Wesen und staatspolitische Funktion der öffentlichen Kontrolle

IKW-Schriftenreihe Nr. 107 – Linz, 1998

Inhalt des Bandes 107

 

Aus Anlass des 50-jährigen Jubiläums der Wiedererrichtung nach dem 2. Weltkrieg des Stadtrechnungshofes der Stadt Linz im Jahr 1998 wurde die IKW-Schriftenreihe mit dem Sammelband "Wesen und staatspolitische Funktion der öffentlichen Kontrolle" als Nummer 107 der IKW-Schriftenreihe weitergeführt.

Der Band ist einer wichtigen staatspolitischen Funktion gewidmet, nämlich dem öffentlichen Kontrollwesen als "Hüterin" der Sparsamkeit, Wirtschaftlichkeit und Zweckmäßigkeit der öffentlichen Verwaltung, welches den in weiten Bereichen der Staatsverwaltung fehlenden Wettbewerb bzw. Markt ersetzen soll ("Konkurrenzsurrogat").

Das öffentliche Kontrollwesen befindet sich an exponierter und konfliktträchtiger Stelle im Gefüge eines demokratischen Staates. Untersuchungsziel ist es, die staatspolitische Funktion und den speziellen Zweck dieser so wichtigen, jedoch arteigenen Institution aus rechtlicher, wirtschaftlicher und motivationaler Sicht zu hinterfragen.

Im vorliegenden Band werden daher alle Aspekte des öffentlichen Kontrollwesens behandelt. Im bundesstaatlichen Gefüge sind auf allen Ebenen Einrichtungen der öffentlichen Finanzkontrolle tätig, nämlich:

  • Rechnungshof (Präsident Dr. Fiedler)
  • Interne Revision in der Bundesverwaltung (Min.Rat Dr. Fellmann)
  • Landesrechnungshof (Landesrechnungshofdirektor Dr. Buchner)
  • Stadtrechnungshof (Stadtrechnungshofdirektor Univ.-Doz. Dr. Klug).

Ferner wird die staatspolitische Funktion der öffentlichen Finanzkontrolle als wichtiger Bestandteil der Demokratie im Rahmen der parlamentarischen Kontrolle durch den Rechnungshof und den Rechnungshofausschuß ausgeleuchtet (Beitrag Präsident Univ.-Doz. Dr. Fischer). Aus volkswirtschaftlicher Sicht werden der Stellenwert, die Anreizsysteme und das Konfliktpotential der öffentlichen Kontrolle behandelt (Beitrag Univ.-Prof. Dr. Bartel). Der Beitrag von Univ.-Prof. Dr. Hengstschläger lotet die öffentlich-rechtlichen Aspekte der Finanzkontrolle aus.

Der Artikel von Univ.-Prof. Dr. Schauer rundet das Thema ab, indem er den Stellenwert und die Bedeutung von Controlling, das mit Kontrolle nicht verwechselt werden darf, herausarbeitet.

Der Abschluß und die Zusammenfassung stammen vom Herausgeber Univ.-Doz. Dr. Klug, der aus praktischer Sicht eines Kontrollamtsdirektors die Aufgaben, Arten und Systeme der Prüfung darstellt, die Prüfungsobjekte und -ziele sowie die Merkmale der öffentlichen Kontrolle beschreibt und ein praktisches Beispiel für die Bestimmung der Kosten und Nutzen des Kontrollwesens bringt. Aus Anlaß des 50-jährigen Jubiläums des Linzer Kontrollamtes / Stadtrechnungshofes bringt er schließlich einen Beitrag zur Geschichte "Vom Gegenhandler zum Kontrollamtsdirektor", der unter dem Motto steht: "Alles schon einmal dagewesen!"

Dem Sammelband, der den redlichen Versuch unternimmt, einen umfassenden Beitrag über den Stellenwert und die Bedeutung des öffentlichen Kontrollwesens zu liefern, sei freundliche Aufnahme in Politik, Wirtschaft und öffentlicher Verwaltung gewünscht.

Möge der eine oder andere gute Gedanke zur Nachahmung anregen und zum Nutzen der öffentlichen Wohlfahrt und unseres Staatswesens Verbreitung finden!

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