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| Wir berichteten: | 29. Juni 1998
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| Jg. 45/120, 30. Juni 1998 | 1. Juli 1998
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(Informationsunterlage zur Pressekonferenz von Stadträtin Dr. Ingrid Holzhammer und Stadtrat
Dr. Reinhard Dyk zum Thema Aktion "Sauberes Linz" am Dienstag, 30. Juni 1998)
In Kürze startet in Linz eine Aktion, die ein Hundeverbot auf öffentlichen
Spielplätzen zum Inhalt hat, denn Hundekot bedeutet ein hohes gesundheitliches Risiko für
kleine Kinder. Eine Problematik, mit der sich die Verantwortlichen schon seit Jahren
auseinandersetzen. Eine Initiative soll nun helfen, dieses Anliegen von vielen Linzer
Familien besser in den Griff zu bekommen. Mit einem persönlichen Brief an alle
HundebesitzerInnen, mit einer Flugblattaktion und einer verstärkten polizeilichen Überwachung
sollen Maßnahmen zur Verbesserung der derzeitigen Situation gesetzt werden.
Die Fakten
In Linz gibt es derzeit mehr als 4400 Hunde. Sie hinterlassen pro Jahr etwa 500
Tonnen Kot. Auf Spielplätzen und öffentlichen Grünflächen, die hauptsächlich von spielenden
Kindern genutzt werden, gefährden die Fäkalien die Gesundheit der kleinen Stadtbewohner.
Aus diesem Grund werden die Spielplätze von den Gartenamtsmitarbeitern der Stadt laufend
gereinigt und einmal im Jahr wird der Spielsand ausgetauscht. Das ist mit großem finanziellen
Aufwand verbunden, denn die jährliche Erneuerung kostet 500.000 Schilling.
Die Maßnahmen
In einem persönlichen Brief an alle Linzer HundebesitzerInnen wird um Verständnis
für das Verbot für Hunde auf öffentlichen Spielplätzen geworben. Die Aktion gelingt nur mit
Unterstützung der Hundehalter.
Ein Flugblatt, das von Mitarbeitern des Gartenamtes und des Amtes für Jugend und
Familie verteilt wird, appelliert ebenfalls an die HundebesitzerInnen, die Sauberkeit am
Spielplatz zu erhalten. Hervorgehoben wird in diesem Flugblatt das konfliktfreie Miteinander
und die Bitte um Verständnis für die Situation.
Mit Polizeikontrollen sollen jene Spielplätze, wo gehäuft Beschwerden auftreten,
überwacht werden. Es sind dies unter anderem die Spielplätze Am Damm, Donaupark,
Starhembergstraße, Harbachpark, Ing.-Stern-Straße, Bauernberg, Volksgarten,
Andreas-Hofer-Platz, Hummelhofwald, Dauphinepark usw. Die Ordnungshüter werden mit Anzeigen
und Ermahnungen vorgehen, um für mehr Sauberkeit auf den Spielplätzen zu sorgen.
Daß es sich um kein Kavaliersdelikt handelt, zeigen auch die rechtlichen Grundlagen:
- § 5 Abs. und 1 und 10 des OÖ. Polizeistrafgesetzes, wonach mit bis zu 20.000
Schilling bestraft werden kann.
- § 92 Abs. 2 Straßenverkehrsordnung, nach der Hundebesitzer entweder selbst den
Gehsteig reinigen oder die Reinigung bezahlen müssen.
- Die Verordnung des Gemeinderates von 1987, wonach für die Mitnahme eines Hundes auf
Kinderspielplätze etc. ebenfalls bis zu 20.000 Schilling Strafe bezahlt werden muß.
Friedliches Nebeneinander
Ziel der ganzen Aktion ist es, das gesundheitliche Risiko für kleine Kinder zu
minimieren. Die Initiatoren Stadträtin Dr. Ingrid Holzhammer und Stadtrat Dr. Reinhard
Dyk bemühen sich um das Verständnis der Hundebesitzer, denn beide sind für ein friedliches
Nebeneinander in Linz als kinder- und hundefreundliche Stadt.