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Stadt Linz - Kultur

Josef Ressel

GEDENKTAFELN

Standort:Pfarrplatz 17
Stadtteil:Innere Stadt
Datierung: 1979

Standort im Stadtplan (neues Fenster)

Josef Ressel

Rechts vom Eingang am Ende des Hauses Tafel aus schwarzem Granit mit weisser Inschrift in Versalien und schematische Darstellung eines Ankers in Verbindung mit einer Schiffsschraube. Text: "Der Erfinder der Schiffsschraube (1829) k.k. Marine-Forstintendant Josef Ressel (1793-1857) besuchte in diesem Hause 1806-1808 das damals hier untergebrachte Gymnasium. Marinekameradschaft Linz 1979"

Geschichte

Über Joseph Ludwig Franz Ressels (Josef Ludvík František) (* 1793 Chrudim, Böhmen, † 1857 Laibach) Linzer Jahre ist wenig bekannt. Als Sohn eines habsburgischen Zöllners hat ihn der Zufall nach Linz gebracht und ebnso wieder weggeführt. Nach abgeleistetem Militärdienst und dem Studium derTechnik in Wien, das er aus finanziellen Gründen abbrechen musste, wechselte er an die Forstakademie in Mariabrunn und bekam in Istrien eine Anstellung. Die bereits in Wien geborene Idee einer Schiffsschraube statt eines Schaufelrades verfolgte er weiter und stellte 1827 in Triest erste Versuche an, die weniger an der Schraube als an der als Antrieb verwendeten Dampfmaschine scheiterten (1829). Der inzwischen mittellose Ressel wurde wieder ins Landesinnere versetzt. Elf Jahre später fuhr der englische Dampfer "Archimedes" mit seiner Schraube in Triest ein. Ein Urheberstreit entbrannte, der von insgesamt drei "Erfindern" ausgefochten wurde: Francis Smith aus England, John Ericson aus Schweden und Josef Ressel aus dem Habsburgerreich. Als "Branchenfremder" und mitteloser Dilettant konnte sich Ressel nicht durchsetzen. Wer letztendlich die Schiffsschrauber erfunden hat, ist bis heute nicht geklärt.




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