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Stadt Linz - Kultur

Hartwagner-Haus

WOHN- UND GESCHÄFTSGEBÄUDE

Standort:Hauptplatz 10
Stadtteil:Innere Stadt
Datierung: 1740

Standort im Stadtplan (neues Fenster)

Hartwagner-Haus

Stattliches ehemaliges Handelshaus, im Kern aus der zweiten Hälfte des 15. Jahrhunderts, mit Arkadenhof des späten 16. Jahrhunderts und barocker Fassade um 1740, Fassadierung des Erkers laut Bauinschrift wohl 1818.

Die barockisierte Schauseite am Hauptplatz weist fünf Geschosse und sechs ungleich ausgeteilte Achsen auf. Ein durch alle Geschosse geführter Erker mit gekuppelten Fenstern, darüber ein von Zwergpilastern mit seitlichen Voluten gerahmter Giebel ist von drei Vasen bekrönt. Das Erdgeschoss wurde völlig verändert. Im obersten Stockwerk des Erkers tragen drei toskanische Granitsäulen eine Laube.

Als ältester Teil der Schauseite ist das Fenstergewände des zweiten Fensters von links im ersten Obergeschoss erhalten, vermutlich das Mittelfenster einer ursprünglich dreiachsigen Fassade. Der Fensterrahmen besteht aus zwei in der gesamten Breite der Umrahmung abgeschrägten Stein teilen, die mit zwei profilierten Konsolen in jeder Fensterhälfte und dem Ansatz eines schmalen, über Eck gestellten abgefasten Mittelpfeilers von beiläufig quadratischem Grundriss besetzt ist. Vor den beiden Konsolen sind auf der schrägen Fläche zwei groteske Tiere hockend dargestellt, die beide einen leeren Schild in den Vorderfüßen halten. Das linke Tier hat ein breites Maul und klauenartige Füße, das recht eine Rüsselschnauze und Füße mit Schwimmhäuten.

Bei der Restaurierung 1958 konnte ein Steinmetzzeichen, eine gotische 4, mehrfach festgestellt werden. Datierung wohl zweite Hälfte des 15. Jahrhunderts, verwandt mit Fabeltieren an einem Fenster im Schloss Steyregg.

Geschichte

Bürgerhaus, vor 1595 als im Besitz des Bürgermeisters Christoph Schickh genannt, der Kern des Hauses ist wesentlich älter. Über dem Portal ist die Jahreszahl 1818 eingemeißelt, vermutlich das Datum einer Restaurierung.

1956 erfolgte der Umbau für die Oberbank, hierbei wurden die gotischen Fensterumrahmungen zu der schon vorher sichtbaren Fensterbank mit zwei Drachen freigelegt und restauriert.




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