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Die Besatzungszeit 1945 – 1955

 Russische Brueckenkontrolle

Die Alliierten setzten nach Kriegsende die bereits zuvor geplanten Maßnahmen zur Beseitigung des Nationalsozialismus um: Die NSDAP wurde aufgelöst, NS-Symbole abgeschafft, nationalsozialistische Gesetze aufgehoben und besonders aktive Nationalsozialisten interniert. Im Staatsvertrag vom Mai 1955 war von einer Mitverantwortung der Österreicherinnen und Österreicher an den Verbrechen des Dritten Reichs nicht die Rede. Zuvor schon war die Opferthese, wonach Österreich und seine Bevölkerung nur Opfer Hitler-Deutschlands gewesen waren, zur Staatsdoktrin erhoben worden. In Linz tilgte man 1945 die an die NS-Herrschaft erinnernden Straßennamen. Personelle Kontinuitäten – etwa auf Beamtenebene – überdauerten jedoch das Jahr 1945. Linz war bis 1955 eine geteilte Stadt. 40.000 Flüchtlinge aus 25 Nationen hielten sich in der Stadt auf. Priorität maß die Stadtregierung unter Bürgermeister Ernst Koref der Versorgungslage, der Beseitigung der Kriegsschäden, dem Wiederaufbau der städtischen Infrastruktur sowie der Linderung der Wohnungsnot bei

  
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