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FRAU.MACHT.FILM.

FrauenFilmtage 2017 |  10. - 12. Oktober 2017  |  Moviemento

Die Kooperation des Frauenbüros der Stadt Linz und des Moviemento zielt darauf ab, Frauen und ihre Leistungen in der männerdominierten Filmbranche sichtbar zu machen. Filme spiegeln die Gesellschaft wider, können aber mit den Bildern, die sie produzieren, auch auf sie einwirken. Behandelt wird eine Vielzahl an Themen, gezeigt werden interessante Frauenpersönlichkeiten in all ihrer Vielfalt und nicht zuletzt auch Widersprüchlichkeit.

"Die ausgewählten Filme eröffnen verschiedene Perspektiven auf das Leben von Frauen. Ich wünsche allen BesucherInnen interessante und spannende Frauen-Film-Tage."
Frauenstadträtin Mag.a Eva Schobesberger

Die aus Berlin stammende Filmbloggerin
Sophie Charlotte Rieger (filmlöwin.de) wird durch die drei Abende führen.


Programm 2017

Dienstag 10.Oktober

18 Uhr Die göttliche Ordnung

Charmante Komödie über den Kampf um Gleichberechtigung und die Einführung des Schweizer Frauenstimmrechts.

Nora ist eine junge Hausfrau und Mutter, die 1971 mit ihrem Mann und zwei Söhnen in einem beschaulichen Schweizer Dorf lebt. Hier ist wenig von den gesellschaftlichen Umwälzungen der 68er-Bewegung zu spüren. Ganz im Gegenteil: Es herrscht die Meinung, Emanzipation sei ein Fluch, eine Sünde gegen die Natur und schlichtweg gegen die göttliche Ordnung. Als Nora wieder anfangen möchte zu arbeiten, verweigert ihr Mann ihr die Erlaubnis und beruft sich dabei auf das Ehegesetz, das die Frau dazu verpflichtet, sich um den Haushalt zu kümmern. Hier erwacht Noras Widerstand! Sie beginnt feministische Literatur zu lesen, enge Jeans und wilden Pony zu tragen und besucht einen Workshop für sexuelle Befreiung. Als sie sich aktiv für das Frauenstimmrecht einsetzt und zu einem Streik aufruft, gerät der Dorf- und Familienfrieden gehörig ins Wanken.

20 Uhr Meine glückliche Familie

An ihrem 52. Geburtstag wird der Literaturlehrerin Manana klar, wie unbefriedigend ihre Situation ist.

In einer kleinen Familienwohnung lebt sie zusammen mit drei Generationen. Ständig wird sie in Anspruch genommen, doch was sie möchte, fragt keiner. Nicht ihr Mann Soso, nicht ihre Mutter Lamara, nicht ihre verheiratete Tochter Nino. Manana zieht kurzerhand aus. Eine Erklärung dafür bleibt sie schuldig. Die Familie ist schockiert. Was sollen die Leute sagen? In ihrer neuen Wohnung kann Manana endlich durchatmen.

Mittwoch 11.Oktober

18 Uhr Girls don't fly

In Ghana eröffnet die erste und einzige Flugschule für Mädchen. Den jungen Frauen steht scheinbar der Himmel offen, und die Möglichkeit auf ein besseres Leben ist zum Greifen nahe.

Voller Freude treten sie die Ausbildung beim Engländer Jonathan an. Schon bald zeigt sich, dass Jonathan mit ganz eigenen Vorstellungen arbeitet, gegen die die jungen Frauen nur mit viel Entschlossenheit und Eigensinn ankommen. Eine überraschende Dokumentation mit beeindruckenden jungen Frauen. Dokumentarfilm-Gewinner des "Festivals Max-Ophüls-Preis".

20 Uhr Don't call me son

Der 17-jährige Pierre lebt sich aus. Seine Mutter lässt ihm alle Freiheiten. Sein angenehmes Leben gerät aus den Fugen, als sich seine wahren, leiblichen Eltern melden und ihn zurückhaben wollen.

Pierre wurde vor 17 Jahren von seiner »Mutter« im Spital geklaut. Er weigert sich jedoch, die neuen Tatsachen zu akzeptieren. Anna Muylaert, Autorin und Regisseurin, hat eine reale Begebenheit in Brasilien aufgegriffen und beschreibt Empfindungen und Entwicklung der Hauptfigur, die eben nicht der »neue Sohn« sein will. Ein überzeugendes Plädoyer für individuelle Entscheidungen und Identität.

Donnerstag 12.Oktober

18 Uhr Sonita

Als kleines Mädchen floh Sonita mit ihrer Familie vor den Taliban von Afghanistan in den Iran. Hier lebt sie seither ohne Rechte, offizielle Schulbildung oder Papiere und verdient mit Kinderarbeit Geld, um die Familie zu unterstützen.

Aber Sonita hat Talent und möchte Sängerin werden. Obwohl es im Iran verboten ist, als Solokünstlerin zu singen, sucht sie in Teheran nach einem Studio, um ihren Song über Kinderarbeit aufzunehmen.

20 Uhr Preview "Maudie"

Die gefühlvoll erzählte Lebensgeschichte der naiven Malerin Maud Lewis, die sich gegen ihren körperlichen Verfall auflehnt und das Glück in ihrer Kunst findet.

Kanada, 1930er Jahre. Everett Lewis lebt als Hausierer zurückgezogen an der Ostküste. Gegen die Einsamkeit und für etwas Ordnung in seiner Hütte entscheidet er sich, eine Haushälterin zu engagieren. Aber auf seine Annonce meldet sich einzig Maud Dowley. Als Kind an rheumatischer Arthritis erkrankt, ist sie sehr zierlich, humpelt, und ihre Hände sind verkrüppelt. Maud hat nur einen Wunsch, sie will weg von der Familie, die ihr nichts zutraut. Und sie will malen. Die ersten Ölfarben bekommt sie von Everett geschenkt. Da hat er längst erkannt, dass Maud als Haushälterin nichts taugt. Statt zu putzen, bemalt sie lieber Stück für Stück das ganze Haus mit farbenfrohen Bildern. Doch trotz alledem, oder gerade deswegen, empfindet Everett immer mehr für Maud, auch wenn Liebe und zarte Gefühle bisher in seinem Leben nicht vorkamen.
MAUDIE erzählt die wahre und sehr berührende Geschichte von Everett und Maud, die beide vom Leben nie begünstigt wurden, aber durch ihre Liebe füreinander das größte Glück fanden. Noch in den letzten Jahren ihres Lebens erlebte Maud Lewis ihren Durchbruch als Folk-Art-Künstlerin. Ihre Gemälde hängen heute in zahlreichen Kunstsammlungen weltweit.

Flyer und Programm 2017 (PDF, 1,7 MB) (neues Fenster).

KONTAKT

Frauenbüro der Stadt Linz
Altes Rathaus, Hauptplatz 1
4041  Linz

Tel: +43 732 7070 1191
Fax: +43 732 7070 1193
E-Mail: frauenbuero@mag.linz.at

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