VERKEHRSENTWICKLUNG

Verkehrsbeziehungen
Die Verkehrsbeziehungen in der Region Linz sind durch die Mobilität, die soziodemografischen Trends und die Siedlungsentwicklung geprägt. Unterschieden werden Fahrten, die innerhalb von Linz stattfinden (Binnenverkehr), Fahrten zwischen der Stadt und der Region (Ziel- und Quellverkehr) sowie Fahrten durch Linz (Durchgangsverkehr).
Zielwege nach Linz

Die Suburbanisierung der Linzer Stadtregion bewirkt starke Zunahmen des Ziel- und Quellverkehrs, auch der Durchgangsverkehr steigt absolut durch die wachsenden transnationalen Verkehrsbeziehungen. Dennoch muss die Verkehrspolitik zuallererst am Binnenverkehr mit einem prognostizierten Anteil von 58 % ansetzen.

Abb. 6: Verkehrsbeziehungen 1982-2010
Fahrten/Werktag

 
Wegewahl (%)

 

Linzer Bevölkerung 1)
Zielverkehr nach Linz 2)
 Verkehrsmittel
1990
1998
1982
1998
 Motorisierter Individualverkehr MIV
51
49
70
75
 Öffentlicher Verkehr ÖV
17
20
30
25
 zu Fuß gehen
28
25
-
-
 Fahrrad
4
6
-
-
Quelle: Socialdata München, oö. Landesregierung

Die räumliche Verteilung des Zielverkehrs nach Linz lässt einen Schwerpunkt im südwestlichen Umland erkennen, aus dem Norden kommen deutlich geringere Verkehrsströme.

Abb. 7: Zielwege nach Linz (1992) Werktag

Verkehrsbelastungen
Zunehmende Verkehrsbeziehungen belasten das Verkehrsnetz zusätzlich. Während aber im öffentlichen Verkehr noch Reserven stecken – Intervalle können verdichtet, zusätzliche Linien geführt werden – gelangt das stark befahrene Straßennetz nach und nach an Kapazitätsgrenzen, die nicht ohne weiteres beseitigt werden können.


Abb. 8: Verkehrsbelastungen A7, Querschnitt: Donaubrücke, Bestand - Prognose,
Kraftfahrzeuge pro Werktag


Verkehrsbelastungen A7

Quelle: oö. Landesregierung



Im Prognosejahr 2010 ist die Leistungsfähigkeit der Mühlkreis-Autobahn (A7) im Bereich von Linz überschritten. Die Engpässe im Straßennetz können durch Ausbaumaßnahmen bestenfalls punktuell, keinesfalls aber systematisch beseitigt werden, denn der verfügbare Straßenraum ist im Stadtgebiet begrenzt. Eine Bedarfsplanung im Straßenbau, die mit zunehmenden Verkehrsbelastungen begründet wird, ist nicht mehr zielführend. Engpässe im Straßennetz dürfen nicht automatisch als Mängel gesehen werden, der Stau muss an den Wurzeln bekämpft und zur Steuerung der Verkehrsentwicklung akzeptiert werden.

Ruhender Verkehr
Seit dem Jahr 1989 wird im Innenstadtbereich das Parken im Straßenraum bewirtschaftet, diese Parkraumbewirtschaftung wurde ständig erweitert.

Abb. 9: Parkraumbewirtschaftung (PRB)
 Bereich
Stellplatzart
1992
1998

 Innenstadt +

Dauerparkplätze
2.800
2.200
 Urfahr Zentrum Gebührenfreie Kurzparkzone
   600
   100
  Gebührenpflichtige Kurzparkzone
4.500
5.600
  Summe Bewohnerparken
7.900
7.900
  Garagenplätze
3.000
4.000
Quelle: Stadtplanung Linz der Stadt Linz


Die Parkraumbewirtschaftung hat sich zur Begrenzung des Kfz-Zielverkehrs in die Innenstadt bewährt. Dagegen verschärft sich in den reinen Wohngebieten, wie etwa Bindermichl, Neue Heimat und Karlhof das Stellplatzproblem durch die zunehmende Motorisierung der BewohnerInnen.
 

 
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