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Stadt Linz - Kultur

Architekturforum Oberösterreich, ehemalige Volksküche

ÖFFENTLICHE GEBÄUDE

KünstlerInnen:Gustav MuherKurt Kühne
Standort:Herbert-Bayer-Platz 1
Stadtteil:Innere Stadt
Datierung: 1888

Standort im Stadtplan (neues Fenster)

Architekturforum Oberösterreich, ehemalige Volksküche

Das an drei Seiten freistehende Gebäude hat an der Lederergasse drei, an der Prunerstraße zwei Geschosse und je sieben Achsen. Die Fassade an der Prunerstraße ist durch einen Erker und die zurücktretende Giebelfront des Lederergassentraktes belebt. Diesem ist ein niederer Portalbau vorgelagert. Die Giebelfront ist mit einem abgetreppten, zinnenbekrönten Dachaufbau versehen. Darunter befindet sich ein Klinkerfeld mit Drillingsfenster und Kreisluke, in der laut Plan eine Uhr vorgesehen war. Am Vorbau wird das spitzbogige Hauptportal von Kandelabern auf eisernen Stützen flankiert. Der hohe Sockel wird durch Hausteinquader betont.

An der Ecke ein steinernes Wappen der Stadt Linz, signiert und datiert G. Muher, 1926. Die Fenster im Erdgeschoss sind durchwegs vergittert.Die drei großen Spitzbogenfenster im Erdgeschoss an der Lederergassenfront sind von gezackten Eisenkronen überdacht. Im ersten und zweiten Obergeschoss haben die Fenster eine Klinkerumrahmung. Die Front an der Prunerstraße weist vier Rechteckfenster und eine eckig gezahnte Umrahmung auf.

Geschichte

1888 erfolgte die Adaptierung des Gansschen Stadels zu einer Volksküche an der Lederergasse. Baumeister war Ignaz Scheck, OÖ. Baugesellschaft, Bauherr der "I. Linzer Volksküchenverein". 1894 erfolgte ein Anbau an der Prunerstraße, wiederum durch Baumeister Ignaz Scheck.

Der jetzige Zustand beruht auf einem völligen Umbau mit neuer Fassade aus dem Jahr 1926 durch Architekt Kurt Kühne, Stadtbauamt Linz, Bauführung Karl Pader, Bauherr war die Stadtgemeinde Linz.

Es ist dies ein bemerkenswertes Bauwerk des Stadtbaudirektors Kurt Kühne, der in seinem Rückgriff auf gotische Formen und in der Verwendung des Klinkers eine Anlehnung an die deutsche Backsteingotik herbeigeführt hat, aber auch Elemente des Expressionismus verarbeitete.

Heute beherbergt der Bau das Architekturforum und die Galerie MAERZ.



Quelle: Österreichische Kunsttopographie, Band L "Die Landstraße - Obere und Untere Vorstadt" herausgegeben vom Bundesdenkmalamt, Abteilung für Denkmalforschung




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