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WERTHALTUNGEN
Die Einstellung der LinzerInnen zu ihrer Lebensqualität wird seit zehn
Jahren systematisch untersucht. Die Frage Leben Sie gerne in Linz?
beantworten mittlerweile 92 % der Bevölkerung mit ja im Jahr
1989 waren es 81 %. Nach kommunalen Problemen befragt, stellen die Linzerinnen
und Linzer den Verkehr deutlich an die erste Stelle, weit dahinter folgen
Sorgen um den Arbeitsplatz und die Umweltsituation.
Als Orientierung für die Verkehrspolitik sind folgende Werthaltungen
beachtenswert:
- Die Entwicklung des Autoverkehrs und seine Folgewirkungen werden von
einer großen Mehrheit als negativ empfunden, auch wenn die Akzeptanz
des Autos in den letzten Jahren wieder ansteigt.
- Der öffentliche Verkehr, vor allem die Straßenbahn, ist
besser als ihr Ruf, sie kann bei den meisten Qualitätskriterien
durchaus mit dem Auto mithalten.
| ÖPNV-Zufriedenheit |
Stadt Linz 1990
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Stadt Linz 1998
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| Zufrieden |
65%
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65%
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| Unschlüssig |
9%
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13%
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| Unzufrieden |
26%
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22%
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| Summe |
100%
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100%
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| Index ("Zufrieden"
minus "Unzufrieden" |
+39%
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+43%
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Die Linz Linien genießen insgesamt bei den BürgerInnen eine hohe
Wertschätzung.
- Die Bevölkerung ist sich der Konflikte in der Verkehrsplanung
und Verkehrspolitik bewusst und erwartet sich mit großer Mehrheit
(80 %) eine entschlossenere Förderung des öffentlichen und
des nichtmotorisierten Verkehrs.
Aus diesen Einschätzungen lässt sich die Akzeptanz von konkreten
Maßnahmen nicht unmittelbar ableiten, dennoch bilden sie eine verkehrspolitische
Groborientierung, der Politik und Planung mehr als bisher folgen müssen.
Diese Werthaltungen gilt es auch einzufordern, wenn sinnvolle Maßnahmen
am Widerstand Einzelner zu scheitern drohen: Individuelle Nachteile
etwa eine verstärkte Bewirtschaftung von Parkplätzen müssen
sich dem Nutzen für die Allgemeinheit unterordnen.
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