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Städtepartnerschaft Linz - Eskişehir - Mythos Kybele

Nachdem 2008 Künstlerinnen von der Kunstuniversität Andalou / Eskişehir im Wissensturm ausgestellt hatten, lud die Stadt Eskişehir Linzer Künstlerinnen ein, 2011 am Kybele-Symposium in Eskişehir teilzunehmen.

Hintergrundinformationen zum Kybele-Symposium

Die Verehrung der „Magna Mata“ (Große Göttin) oder Kybele in Kleinasien geht bis ins 7. vorchristliche Jahrtausend zurück.
Der Name der Großen Göttin wird im Anatolischen mit Kybele oder Kubaba überliefert. Sie hieß ursprünglich auch Matar Kubile (Mutter Kybele).

Bei archäologischen Grabungen in der anatolischen Stadt Catalhöyük wurden immer wieder Fundgegenstände entdeckt, die auf den Kybele-Kult hinweisen. Wandmalereien sowie eine große Anzahl von weiblichen Statuetten berichten davon, dass Kybele als Berg- und Naturgöttin, aber auch als Erdenmutter oder „Mutter vom Berg Ida“ (Magna Mater Idaea) verehrt wurde. Sie galt auch als Herrin der Tiere. Im Heiligtum von Pessinus, das etwa 130 km südwestlich vom heutigen Ankara liegt, tritt Kybele in Gestalt eines Kometen auf. Von hier ausgehend soll sich die grundsätzliche Idee einer weiblichen Gottheit ausgebreitet haben.

Die Menschen, die damals Landwirtschaft betrieben, sahen sich in den Kreislauf der Jahreszeiten eingebunden. Aus der Beobachtung des Wechsels von Werden und Vergehen, von Geburt und Tod entstand der Glaube an eine Erde als autarkes, göttliches Wesen, dessen Kräfte und Gesetze am besten in Gestalt einer weiblichen Gottheit beschrieben werden konnten. Doch auch das männliche Prinzip wurde in die Vorstellung der „Urmutter allen Seins“ eingegliedert:
Der Mythos um Kybele erklärt darum die Entstehung der Welt durch ein Zusammenwirken des männlichen und des weiblichen Elements im Universum. Die Sage erzählt es so: Der himmlische Attis muss die Mutter Erde Kybele mit seinem Blut befruchten, damit die Welt entstehen kann.

Das Kybele-Symposium 2011

Der Mythos Kybele fasziniert KünstlerInnen, egal welcher Herkunft und Kultur. Die KünstlerInnen entdeckten Gemeinsamkeiten, die ihr Fundament in einer altertümlichen völkerübergreifenden Geschichte haben. Beim Kybele-Symposium 2011 wurden Brücken gebaut und gemeinsam haben sechs Künstlerinnen aus Linz und sieben Künstlerinnen aus Eskişehir im Rahmen eines Arbeitssymposiums an der Universität Eskişehir (Anadolu Universitesi Güzel Sanatlar Fakültesi) sich intensiv künstlerisch mit der Thematik beschäftigt. Die Kybele wurde neu entdeckt und in Form von Kunstwerken und Eindrücken in Eskişehir im Rahmen einer abschließenden Vernissage gezeigt.

Beteiligte KünstlerInnen

aus Österreich:

  • Renate Moran (Kuratorin / Initatorin)
  • Monika Breitenfellner
  • Brigitte Edler 
  • Ernst Hager
  • Ildiko Jell
  • Helga Schager

aus der Türkei:

  • Saime Hakan Dönmezer (Organisatorin)
  • Gülbin Koçak
  • Zeliha Akçaoğlu Tetik
  • Ridvan Coşkun
  • Necla Coşkun
  • Ismail Özgür Soğancı
  • Semsettin Edeer
Linz - Eskişehir - Symposium 2015.

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