Durch zahlreiche Maßnahmen auf dem Energiesektor, im Verkehrsbereich, beim kommunalen Beschaffungswesen sowie durch Förderungen von Heizungsumstellungen und Subventionierung von Projekten zum Schutz des tropischen Regenwaldes bemüht sich Linz um die Erreichung der Klimabündnis-Ziele.
Wesentliche Vorgaben hinsichtlich der Klimaschutz- und Energiesparstrategien lieferte der 1989 von der Energieverwertungsagentur erstellte Energienutzplan für Linz.
Beispielhaft für die umgesetzten Maßnahmen seien die Nutzung der industriellen Abwärme, der Ausbau der Versorgung durch leitungsgebundene Energieträger mit einem derzeitigen Anschlussgrad von 84 %, die Schaffung von Tempo-30-Zonen und der Ausbau des Verkehrsverbundes, der PVC-Verzicht und der weitgehende Verzicht auf die Verwendung halogenierter Kunststoffe und halogenierter Kohlenwasserstoffe im öffentlichen Bereich, der Tropenholzverzicht sowie die finanzielle Unterstützung von Projekten am oberen Rio Negro in Brasilien mit bisher über 54 500,-- Euro genannt.
Allein für die Förderung von Heizungsumstellungen auf umweltfreundlichere Energieträger wie Erdgas oder Fernwärme - wofür ein eigener Fonds geschaffen wurde - stellte die Stadt Linz seit 1984 rund 6.250.000,-- Euro zur Verfügung. Die Installierung von Solaranlagen wurde seit 1991 mit insgesamt über 160 000,-- Euro gefördert.
Auf der Grundlage derzeitiger Prognosen wird Linz bis zum Jahr 2010 - ohne Berücksichtigung der Großindustrie - eine etwa 40 %ige CO2-Reduktion erreichen und sich so dem „Klimabündnis“-Ziel einer 50 %igen CO2-Reduktion sehr gut annähern.
Die „Klimabündnis“-Maßnahmen bilden zugleich einen wesentlichen Beitrag zur Verwirklichung des Konzepts der Nachhaltigen Stadtentwicklung, zu der sich Linz auch auf der Grundlage eines einstimmig gefassten Gemeinderats-Beschlusses bekennt und auf deren Basis die Stadtentwicklung in der Zukunft vor allem unter (Mit-) Berücksichtigung der Lebensbedürfnisse nachfolgender Generationen erfolgen soll.
Im September 1995 war Linz Veranstaltungsort eines diesbezüglichen Symposions mit Beiträgen von international anerkannten Experten, darunter Professor Ernst Ulrich von Weizsäcker sowie Professor Richard S. Levine.
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