Die von Joseph Kamel ungefähr 1765 beschriebene Pflanze ist ein immergrüner Strauch bis kleiner Baum. Seine glänzenden Blätter und die in den Wintermonaten auftretenden Blüten, machen sie zu einer beliebten Pflanze für kühle Räume oder Wintergärten. Die ersten Pflanzen, Camellia japonica, kamen 1771 nach Deutschland. Eine davon wurde 1801 im Schlossgarten von Pillnitz ausgepflanzt und steht heute noch. Jedes Jahr erfreut sie mit über 10 000 Blüten die Besucher.
Um 1850 waren Kamelien auch beliebte Schnittblumen für Sträuße, Gestecke und Ansteckblumen. Durch viele Züchtungen mit verschiedenen Kamelienarten entstanden viele unterschiedliche Blütenformen, z.B. einfach, halb- bis ganzgefüllt, anemonen- oder pfingstrosenförmig. Zur Zeit gibt es ca. 80 Arten und ca. 500 Sorten in Spezialbetrieben, meist in Italien oder Norddeutschland.
Tipps zur Kultur: Kamelien benötigen kalkfreie Erde, gleichmäßige Wassergaben und im Winter Temperaturen von 10-15° C.
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