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Stadt Linz - Leben in Linz
Stadt Linz - Startseite

Dem Lärm auf der Spur

Lärmkataster - Daten und Fakten

Im September 1997 wurde der Lärmkataster - die flächendeckende Erhebung aller maßgeblichen Schallquellen im Linzer Stadtgebiet - fertiggestellt. Nach der endgültigen Auswertung werden jetzt die Ergebnisse in Form von konkreten Lärmsanierungsplänen umgesetzt. Ziel ist es, Lärmzonen zu sanieren und innerstädtische Ruheräume für die Bewohnerinnen und Bewohner zu erhalten.


Sanierung des Bahnlärms

Zur Zeit arbeitet die Stadt Linz gemeinsam mit Bund und ÖBB intensiv an der Sanierung des Bahnlärms. Geplant ist die Errichtung von Lärmschutzwänden und die Förderung des Einbaus von Schallschutzfenstern bei betroffenen Anrainern. Nach der Fertigstellung der vorgesehenen Lärmschutzwände in den Jahren 1999 bis 2003 und nach Abschluss des Schallschutzfensterförderprogramms kann mit einer deutlichen Entspannung der Lärmsituation für die Bewohnerinnen und Bewohner entlang der ÖBB-Bahnstrecken gerechnet werden. Vor allem während der Nachtstunden wird sich die Lärmbelästigung deutlich reduzieren.

Sanierung des Verkehrslärms

In den auszuarbeitenden Lärmsanierungsplänen wird auch dem Straßenverkehrslärm - als wesentliche Quelle der städtischen Lärmbeeinträchtigungen - besonderes Augenmerk geschenkt. Für eines der vordringlichsten Lärmbelastungsgebiete im Bereich Bindermichl - Spallerhof entlang der A7 - sind derzeit Detailplanungen im Gange.

Hörstadt

Hörstadt ist die weit über das Jahr 2009 hinaus gedachte Initiative von Linz 2009 Kulturhauptstadt Europas für eine bewusste und menschenwürdige Gestaltung unserer hörbaren Umwelt. Das Vorhaben wird von verschiedensten gesellschaftlichen und kulturellen Kräften unterstützt.

Es setzt sich zusammen aus Beschallungsfrei – Der Kampagne gegen Zwangsbeschallung (Start im Oktober 2008), der Linzer Charta als Leitlinie für Stadtgestaltung in akustischem Sinne (Gemeinderatsbeschluss Jänner 2009), und dem Akustikon als Welt des Hörens im Zentrum von Linz (Juli 2009 bis Juni 2010).

Hörstadt liegt die Überzeugung zugrunde, dass der Mensch bis ins Innerste von allem berührt und beeinflusst wird, was er hört. Hörstadt engagiert sich daher für eine dem Menschen gerechte akustische Umwelt.

Die zentrale Forderung von Hörstadt lautet: Der akustische Raum muss als politischer Raum begriffen und bewusst gestaltet werden.

Linzer Charter Audio-Datei (MP3, 4 MB)  (neues Fenster)

Hörstadt - Vorhaben  (neues Fenster)
 

Ruhepol Centralkino

Vom 29. November 2008 bis November 2009 war der Ruhepol Centralkino im Haus Landstraße 36 ein eigens gestalteter Rückzugsort mitten in der Stadt.

Mit dem Ruhepol Centralkino griff Hörstadt auf Vorschlag des Wiener Stadtforschers und Akustikhistorikers Peter Payer eine Idee des frühen zwanzigsten Jahrhunderts auf. Schon vor fast hundert Jahren verwirklichte der Arzt R. Sommer in Dresden eine Ruhehalle, die von den BesucherInnen der Hygiene-Ausstellung rege frequentiert wurde.

Das historische Vorbild der öffentlichen Ruhehalle wollte vor allem beruhigend auf die durch zunehmenden Lärm und Beschleunigung des Alltags "nervös" gewordenen und überreizten Großstädter einwirken. Auch Hörstadt ist daran gelegen, dem Gehör im urbanen Raum einen Freiraum zu öffnen und das akustische Elementarereignis Stille in einem nicht-religiösen Zusammenhang erlebbar zu machen.

Ruhepol Centralkino  (neues Fenster)
 

Linzer Charta

Die Linzer Charta soll Kompass auf dem Weg zur vorerst utopischen akustischen Musterstadt Europas sein. In ihr sind verbindlich Ziele und Werte für die Gestaltung und Weiterentwicklung von Linz in akustischem Sinne festgeschrieben.

Die Linzer Charta wurde am 22. Jänner 2009 beschlossen. Ein Beschluss versetzt Linz in die Position der weltweit ersten Stadt mit Leitlinien für akustisches Handeln. Jede andere Stadt ist eingeladen, der Linzer Charta beizutreten. Dem Beispiel der Stadt Linz ist im Juli 2009 mittlwerweile die Stadt Erlangen gefolgt.

Presseaussendung vom 22.1.2009  (neues Fenster)

Die Linzer Charta  (neues Fenster)
 

Beschallungsfrei - Die Kampagne gegen Zwangsbeschallung

Als gewichtiger Beitrag zum rapiden Schwinden von Ruhezonen und Ruhezeiten trägt Hintergrundmusik zu jener Dauerbeschallung bei, die nachweislich krank macht und als Mitauslöser kindlicher Hyperaktivität und Konzentrationsschwächen gilt. Doch nicht nur ganz junge Menschen, sondern auch SeniorInnen leiden unter Zwangsbeschallung: Wo Hintergrundmusik im Spiel ist, nimmt die Verständlichkeit des gesprochenen Wortes für die wachsende Zahl von Menschen mit Hörproblemen drastisch ab.

Beschallungsfrei – Die Kampagne gegen Zwangsbeschallung setzt sich daher für die Erhaltung und Schaffung öffentlich zugänglicher Ruhezonen ein. Mit dem Logo „Beschallungsfrei – Zone ohne Hintergrundmusik“ hat das Kampagnenteam ein Symbol für die Kennzeichnung beschallungsfreier Räume geschaffen – und bereits zahlreiche Organisationen und Unternehmen gewonnen, ihre der Allgemeinheit offen stehenden Räume als "beschallungsfrei" auszuweisen. Zu den Vorreitern der Initiative zählen die Stadt Linz und das Land Oberösterreich sowie Linz09-Premiumsponsor Bank Austria.

Beschallungsfrei  (neues Fenster) 

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4041  Linz

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