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Unbestrittenen Vorrang hat ein attraktiver öffentlicher
Verkehr
Das Bevorrangungsprogramm LIBE ist konsequent fortzuführen und um
eine kundenorientierte Ausbaustufe LIBEplus
zu ergänzen: Individualisiertes Marketing, verbesserte Informationsangebote
und eine Komfort-Kampagne zur systematischen Verbesserung der Alltagstauglichkeit
von Wagenmaterial und Haltestellen. Für die Region reicht eine Bevorrangung
und Verbesserung des ÖPNV nicht aus, hier steht der öffentliche
Verkehr in Konkurrenz zum MIV (= Motorisierter Individualverkehr). Dieser
Konkurrenz soll durch ein Verkehrssystem-Management
(VSM) begegnet werden, das den Gesamtverkehr der Linzer Stadtregion
zielorientiert steuert.
Nach dem Prinzip push & pull sollen ÖPNV-Angebote
mit MIV-Restriktionen so verknüpft werden, dass den verkehrspolitischen
Zielen ebenso entsprochen wird wie den Bedürfnissen nach individueller
Mobilität. Für ein VSM gibt es erste Überlegungen auf Landesebene
(Mobilitätszentrale), eine intensive Abstimmung dieses Vorhabens
ist jedenfalls notwendig: Die Verkehrsträger, die Interessensvertretungen,
die Gebietskörperschaften müssen in den Aufbau dieses Instrumentes
einer zielorientierten Verkehrssteuerung einbezogen werden.
Das Kernstück der Angebotsplanung ist ein Nahverkehrskonzept,
das auf die Systemstudie 1999 (Basler & Partner) aufbaut. Bei der
Umsetzung des Nahverkehrskonzeptes wird eine verbesserte Kooperation mit
den Umlandgemeinden notwendig sein. Als strategisches Projekt gilt die
Nahverkehrsdrehscheibe Hauptbahnhof, die möglichst
viele Synergieprojekte (u. a. Umgestaltung Wiener Straße) nach sich
ziehen wird. Als operatives Pilotprojekt wird ein Buskorridor
im Nordostsektor der Stadt, das heißt zwischen der Freistädter
Straße und der Leonfeldner Straße ausgewählt und umgesetzt.
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