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Klima 2010 - Lufttemperaturen und Niederschläge

Erstes Quartal 2010

Im Jänner sorgte polare Kaltluft für eisige Temperaturen, die am 27. Jänner bis auf -18,9 °C sanken. Am Neujahrstag war es mit 5,3 °C noch am "wärmsten". Im Mittel zeigte das Thermometer im Jänner -2,8 °C, um 1,2 °C weniger als im langjährigen Durchschnitt. Ausgeprägte Inversionswetterlagen mit vielen Wolken und beständigem Hochnebel waren der Grund für eine minimale Sonnenscheindauer. In Linz-Hörsching wurden nur 10 Sonnenstunden gezählt, das ist nicht einmal ein Viertel (23 %) des langjährigen Jänner-Durchschnitts.
Obwohl mit 25 mm nur 50 % des langjährigen Mittelwerts an Niederschlag fiel, sorgte die Kälte für ganze 28 Tage im Jänner mit geschlossener Schneedecke, die bis zu 14 cm dick war.

Der Februar verlief zu kalt, zu trocken und mit weniger Sonnenschein als im langjährigen Durchschnitt. Mit 26 mm fiel um 40 % weniger Monatsniederschlag als im Mittel der Jahre 1971 bis 2000. Hartnäckiger Nebel und dichte Wolken waren der Grund für ausgeprägte Inversionswetterlagen und wenig Sonnenscheindauer. 68 Sonnenstunden entsprechen 85 % des langjährigen Februarmittelwerts.
Temperaturen, die im Mittel um 0,6 °C unter dem langjährigen Durchschnitt lagen, und Schneefälle bei -10 °C sorgten für viele Schneedeckentage. In Linz-Hörsching war an 26 Februartagen eine geschlossene Schneedecke mit bis zu 19 cm Dicke zu beobachten.

Ein Wechselspiel aus der zu kalten 1. Monatshälfte und der zu warmen 2. Monatshälfte sorgte dafür, dass die Lufttemperatur im Durchschnitt nur um 0,1 °C unter dem langjährigen Mittel lag. Die Temperaturen reichten von winterlichen -16,0 °C am 8. März bis zu frühlingshaften 23,4 °C am 26. März.
An 15 Tagen fiel Regen oder Schnee, mit insgesamt 30 mm ist dies nur rund die Hälfte des langjährigen März-Niederschlags. Die Schneedecke war an 8 Tagen bis zu 7 cm dick. In Linz-Hörsching gab es insgesamt 149 Sonnenstunden, um 27 % mehr als im langjährigen März-Durchschnitt.

Zweites Quartal 2010

Der April fiel insgesamt um 1,1 °C wärmer aus als im langjährigen Durchschnitt. Am 3. zeigte das Thermometer noch frostige -1,6 °C, am 29. erreichte die Lufttemperatur bereits sommerliche 24,9 °C. Mit 66 mm lag der Monatsniederschlag um 6 % leicht über dem langjährigen Durchschnitt. Die Sonne ließ sich im Durchschnitt 7,6 Stunden pro Tag blicken, um mehr als ein Drittel (+37 %) öfter als für April üblich.

Der Mai präsentierte sich zu kalt, viel zu nass und mit sehr wenig Sonnenschein. Ein beständiges Adriatief sorgte in Linz-Hörsching an 23 Tagen für insgesamt 106 mm Niederschlag, um 44 % mehr als der langjährige Durchschnitt. Reichliche Bewölkung ließ die Sonne nur wenig durchkommen. 124 Sonnenstunden sind nur gut die Hälfte (55 %) der mittleren Mai-Sonnenscheindauer. Wurden wegen einer massiven Kaltluftzufuhr am 19. nur 4,5 °C registriert, stieg das Thermometer 6 Tage später auf sommerliche 26,5 °C. Insgesamt war der Mai um 0,5 °C kühler als im Durchschnitt der Jahre 1971 bis 2000.

Im Juni war es im Schnitt um 1,1 °C wärmer als im langjährigen Mittel, die Lufttemperatur fiel am 5. des Monats auf kühle 9,6 °C, bereits 6 Tage später wurde das Juni-Maximum gemessen, 31,3 °C (Monatsmittelwert: 17,9 °C). Trotz überdurchschnittlicher Regenmengen erreichte die Sonnenscheindauer fast den langjährigen Durchschnitt. 207 Sonnenstunden entsprechen 96 % der mittleren Sonnenscheindauer im Zeitraum 1971 bis 2000. An 14 Tagen im Juni fiel insgesamt 113 mm Niederschlag, um 22 % mehr als im langjährigen Mittel.

Drittes Quartal 2010

Der heurige Juli verlief sehr sonnig und heiß. Das Monatsmittel der Lufttemperatur lag mit 20,8 °C um 2,1 °C über dem langjährigen Durchschnitt. Am 8. Juli war es mit 10,3 °C am kühlsten. Ein Azorenhoch ließ die Temperaturen dann Mitte des Monats auf bis zu 33,3 °C ansteigen. Dementsprechend lange zeigte sich die Sonne. In Linz-Hörsching wurden insgesamt 281 Sonnenstunden gezählt, um 18 % mehr als im Schnitt der Jahre 1971 bis 2000. Durch die hohen Temperaturen entstanden aber auch heftige Gewitter, die für teils kräftige Regenfälle sorgten. Mit insgesamt 143 mm lag der Monatsniederschlag um 42 % über dem langjährigen Mittel.

Im August wechselten sich milde und etwas kühlere Phasen ab. Dementsprechend lag das Monatsmittel der Lufttemperatur mit 18,5 °C genau im langjährigen Durchschnitt. Am wärmsten war es mit 31,5 °C am 23. August, am kühlsten mit 9,1 °C am letzten Tag des Monats. Nach einem überdurchschnittlich sonnigen Juli schien die Sonne im August mit insgesamt 211 Stunden etwas seltener (- 7 %) als im langjährigen Mittel. In Linz-Hörsching fielen an 20 Tagen insgesamt 90 mm Niederschlag, das sind um 7 % mehr als im Durchschnitt der Jahre 1971 bis 2000.

Sehr trocken und sonnig, aber etwas zu kühl - so präsentierte sich der heurige September. Mit durchschnittlich 13,3 °C war es um 0,7 °C kälter als im langjährigen Mittel. Die Temperaturen bewegten sich zwischen noch sommerlichen 24,0 °C (am 24. 9.) und herbstlichen 4,0 °C (am 20. 9.). Trotz der etwas zu kühlen Temperaturen war Linz-Hörsching relativ gesehen der sonnigste Ort Österreichs. Mit 173 Stunden zeigte sich die Sonne um 11 % öfter als im Durchschnitt der Jahre 1971 bis 2000. Im September summierte sich der Niederschlag auf 29 mm, das ist nur die Hälfte des langjährigen Mittels.

Viertes Quartal 2010

Der heurige Oktober war der zweitkälteste in diesem Jahrzehnt. Mit 7,4 °C lag das Monatsmittel der Lufttemperatur um 1,3 °C unter dem langjährigen Durchschnitt. Während das Thermometer am wärmsten Tag des Monats (8. 10.) noch 18,3 °C zeigte, lagen die Temperaturen am 22. Oktober mit -3,5 °C schon deutlich unter dem Gefrierpunkt. Neben den Temperaturen blieben auch die Niederschläge hinter den Erwartungen zurück. Mit 43 mm fiel nur 88 % des langjährigen Oktober-Niederschlags, ein Viertel davon allein am 20. des Monats.
Vor allem durch die sonnigen und föhnigen Tage in der zweiten Oktoberhälfte konnten die LinzerInnen insgesamt 132 Sonnenstunden genießen, um 24 % mehr als im Mittel der Jahre 1971 bis 2000.

Nach einem sehr warmen und sonnigen Novemberbeginn brachte der Wintereinbruch zu Monatsende Kälte und Schnee. Dennoch lag das Monatsmittel der Lufttemperatur mit 5,5 °C um 2,5 °C über dem langjährigen Durchschnitt. In der ersten Novemberhälfte ließ ein ausgedehntes Hoch die Temperaturen auf bis zu 19,4 °C steigen. Nach einem Kaltlufteinbruch gegen Ende des Monats sorgten feuchte Luftmassen aus dem Mittelmeerraum für eine winterliche Schneedecke und Temperaturen bis zu -9,1 °C. Damit wurde am 28. des Monats die tiefste Novembertemperatur der letzten zwanzig Jahre gemessen.
Insgesamt summierte sich der Niederschlag auf 31 mm, das ist um 42 % weniger als im langjährigen Mittel.
Aufgrund der sehr föhnigen ersten Monatshälfte schien die Sonne mit insgesamt 66 Stunden um 44 % länger als im Durchschnitt der Jahre 1971 bis 2000.

Sehr kalt und schneereich - so präsentierte sich der vergangene Dezember. Mit -3,6 °C lag das Monatsmittel der Lufttemperatur um 3,5 °C unter dem langjährigen Durchschnitt. Damit war dies der kälteste Dezember seit 1969. Die Temperaturen reichten von 4,0 °C am 7. bis zu eisigen -14,7 °C am 17. des Monats.
Obwohl mit 24 mm nur 42 % des langjährigen Mittelwerts an Niederschlag fiel, sorgte die Kälte an allen 31 Tagen für eine geschlossene Schneedecke von bis zu 12 cm. So viele Schneedeckentage gab es im Dezember seit Beginn der Wetterstatistik im Jahr 1948 noch nie.
Nach drei überdurchschnittlich sonnigen Monaten zeigte sich die Sonne im Dezember relativ selten. Insgesamt 32 Sonnenstunden entsprechen nur 87 % des Durchschnitts der Jahre 1971 bis 2000.

KONTAKT

Mag. Matthias Noldi
Stadtforschung Linz
Abteilung Grundlagenforschung
Neues Rathaus, Hauptstraße 1-5
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