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| Wir berichteten: | 8. Juli 1998
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| Jg. 45/127, 9. Juli 1998 | 10. Juli 1998
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GWG-Sparprogramm bringt Mietern Millionen
"Fröhlerweg" in Urfahr feierlich übergeben
Hundehaltung in der Großstadt
Geänderte Bücherei-Öffnungszeiten während des Sommers
Gitarre mal drei
Diskussion im Internet eröffnet
Ratzenbeck, Theessink, Langer bei Klangplatz Hauptplatz
Informationsunterlage zur Pressekonferenz von Bürgermeister Dr. Franz Dobusch, Vizebürgermeister Komm.-Rat Karl Blöchl sowie des GWG-Aufsichtsratsvorsitzenden Gemeinderat Mag. Johann Mayr am 9. Juli 1998, 10 Uhr, im Pressezentrum, Altes Rathaus, zum Thema "Kostensenkende Maßnahmen der GWG"
Die Gemeinnützige Wohnungsgesellschaft der Stadt Linz (GWG) wird die Mieten für von ihr verwaltete und neu zu vergebende städtische Wohnungen um fünf Schilling pro Quadratmeter und Monat senken. Aber auch für Mieter von GWG-eigenen Wohnungen wird es billiger: Die Mieten für die Garagen werden um rund 650 Schilling pro Jahr günstiger. Mit weiteren Maßnahmen sollen GWG-Mieter in den nächsten fünf Jahren um insgesamt fast 60 Millionen Schilling entlastet werden. Die GWG will damit ein Zeichen mit Beispielswirkung setzen.
Fünf Schilling pro Quadratmeter und Monat billiger
Insgesamt 557 Mieter von Wohnungen, die von der GWG für die Stadt Linz verwaltet und neu vergeben werden, kommen ab Anfang September 1998 in den Genuß der Mietensenkung. Sie wird zwischen 170 Schilling (Kategorie C) und 350 Schilling pro Monat bei Wohnungen der Kategorie A betragen. Im Jahr heißt das, daß sich ein Mieter zwischen 2040 und 4200 Schilling erspart. Für Neumieter gelten die verbilligten Quadratmeterpreise ab sofort. Die Senkung der Richtwertmieten in diesem Bereich wird den Mietern in den nächsten fünf Jahren insgesamt fünf Millionen Schilling ersparen.
Garagen für 3300 Mieter billiger
Mehr als zwei Millionen Schilling Ersparnis für die Mieter kalkuliert die GWG im Jahr mit der Senkung der Garagenmieten für alle GWG-Wohnungen ein. Von dieser Maßnahme profitieren rund 3300 Mieter, die jeweils um rund 650 Schilling pro Jahr entlastet werden, weil die Verwaltungskosten um 55 Schilling pro Monat reduziert werden.
Sonstige Kostensenkungen
Um die Wohnkosten zu senken, hat die GWG seit einiger Zeit intensive Bemühungen gestartet. So kam es zu Verhandlungen mit Banken, bei denen eine Senkung der Zinsen erreicht werden konnte, die jährlich immerhin 1,2 Millionen Schilling bringt. Von den Versicherungen konnten einmalige Gutschriften von insgesamt 2,1 Millionen Schilling erreicht werden. Neu ausverhandelte Tarife und eine Reduzierung der Anschlußwerte bei den Fernwärmen bringen den GWG-Mietern rund 900.000 Schilling pro Jahr.
Weitere Einsparpotentiale wurden vom GWG-Management durch die breit gestreute Ausschreibung verschiedener - auch kleiner - Dienstleistungen realisiert. Vor allem bei Liftwartung, Hausreinigung, Schneeräumung und Betreuung der Außenanlagen werden dadurch die derzeitigen Marktverhältnisse zum Vorteil der Mieter ausgenützt.
Durch Reorganisation und Rationalisierung beim eigenen Personal konnten ebenfalls nennenswerte Einsparungen erreicht werden. So gelang es im Bereich der eigenen Gärtner ohne Qualitätseinbußen, die Einsatzzeiten von Saisonaushilfskräften zu reduzieren. Die Produktivität konnte spürbar gesteigert werden: Obwohl der natürliche Personalabgang nicht ersetzt wurde und man auf Fremdvergaben verzichtet, konnte der Betreuungsbereich der eigenen Gärtner sogar ausgeweitet werden.
Bei den Hausbesorgern kam es zu einer Zusammenlegung von Rayonen. Insbesondere bei Neubauten wird - kostensparend durch die derzeitigen Konkurrenzverhältnisse auf diesem Markt - vermehrt auf Fremdfirmen zurückgegriffen. Nicht zuletzt wird die GWG die Verwaltungskosten beträchtlich senken: Geplant sind nicht weniger als acht Millionen Schilling innerhalb der nächsten fünf Jahren.
Wohnkosten-Controlling
Die Summe all dieser Maßnahmen soll die Wohnkosten für GWG-Mieter in den nächsten fünf Jahren um insgesamt knapp 60 Millionen Schilling senken. GWG und Stadt Linz hoffen damit einen Impuls zu einer Kostensenkung auch bei anderen Wohnbauträgern zu geben.
Für die GWG ist Wohnkosten-Controlling ein wichtiger Teil der Management-Aufgaben. Eine eigene Projektgruppe "Wohn- und Betriebskosteneinsparung" ist ständig damit beschäftigt, durch Kostenmanagement, Umstrukturierungen oder neue Definition von Leistungen weitere Sparpotentiale freizulegen. Als externe Kontrolle findet jedes Jahr eine genaue Einschau durch Wirtschaftsprüfer des Revisionsverbandes statt, die rund drei Monate dauert.