikstraße, Honauerstraße/Lederergasse, Holzstraße/Lederergasse, Gruberstraße/Lederergasse und Hafenstraße/Holzstraße. Etwa 10.000 Quadratmeter lärmdämmender Belag werden dabei in den Nachtstunden von drei Straßenbaupartien aufgebracht. Derartige Großeinsätze gibt es ansonsten nur bei Bauprojekten wie Flughäfen.
Die Asphaltierungsarbeiten finden allerdings nur bei trockener Witterung statt. Die Aufbringung der Bodenmarkierungen werden bis spätestens Mitte Juni durchgeführt. Damit werden die Straßenbauarbeiten der dritten und letzten Ausbauetappe der Unteren Donaulände ihren Abschluß finden.
Der Linzer Beirat für Stadtgestaltung hat die Wohnanlage der Gemeinnützigen Wohnungsgesellschaft der Stadt Linz (GWG) an der Dauphinestraße unter der Auflage genehmigt, daß für einige Kritikpunkte sinnvolle Lösungen gefunden werden.
Die vom Architekturbüro Lueginger geplante Wohnanlage sieht fünf hintereinander angeordnete Häuser vor, die über Laubengänge zu erreichen sind. Für die Wohnanlage sind 35 Wohnungen mit Größen zwischen 48 und 79 Quadratmeter geplant. Die südorientierten Baukörper haben der speziellen Grundstücksform entsprechend verschiedene Längen.
Ein Baukörper ist gegenüber den anderen deutlich zurückgesetzt. Die nördlichen drei Gebäude sind mit zwei Geschoßen, die weiteren zwei Häuser mit drei Geschoßen vorgesehen. Entlang der Dauphinestraße ist ein dreigeschoßiges Geschäftshaus als Kopf der Anlage konzipiert, das für die Wohnanlage auch einen wirksamen Schallschutz darstellt. Die Zugänge zu den Gebäuden und zur Tiefgarage führen durch dieses Geschäftshaus. Von der Tiefgarage aus sind alle Wohnblocks erreichbar.
Als Verbesserungsvorschlag regt der Beirat an, die Gliederung der Wohnhäuser am Grundstück neu aufzuteilen. Der erste südlich gelegene Wohnblock kann verlängert und auf zwei Geschoße beschränkt werden und bildet so mit den restlichen vier Wohnzeilen eine gemeinsam abgestufte Reihe. Der Baukörper an der Straßenseite kann dreigeschoßig verbleiben. Anstelle des nördlichen unterirdischen Kollektorganges sollte der Zugang von den Wohnhäusern zur Tiefgarage oberirdisch in Form eines von außen allgemein zugänglichen Stiegenhauses konzipiert werden.
Voraussichtlich in dem Sommermonaten Juni/Juli wird der Straßenzug Am Hartmayrgut in Urfahr aufgrund des schlechten Bauzustandes saniert. Die Baukosten für das etwa 180 Meter lange Straßenstück zwischen Reindlstraße und Freistädter Straße betragen 1,55 Millionen Schilling. Ein entsprechender Antrag liegt dem Gemeinderat in seiner Sitzung am Donnerstag, 14. Mai, zur Beschlußfassung vor.
Im Zuge der Sanierungsmaßnahmen wird der Fahrbahnquerschnitt durch Einengung der bestehenden Gehsteige auf sieben beziehungsweise neun Meter verbreitert. Der südliche Fahrbahnbereich bleibt lagemäßig unverändert und wird lediglich erneuert. Mit der Durchführung dieser Bauarbeiten ist die Erhaltung beziehungsweise Neuschaffung dringend benötigter Parkplätze in diesem Gebiet gewährleistet.
Platz für Spiel und Spaß soll ein neuer Fun-Court in Ebelsberg bieten. So ist auf dem Hofareal der Schloßwegschule die Errichtung einer Kleinsportanlage für Jugendliche vorgesehen. Dafür sind rund 1,1 Millionen Schilling erforderlich, die vom Gemeinderat in der Sitzung am 14. Mai 1998 beschlossen werden sollen.
Auf dem neuen Fun-Court können zahlreiche Sportarten, wie Basket-, Hand- und Volleyball, Hockey und Fußball sowie Badminton, Tennis und Klettern, ausgeübt werden. Nach dem entsprechenden Gemeinderatsbeschluß wird umgehend mit der Errichtung der Anlage in der Schloßwegschule begonnen. Sie soll noch im Frühjahr fertiggestellt werden. Es ist dies dann der zehnte Fun-Court im Linzer Stadtgebiet. Die übrigen neun sind an der Hölderlinstraße (ASKÖ-Sportanlage), an der Schiffmannstraße, in Schiltenberg-Ennsfeld, am Afritschweg in Ebelsberg, an der Karl-Steiger-Straße (Tenniszentrum), beim Sportplatz Diesterwegschule, an der Einfaltstraße am Spallerhof, im Oed-Park und bei der Rennerschule am Flötzerweg zu finden. Heuer soll noch ein weiterer, neuer Fun-Court entstehen. Dafür wird gerade ein günstiger Standort gesucht.
Insgesamt 13,7 Millionen Schilling hat das städtische Tiefbauamt für Straßensanierungsarbeiten, die im Laufe dieses Jahres anfallen, präliminiert. 6,8 Millionen Schilling kommen dabei aus dem Budgettopf der vier Straßenerhaltungsbezirke Ost, Süd, West und Nord. Hierbei sind für 1998 15 Projekte vorgesehen. Zu den kostenintensivsten Sanierungsabschnitten zählen unter anderen die Industriezeile von Pummererstraße bis zu den Gleisanlagen, die gesamte Länge der Sophiengutstraße, die Denkstraße von Dürerstraße bis Schickmayrstraße, die Magdalenastraße von Haus Nummer 5 bis Oberbairinger Straße und die Grabnerstraße von Haus Nummer 1 bis 35.
6,9 Millionen Schilling liegen für die Instandsetzung von weiteren Fahrbahnen, Gehsteigen, Radwegen und diversen Pflasterungen im Stadtgebiet, wie zum Beispiel in der Oberbairinger Straße, Losensteinerstraße, Leondinger Straße, Neubauzeile, Glimpfingerstraße, Bürgerstraße, Volksfeststraße, Derfflingerstraße und Kaplanhofstraße bereit.
Die entsprechenden Anträge für die Sanierungsarbeiten in den Straßenerhaltungsbezirken und die Instandsetzungen im Stadtgebiet liegen dem Gemeinderat in seiner Sitzung am 14. Mai zur Beschlußfassung vor.