„MiT“ Mädchen in die Technik

Für die Berufsorientierung von Mädchen gibt es schon zahlreiche Projekte, die nach der Volksschule ansetzen.

Das zweijährige Projekt „MiT“ Mädchen in die Technik startet schon im Volksschulalter und setzt bei den Lehrerinnen und Lehrern an, die zu Multiplikatoren für das Thema „Mädchen in die Technik“ werden sollen. Geschlechtstypisches Verhalten wird bereits in der frühkindlichen Sozialisation erworben. Während der Volksschulzeit wird die Geschlechtsidentität in sozialen Interaktionen weiter erprobt und ausdifferenziert. Studien, die die Auswirkungen der gegenwärtig praktizierten Koedukation – des gemeinsamen Unterrichts von Mädchen und Buben – auf geschlechtsspezifisches Verhalten von Mädchen und Buben, ihre Interessensentwicklung, ihr Selbstvertrauen, Selbstwertgefühl und Leistungsselbstkonzept untersuchen, kommen zu kritischen Ergebnissen. Entgegen den Erwartungen, die an die Einführung der Koedukation geknüpft waren, trägt das Miteinander der Geschlechter nicht „automatisch“ zu einem „natürlichen“, herrschaftsfreien Umgang von Mädchen und Buben bei – im Gegenteil: der herkömmliche gemeinsame Unterricht von Mädchen und Buben kann Geschlechterstereotype verstärken, und unreflektierte Koedukation führt eher zu einer „Einübung in Geschlechterhierarchien“ als zu geschlechterdemokratischen Entwicklungen.

Projektziele - „MiT“ Mädchen in die Technik

  • Verbesserung der Chancengleichheit vor allem eine größere Entscheidungsfreiheit bei der Berufswahl.
  • Erweiterung der Berufsbilder für Mädchen im Volksschulalter.
  • Sensibilisierung der Lehrerinnen und Lehrer.
  • Aufbrechen von Geschlechterstereotypen, welche die Berufsvorstellung und in weiterer Folge die Berufswahl bedingen. Identifikationen sollen geschaffen werden, mit „role models“, hierbei sind Eltern, Lehrerinnen und Lehrer, Fachleute und Schule mitverantwortlich. Die Vorbildwirkung geschieht durch bewusste und unbewusste Weitergabe von Rollenvorstellungen und Vorwegnahmen bzw. Vorurteilen, die sowohl den Arbeitsplatz als auch berufliche Vorbilder und Geschlechterrollen) betreffen.
  • Verstärken von positiven Haltungen auch als Vorbildwirkung durch die Pädagoginnen.
  • Erarbeitung und Vermittlung von Instrumentarien für die geschlechtersensible Didaktik mit VS-Kindern, insbesondere im Sach- und Werkunterricht. Einbindung
    vorhandener Ressourcen und Lehrmittel (Bsp.: Technikkoffer).
  • Steigerung des Selbstvertrauens der Mädchen und Förderung der positiven Selbsteinschätzung der technischen Kompetenz. Die Interaktions- und Kommunikationsfähigkeiten der Mädchen aufbauen. Schwellenangst vor geschlechtsuntypischen Tätigkeiten nehmen, die Leistung in untypischen
    Bereichen soll gefordert und gefördert werden.
  • Vernetzung anhand vorhandener Ressourcen und Lehrmittel (Bsp.: Technikkoffer).
  • Vernetzung der ProjektpartnerInnen.

Projektdurchführung

Johannes Kepler Universität Linz - Stabsabteilung für Gleichstellungspolitik

Projektleitung: Dr.in Margit Waid

Infos über Stabsabteilung für Gleichstellungspolitik

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Frag ELLI! – Chatbot der Stadt Linz

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