Alte, in Vergessenheit geratene Sorten wie „Lydias Ukrainischer“ und der kosovarische „Somborcka“ werden genauso gezeigt, wie selten kultivierte Wildformen, zum Beispiel die Stammform unserer Paprikas, der südamerikanische Vogelaugenchili, in seiner Heimat „Puta-pario“ genannt, oder der über 2 Meter hohe Baumchili, der in den Anden in Höhen bis 3000 Metern vorkommt und daher auch einige Minusgrade verträgt.
Am Eingang der Schau befinden sich einige Schautafeln mit Erklärungen über Geschichte, Botanik, Namensgebung und Verarbeitung der Chilis. Alle Sorten sind mit Sortenname, Herkunft und Schärfegrad beschrieben und der Reihe nach von „mild = Schärfegrad 0“ bis „sehr scharf = Schärfegrad 10“ aufgestellt. Vom ganz milden „Roten Augsburger“ bis zum fast waffenscheinpflichtigen „Naga Jolokia“ aus Indien , welcher 2006 den legendären „Habanero Red Savina“ in einer international anerkannten Messung der Scoville-Einheiten nach langen Streitereien des Chili Pepper Instituts in New Mexico mit dem indischen Verteidigungsministerium vom Thron des schärfsten Chilis der Welt gestoßen hat.
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