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Stadt Linz - Kultur

Gedenktafel Hermann Bahr

GEDENKTAFELN

KünstlerIn:Walter Ritter
Standort:Herrenstraße 12
Stadtteil:Innere Stadt
Datierung: 1953

Standort im Stadtplan (neues Fenster)

Gedenktafel Hermann Bahr

Der Entwurf und die Plastik des Pegasus stammen von Walter Ritter, das Entstehungsjahr ist 1953.

Als die Gedenktafel angebracht wurde, gingen die Initiatoren davon aus, dass Hermann Bahr in dem um 1900 abgerissenen Haus Herrenstraße 14-Steingasse 1 geboren worden sei. An dieser Stelle steht teilweise das heutige Haus Herrenstraße 12. Tatsächlich war das Geburtshaus jedoch die Herrenstraße 18, erst zu einem späteren Zeitpunkt übersiedelte die Familie in das Haus Herrenstraße 12.

Quelle: Österreichische Kunsttopographie, Band L "Die Landstraße - Obere und Untere Vorstadt", herausgegeben vom Bundesdenkmalamt, Abteilung für Denkmalforschung. Margit Wald: Zur Bestimmung des Geburtshauses Hermann Bahrs. Hermann Bahr – Der Herr aus Linz. Eine Dokumentation. Katalog des Stadtmuseums Linz Nr. 39, S. 27-30.

Geschichte

Der Sohn eines Linzer Notars wächst in Linz und in Salzburg auf. Hermann Bahr studierte bis 1887 in Wien (relegiert), Graz, Czernowitz und Berlin, anfänglich Philologie und Rechtswissenschaften, zuletzt Nationalökonomie. Er verließ Berlin ohne Abschluss. 1889 verbringt er ein Jahr in Paris, wo sich eine Hinwendung zur Literatur unter dem Einfluss französischer Dichtung vollzieht. 1890 lebt er in Berlin, im Jahr darauf übersiedelt er nach einer Reise nach St. Petersburg dauerhaft nach Wien. Hier bildete er das Sprachrohr der Schriftsteller um "Jung-Wien", zu denen unter anderem Arthur Schnitzler und Hugo von Hofmannsthal gehörten. Zugleich nimmt Bahr eine bedeutende Stellung als Journalist und Theaterautor des deutschsprachigen Raumes ein. Als Regisseur arbeitete er 1906-1908 für Max Reinhardt, als 1. Dramaturg leitete er das Burgtheater während des Zusammenbruchs der Monarchie. In zweiter Ehe war er ab 1909 mit der Wagner-Sängerin Anna von Mildenburg verheiratet. Er starb am 15. Jänner 1934 in München, wo er seit 1922 lebte.



Hermann Bahrs literarisches Werk umfasst neben Romanen und einer großen Anzahl Theaterstücke vor allem Essays, Theaterkritiken sowie Tagebücher. Gerade durch seine Essays und Kritiken erreichte er eine große Breitenwirkung. Er trat als Vorkämpfer der jeweils neuesten literarischen und künstlerischen Strömungen auf, propagierte sowohl den Jugendstil als auch viele talentierte Schriftsteller von Fin de siècle bis Expressionismus. Hermann Bahr war Zeuge und Spiegelbild einer Zeit politischer und gesellschaftlicher Umbrüche, er war Impulsgeber, Mentor, Kritiker, Essayist, Theatermann und schriftstellernder Publizist.




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