Linz ist eine Stadt der Mieterinnen und Mieter. Nahezu die Hälfte der Linzer Wohnungen (rund 53.000) sind so genannte Genossenschaftswohnungen und rund 22.000 Wohnungen sind nach Mietrechtsgesetz vermietet. Rund 10.000 Wohnungen werden von der jeweiligen Hauseigentümerin oder dem jeweiligen Hauseigentümer bewohnt. Zusammen mit den rund 16.000 Eigentumswohnungen ergibt sich ein Eigentumsanteil von knapp einem Viertel.
Mehr als die Hälfte der Linzer Wohnungen, rund 56.000, befinden sich in Gebäuden, die sich im Eigentum von gemeinnützigen Bauvereinigungen befinden. Rund 28.000 Wohnungen sind in Gebäuden, die mehreren Privatpersonen gehören und rund 15.000 haben eine einzelne Privatperson als EigentümerIn.
Die Linzer Wohnungen weisen durchschnittlich eine Nutzfläche von 71,0 m² auf. Rund 34.000 Wohnungen haben zwischen 61 und 80 m², rund 29.000 weisen eine Fläche von 41 bis 60 m² auf und rund 18.000 sind 81 bis 100 m² groß. Fast 15.000 Wohnungen sind kleiner als 40 m². Große Wohnungen mit über 130 m² haben mit rund 4.000 Einheiten schon eher Seltenheitswert.
2,8 Wohnräume hat die Linzer Wohnung im Schnitt. Dreiraumwohnungen mit rund 35.000 und Zweiraumwohnungen mit 32.000 Einheiten dominieren die Szene. Rund 16.000 Vierraum- und 16.000 Einraumwohnungen sind schon deutlich seltener. Rund 8.000 Wohnungen haben mehr als 4 Wohnräume.
Alte Bausubstanz mit Errichtung vor 1919 findet sich vor allem im Altstadtviertel, Rathausviertel, Neustadtviertel und in Alt-Urfahr. In der Zwischenkriegszeit von 1919 - 1944 wurde überwiegend in den Bezirken Karlhofsiedlung, Harbachsiedlung, Hartmayrsiedlung, Froschberg, Franckviertel, Keferfeld, Bindermichl, Spallerhof, Kleinmünchen und Ebelsberg gebaut. In der Nachkriegszeit von 1945 - 1970 wuchs Linz hauptsächlich im Bereich Wankmüllerhofviertel, Bindermichl, Keferfeld, Bergern, Neue Heimat, Kleinmünchen und Ebelsberg. Von 1971 - 1990 wurden in St. Magdalena, Katzbach, Froschberg, Keferfeld, Bindermichl, Wegscheid, Schörgenhub und Ebelsberg große Wohnbauprojekte realisiert. Nach 1990 wuchs Linz vor allem in Schörgenhub und Ebelsberg.
Rund 65% der Linzer Stadtfläche sind unbebaut oder mit Gebäuden ohne Wohnungen verbaut. Rund 14% des Linzer Stadtgebietes weisen bis zu 10 Wohnungen je Hektar auf, auf 13% des Stadtgebietes sind 11-50 Wohnungen je Hektar zu finden, 6% haben 51-100 Wohnungen und nur rund 2% des Stadtgebietes sind mit einer Wohnungsanzahl von mehr als 100 Wohnungen je Hektar sehr dicht bebaut.
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