Broschüre für LINZimPULS, LinzEXPOrt, LinzIMpORT und LinzKultur/4 erschienen
Die Gesamtfördersumme der vier Programme beträgt 170 000 Euro, davon entfallen 90 000 Euro auf LINZimPULS (Einreichfrist: 27. April 2010), 50 000 Euro auf LinzEXPOrt (Einreichfrist: 28. Mai 2010), 20 000 Euro auf LinzIMpORT (Einreichfrist: 28. Mai 2010) und 10 000 Euro auf LinzKultur/4 (Einreichfrist: 15. September 2010).
LINZimPULS unterstützt freie KünstlerInnen, Kulturschaffende und die Freie Szene in Linz, verdeutlicht deren Potenzial und Wirkung auf das Linzer Kunst- und Kulturgeschehen und trägt damit zur nachhaltigen Stärkung dieses Bereiches bei. Ziel des diesjährigen LINZimPULS-Programms ist es, sich mit dem Themenkomplex „Leerstände / Temporäre Zwischennutzungen / vorübergehende Überlassung von Räumen“ in Linz kritisch auseinander zu setzen, gängige Praktiken zu hinterfragen und das Potential alternativer Konzeptionen und Zugangsweisen aufzuzeigen.
Es gibt vielfältige Gründe dafür, dass im städtischen Raum Gebäude leerstehen und Flächen ungenutzt brachliegen: zu ihnen können etwa spekulative Preistreiberei oder die Abwanderung von BewohnerInnen zählen, mangelnde finanzielle Ressourcen für die Sanierung und Renovierung oder einfach nur fehlende Nutzungsideen. Auch der Umgang mit diesen Gebäuden und Flächen ist von Ort zu Ort unterschiedlich: generelle Nutzungsverbote, Besetzung/Squatting oder temporäre Zwischennutzungen durch künstlerische Projekte sind hier zu nennen. Wie sieht die Situation in Linz aus? Wie geht die Stadt selbst mit Leerständen und brachliegenden Flächen um? Wie sieht die Geschichte der Nutzbarmachung von Räumen durch Kunst und Kultur in Linz aus? Was wäre aus der Initiative „rund um die Stadtwerkstatt in den späten 1970er-Jahren“ geworden, wenn es nicht zur Besetzung eines Hauses gekommen wäre? Wie geht die Stadt mit aktuellen Beispielen wie etwa den Tabakwerken um? Ist es legitim, leere Gebäude ohne Einverständnis der BesitzerInnen zu nutzen? Transformieren sie sich dadurch in eine Art des öffentlichen Raums? Sind Brachflächen nicht per se eine Einladung zum kreativen Umgang mit ihnen? Macht es einen Unterschied, ob leerstehende Gebäude der öffentlichen Hand oder privaten EigentümerInnen gehören? Dienen temporäre Zwischennutzungen nur der Aufwertung der Objekte bzw. Stadtteile? Was können Kunst- und Kulturschaffende dazu beitragen, um den Themenkomplex „Leerstände / Temporäre Zwischennutzungen / vorübergehende Überlassung von Räumen“ in Linz verstärkt in die öffentliche Aufmerksamkeit zu rücken? Welche unkonventionellen Formen der Nutzung von Leerständen und Brachflächen bieten sich in Linz an (Konzerte, Offspace, Artist-in-residence Projekte, aktionistische Interventionen, …)?
Eingereichte Projekte und Arbeitsvorhaben müssen spätestens mit März 2011 abgeschlossen sein. Rund sechs Vorhaben werden gefördert.
Das Förderprogramm „LinzEXPOrt” soll im Besonderen KünstlerInnen experimentelles und prozesshaftes künstlerisches Arbeiten ermöglichen. Die Bewerbung um dieses Förderprogramm muss in Verbindung mit einem Aufenthalt in einer Stadt oder einer Region außerhalb von Österreich stehen. Die Wahl des Gastortes soll im direkten Zusammenhang mit dem künstlerischen Vorhaben begründet sein.
LinzEXPOrt-Projekte sollen folgende Wirkungen erzielen:
Bereits begonnene oder durchgeführte Projekte können nicht eingereicht werden. Der Realisierungszeitraum ist mit Ende 2011 befristet.
Das Förderprogramm „LinzIMpORT“ soll im Besonderen KünstlerInnen beziehungsweise freie Kunst- und Kulturinitiativen mit Linz-Bezug experimentelles und prozesshaftes künstlerisches Arbeiten in Linz mit Kunstschaffenden, die außerhalb von Österreich tätig sind, ermöglichen.
Die Bewerbung um dieses Förderprogramm muss in Verbindung mit einem konkreten Projekt stehen. Die Kooperation mit internationalen PartnerInnen soll im direkten Zusammenhang mit dem künstlerischen Vorhaben in Linz begründet sein.
LinzIMpORT-Projekte sollen folgende Wirkungen erzielen:
Bereits begonnene oder durchgeführte Projekte können nicht eingereicht werden. Der Realisierungszeitraum ist ebenfalls mit Ende 2011 befristet.
Die Ausschreibungen „LINZimPULS“, „LinzEXPOrt“ und „LinzIMpORT“ richten sich an alle KünstlerInnen und KulturarbeiterInnen – unabhängig von ihrer Staatsbürgerschaft – mit Linz-Bezug. Der Linz-Bezug ist dann gegeben, wenn Linz als dauerhafte Stätte der kreativen Arbeit und künstlerischen Produktion oder Präsentation gewählt wurde, oder der Linz-Bezug aus einem nachweislich kontinuierlichen Engagement in einer Linzer Kultureinrichtung, KünstlerInnenvereinigung oder Kulturinitiative ableitbar ist, das den Umfang einer rein ehrenamtlichen Tätigkeit oder bezahlten Nebenbeschäftigung überschreitet und maßgeblich zur nachhaltigen Weiterentwicklung von Kunst und Kultur der Stadt im Sinne des KEP beitragen kann. LinzIMpORT wird auch an künstlerische und kulturelle Vereinigungen, Initiativen und Projektgruppen (unabhängig von der Rechtsform) vergeben, die im Bereich der zeitbezogenen, innovativen Kunst- und Kulturarbeit kontinuierlich tätig sind und ihren Sitz in Linz haben. MagistratsmitarbeiterInnen und MitarbeiterInnen von städtischen Gesellschaften und Betrieben, hauptberuflich tätige Bedienstete des Landes Oberösterreich, des Bundes und anderer öffentlicher Körperschaften sind von dieser Fördermöglichkeit ausgeschlossen. Es werden Bewerbungen aus allen künstlerischen Sparten akzeptiert.
Kultur setzt zumeist unmittelbar an den Lebensräumen und –bedingungen der Menschen an und prägt mit ihren vielfältigen Ausdrucksformen die Identität einer Stadt. Ein maßgeblicher Anteil der Kulturarbeit in Linz passiert in den einzelnen Stadtteilen und -vierteln. Vom Zentrum bis in die Peripherie gestalten Kunst- und Kulturvereine, Künstlerlnnen, MigrantInnen, SeniorInnen, Kinder- und Jugendkultur, Kirche, Freie Szene und andere das städtische Kulturleben. Wie im Kulturentwicklungsplan der Stadt Linz verankert, wird dieses kreative Potential von der Stadt Linz unterstützt und gefördert. Der Förderpreis LinzKultur/4 sollte einen Anreiz zum kulturellen Austausch oder zur künstlerischen Auseinandersetzung mit dem Stadtteil/Viertel schaffen. Das Projekt sollte im Laufe des Jahres 2010 entwickelt und bis spätestens Ende 2011 realisiert werden.
Alle Initiativen, Vereine und Einzelpersonen, die das Kulturleben in Linzer Stadträumen nachhaltig mitgestalten wollen, sind zur Projekteinreichung für innovative Stadtteilkulturarbeit eingeladen. Grundvoraussetzung für eine Einreichung ist jedoch, dass ein Stadtteil von Linz als Lebens/Schaffensmittelpunkt gewählt wurde. Das Projekt muss als Voraussetzung zur Einreichung mindestens einen örtlichen Kulturverein/Initiative als ProjektpartnerIn einbezogen haben (insbesondere bei Einreichungen von Einzelpersonen).
Alle Bewerbungen müssen bis spätestens 15. September 2010 (Datum des Poststempels) eingereicht werden.
Einreichstelle ist grundsätzlich für alle Förderprogramme beim Magistrat Linz / Büro Linz Kultur; Kennwort (Name des Förderprogramms); Pfarrgasse 7; A-4041 Linz. Die Bürozeiten sind Montag und Donnerstag von 8 bis 18 Uhr, Dienstag, Mittwoch und Freitag von 8 bis 13.30 Uhr. Eine Einreichung auf elektronischem Wege ist bis zur Bewerbungsfrist (bis 24 Uhr des Stichtages) auch an kulturausschreibungen@linz.at möglich.
Für Medienanfragen:
Sabine Hörschläger Tel.: +43 732 7070 1354
Tel: +43 732 7070 0
Fax: +43 732 7070 54 2110
E-Mail: info@mag.linz.at
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