Parken in WohngebietenPARKEN IN WOHNGEBIETEN

In den Wohngebieten, die in der Zwischenkriegszeit entstanden sind, verschärft sich die Stellplatzsituation. In manchen Stadtteilen, z. B. am Bindermichl, am Spallerhof oder im Karlhof, wird es immer schwieriger, nach Arbeitsschluss einen Stellplatz in Wohnungsnähe zu finden. In diesen Gebieten wurden zwar großzügige Grünflächen angelegt, niemand konnte damals aber die künftige Motorisierung voraussehen, sodass es fast nur Stellplätze im Straßenraum gibt.

Der zunehmende Stellplatzdruck führt tendenziell zu einer Umwandlung von Grünflächen in Abstellflächen, wodurch ein Teil der Wohnqualität verloren geht. In diesem Sinne besteht für dieses Problem eine städtische, wenn auch keine verkehrspolitische Verantwortung.

Angestrebt wird, das Stellplatzangebot auf die künftige Motorisierung hin durch Wohnsammelgaragen „nachzurüsten“.

Die Stadt Linz wird derartige Initiativen durch folgende Maßnahmen unterstützen:

1) Grundlagenbeschaffung
Ausarbeitung von Planungs- und Projektsgrundlagen für neuralgische Wohngebiete; diese Grundlagen werden aufbereitet und potentiellen Garagenerrichtern bzw. -betreibern zur Verfügung gestellt.

2) Planungsmithilfe
Magistratsinterne Koordinierung von Garagenprojekten – damit kann die technische und ökonomische Machbarkeit beurteilt werden.

3) Verfahrenshilfe

Unterstützung des Bauwerbers bei den notwendigen Behördenverfahren.

4) Unterstützung
Die Errichtung von Wohnsammelgaragen kann unter gewissen Bedingungen (Kriterien) von der Stadt Linz gefördert werden. Zu diesen Bedingungen zählen unter anderem: vertraglich gesicherte Obergrenze für Stellplatzkosten/Monat und der Gewinn öffentlichen Freiraumes.

Grundsätzlich ist der Bau und Betrieb von Wohnsammelgaragen eine private Aufgabe, die von den Wohnbauträgern oder sonstigen Interessenten wahrgenommen werden muss. Die Stadt Linz bietet für derartige Initiativen ein breites Spektrum unterstützender Maßnahmen an.

Zur Abschätzung des Handlungsspielraumes und der Restriktionen wird für ein ausgewähltes Wohngebiet ein Pilotprojekt Am Bindermichl entwickelt und „durchgespielt“

Folgender Modellansatz ist aus Sicht der Stadt Linz denkbar:

Abb. 36: Stellplatzschaffung in Wohngebieten - Modellansatz
Stellplatzschaffung in Wohngebieten
Grafik: Rosinak & Partner

Der Modellansatz geht davon aus, dass die Hälfte des bisherigen Stellplatzangebotes (40 Stellplätze) im öffentlichen Raum verbleiben soll, der Rest und zusätzliche 40 Stellplätze werden in eine private Bewirtschaftung übertragen (80 Stellplätze). Ebenso viele Stellplätze sollen in Garagen auf private Kosten errichtet werden.

 
 

 
  KONTAKT:
Stadtplanung Linz
Hauptstrasse 1-5
A - 4041 Linz
Tel.: +43 (0)70/7070-3131
Fax: +43 (0)70/7070-3132
mail: stpl@mag.linz.at