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Stadt Linz - Kultur

Mahnmal Barbarafriedhof Widerstandsgruppe "Freies Österreich"

ANTIFASCHISTISCHE GEDENKSTÄTTEN

Standort:Friedhofstraße 1
Stadtteil:Bulgariplatz
Datierung: 1991

Standort im Stadtplan (neues Fenster)

Mahnmal Barbarafriedhof Widerstandsgruppe

Stele aus schwarzem Marmor als Mahnmal für fünf Mitglieder der Widerstandsgruppe, die am 1.5.1945 in Treffling erschossen wurden.

Inschrift: "Zum Andenken an die / fünf Mitglieder der Widerstandsgruppe / Freies Österreich / die im Kampf gegen / den Faschismus und / für ein freies Österreich / am 1. Mai 1945 in Linz- / Treffling standesrechtlich erschossen wurden. Therese Erhart (KPÖ) geb(oren) 27.6.1905, Hausfrau, Josef Grillmayr (KPÖ), geb(oren) 15.7.1913, Bediensteter der Straßenbahn, Karl Hehenberger (KPÖ), geb(oren) 21.10.1866, Bediensteter der EBG, Willibald Thallinger (KPÖ), geb(oren) 23.11.1911, Zilli (Cäzilie) Zinner (KPÖ), geb(oren) 15.11.1896, Schneiderin.

Geschichte

Die Widerstandsgruppe war seit Jahresbeginn 1944 aktiv und wurde im Herbst desselben Jahres von der Gestapo ausgehoben. Ihre Tätigkeit beschränkte sich auf die (finanzielle) Hilfe von Verfolgten, das Hören von "Feindsendern" und auf die Anfertigung und den Verkauf von roten Hemden, Krawatten und Armbinden. Über Willibald Thallinger dürfte Verbindung zur Freistädter Widerstandgruppe bestanden haben, die dieser Gruppe auch zum Verhängnis wurde. Die Urteile fielen am 27. Februar 1945 in einem Prozess des Volksgerichtshofes, der in Linz tagte. Gnadengesuche in Berlin blieben unbeantwortet und die Exekution erfolgte ohne die auch damals notwendige Urteilsbestätigung.

Der Volksgerichtshof war eine seit 1934 in Deutschland bestehende Institution, die politisch motivierte Urteile fällte und gegen die es nur sehr eingeschränkte Rechte für die Angeklagten gab. Der Volksgerichthof sprach über 5.000 Todesurteile aus.




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