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Erster Linzer Frauenbericht

Warum Frauenberichterstattung

Frauen- bzw. geschlechterdifferenzierte Berichterstattung bildet die Grundlage für das Erkennen geschlechterpolitischen Handlungsbedarfs. Frauenberichte liefern Entscheidungsgrundlagen für politische Schwerpunktsetzungen und machen frauenspezifische Benachteiligungsstrukturen sichtbar und nachvollziehbar.
Auf der Basis kontinuierlicher und fortschreibender Frauenberichterstattung kann die Politik daran gemessen werden, welche frauen- und gleichstellungspolitischen Ziele sie sich setzt und wie sie diese aufgrund von Maßnahmen erreicht bzw. wo weiterer dringender Handlungsbedarf besteht.

Der Erste Linzer Frauenbericht ist 2011 erschienen und liefert detaillierte Erkenntnisse zu den Lebenssituationen der Linzerinnen.

Das Institut für Frauen- und Geschlechterforschung an der Johannes Kepler Universität erstellte unter Leitung der Institutsvorständin Univ.-Prof.in Mag.a Dr.in Gabriella Hauch den ersten Linzer Frauenbericht. Die Studie soll für die kommenden Jahren die quantitative und qualitative Grundlage für entsprechendes Handeln liefern. Für die Linzer Frauenstadträtin Mag.a Eva Schobesberger sind die Ergebnisse der wissenschaftlichen Untersuchung die Basis für maßgeschneiderte frauenpolitische Maßnahmen in Linz.

Spezifische Funktion des Linzer Frauenberichts

Der Linzer Frauenbericht gibt anhand statistischer Daten und Analysen einen umfassenden und vertiefenden Überblick über die diversen Lebensbedingungen und Lebensformen der Linzerinnen. Dabei werden horizontale soziale Ungleichheitsfaktoren wie Geschlecht, Alter, ethnische Zugehörigkeit oder Beeinträchtigungen verknüpft mit vertikalen sozialen Ungleichheitsfaktoren wie etwa Bildungsstand, beruflicher Status oder Einkommen analysiert.
Indikatoren zur Messung von Gleichstellung werden erarbeitet und unterstützen damit die längerfristige Beobachtung der Lage der Linzerinnen und der Entwicklung ihrer Lebensbedingungen.
Schließlich ermöglicht der Linzer Frauenbericht das Erkennen und Schließen von geschlechterspezifischen Datenlücken.

Design und Inhalte des Linzer Frauenberichts

Zu folgenden Themenschwerpunkten wurden quantitative und qualitative Erhebungen durchgeführt:

  • Allgemeine Entwicklungen: Demographie, Lebensformen, Geschlechterbeziehungen
  • Berufliche Lage der LinzerInnen: Ausbildung, Erwerbssituation, Arbeitsmarktsituation
  • Soziale Lage der LinzerInnen: Einkommen, Transfers, Gesundheit
  • Lebenslagenrelevante Merkmale: Alter, ethnische Herkunft, Beeinträchtigungen, Wohnen, Mobilität, Freizeitverhalten, soziokulturelle und politische Partizipation

Bei der Erstellung des Linzer Frauenberichts kam ein Mix an quantitativen und qualitativen Methoden zum Einsatz. Im Einzelnen sind dies:

  • Recherche, Aufbereitung und Analyse sekundärstatistischer Daten zu den Themenstellungen
  • Recherche und Analyse von Literatur, Dokumenten etc.
  • Durchführung von ExpertInnenworkshops zur gemeinsamen Interpretation des jeweiligen Daten-standes und zur Diskussion frauenpolitischer Schlussfolgerungen und Maßnahmenvorschläge.


Erster Linzer Frauenbericht (PDF, 2,6 MB) (neues Fenster)

Ergänzend zu den Zahlen im Linzer Frauenbericht finden Sie aktuelle und wissenswerte Zahlen, Daten und Fakten hinsichtlich der Linzer Bevölkerung auf der Seite "Linz in Zahlen".

Linz in Zahlen

KONTAKT

Frauenbüro der Stadt Linz
Altes Rathaus, Hauptplatz 1
4041  Linz

Tel: +43 732 7070 1191
Fax: +43 732 7070 1193
E-Mail: frauenbuero@mag.linz.at

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