Linz. Eine Stadt lebt auf.

Katalog Kunstankäufe 2001-2002, Titelbild
Querschnitt - Kunstankäufe der Stadt Linz 2001/2002

Biografien der Künstlerinnen und Künstler

Link Andreas Aner
Link Bettina Auer/Wiltrud Hackl
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Link Ulrich Bosch
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Link Oliver Dorfer
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Link Gottfried Ecker
Link Astrid Esslinger
Link Lorenz Estermann
Link Judith Maria Goetzloff
Link Anita Gratzer
Link Gottfried Gusenbauer
Link Alfred Haberpointner
Link Renate Hinterkörner
Link Dagmar Höss
Link Markus Anton Huber
Link Markus Huemer
Link Sibylle Kübelböck
Link Ursula Linhart-Stickler
Link Susanne Maschek
Link Veronika Merl
Link Markus Miksch
Link Otto Mittmannsgruber
Link Eva-Maria Moherndl
Link Gerhard Müllner
Link Heide Pichler
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Link Sigrid Pohl
Link Josef Ramaseder
Link Beate Rahmayr
Link M. Rutt
Link Otto Saxinger
Link Michele Schnabel
Link Eckart Sonnleitner
Link Anna Stangl
Link Martin Staufner
Link Isa Stein
Link Thomas Steiner
Link Herbert Christian Stöger
Link Thomas Strobl
Link Franz Suess
Link Charlotte Wiesmann



40 Jahre Kunstbeirat - 6 Jahre KunstkuratorInnen

Link Vizebürgermeister und Kulturreferent Dr. Reinhard Dyk
Link Sepp Auer/Angelika Gillmayr - KunstkuratorInnen 2001 und 2002


Andreas Aner   ANDREAS ANER
Geb. 1968 in Linz. Ausbildung zum Tischler, danach in den Bereichen Werbegrafik, Kunststoffverarbeitung und professionelle Einrahmung tätig. Lebt und arbeitet als freischaffender Künstler (Autodidakt) seit 1995 in Linz.

Ohne Titel, 2001
Mischtechnik auf Papier
41,5 x 59 cm


Im Entstehen ist es die Ursprünglichkeit, die zum Ausdruck gelangt. Permanente Reduktion durch Übermalen der anfänglichen Blitzideen. Formen, Linien, Rhythmen werden in der Halbkonzentration von Wachheit und Gestik zu Kompositionen voller schwebender Energie.

Bettina Auer/Wiltrud Hackl   BETTINA AUER/WILTRUD HACKL

Bettina Auer
Abgeschlossene Ausbildung zur Bildhauerin. Abgeschlossenes Studium an der Kunstuniversität Linz, Meisterklasse experimentelle visuelle Gestaltung (Herbert Lachmayr). Seit 1994 als freischaffende Künstlerin tätig. 1994 bis 1996 Mitarbeiterin im Künstlerkollektiv Contained. Seit 1996 als Gründungsmitglied im Kulturverein Time's Up tätig. Lebt in Linz.

Wiltrud Katherina Hackl
Geb.1969. 1987 bis 1995 Studium der Kunstgeschichte, Publizistik & Kommunikationswissenschaften und Psychologie an der Universität Wien. Unterschiedlichste Arbeiten in den Bereichen Film, Journalismus, Medien.1996 bis 2002 Studium an der Kunstuniversität Linz, Meisterklasse experimentelle visuelle Gestaltung, Diplom (Fernsehen ist Jetzt). Ständige Auseinandersetzung mit Bild, Ton und Text in fast allen Ausformungen (z.B. als freie Künstlerin, Gestalterin von Dokumentationen, Fernsehredakteurin und Lektorin). Lebt in Linz.

D.I.P. (Drive in Progress)
Digitalfoto auf Plane
150 x 200 cm


Der Weg ist das Ziel.
Zentral ist der Miss- und Gebrauch von Medien in allen nur erdenklichen Varianten. Interessengebiete reichen von den Funktions- und Verhaltensweisen von Menschen im Alltag über moderne Formen der Kommunikation bis hin zu Medien und deren Einflüsse in gesellschaftliche Muster.



Michael Baumer   MICHAEL BAUMER

Geb. 1971 in Leoben/ Steiermark. 1990 bis 1992 Meisterschule für Malerei, Graz. 1993 bis 1999 Studium an der Hochschule für künstlerische und industrielle Gestaltung Linz (Malerei und Grafik). Lebt und arbeitet in Linz.

Männerträume
Öl auf Leinwand
120 x 110 cm


Ironie und Ernst sind zwei geniale Partner, welche mich immer wieder auf das Neue heraus fordern. Wäre ich kein Maler, wäre ich Kabarettist oder eine Dessous-Verkäuferin.


Ulrich Bosch   ULRICH BOSCH

Geb. 1966 in Hanau/Main. 1987 bis 1991 Studium der Malerei und Grafik an der Kunstuniversität Linz. Lebt seit 1992 als freischaffender Maler in Linz.

Nina waiting, 1997/2000
Öl auf Leinwand
80 x 80 cm

Auf der Suche nach der Frau betrachte ich mich als außenstehenden stillen Beobachter, der selbst am Geschehen nicht teilnimmt. Zufällig scheinende Szenarien, deren Bildaufbau sich von dem der klassischen Moderne abwendet orientieren sich eher an der spontanen Kraft von Schnappschüssen. Die kühl distanzierte Erotik in meinen Bildern spiegelt oft die peinliche Berührtheit der Frauen gegenüber dem voyeuristischen Blicken des Malers wieder.


Gerhard Brandl   GERHARD BRANDL

Geb. 1958 in Linz . Lebt und arbeitet in Kollerschlag und Linz.

RE Nr. 112, 2001
Mischtechnik auf Papier
140 x 100 cm


"Re" oder "Zurückgewinnung von Welt".
Die weißen Flächen wirkten wie Glanzlichter auf den Oberflächen alter Globen. Noch im 19. Jahrhundert markierten sie die unerforschten Gebiete, doch die Grenzen von bekanntem und unbekanntem Land wurden unaufhörlich verschoben und die "Welt" wurde in ein Konzept, ein Artefakt, ein Objekt existenzieller und wissenschaftlicher Erfahrung verwandelt. Es schlossen sich alle weißen "Lücken" der Erde und die Glanzlichter verschwanden unter der Karte, die sich nun im Maßstab 1:1 über der "Welt" entfaltete.

Das Projekt ist der Versuch wieder weiße Flächen auf der Erde entstehen zu lassen. In den einzelnen "Re"-Arbeiten ist die weiße Fläche symbolisch gesetzt, doch durch die Präsentation und den Verkauf der einzelnen Arbeiten wird der Erwerb eines realen Grundstückes finanziert, welches dadurch Teil des Kunstwerkes ist und zu einer "realen" weißen Fläche wird.



Oliver Dorfer   OLIVER DORFER

Geb. 1963 in Linz. Seit 1989 diverse Preise und Stipendien für Bildende Kunst, u.a. Talentförderungspreis des Landes Oberösterreichs, Förderpreis der Stadt Linz für Bildende Kunst, Bauholding Förderpreis für Bildende Kunst (1. Preis), 26. österreichischer Graphikwettbewerb Innsbruck (Preis der Bundeshauptstadt Wien). Enge Zusammenarbeit mit den Galerien Academia (Salzburg), Hilger (Wien), Devlin (Montreal) und Baukunst (Köln). Lebt und arbeitet in Linz.

Nippon 2, 2000
Farbpigment und Schellack auf Gipsgrund
116 x 110 cm



Walter Ebenhofer   WALTER EBENHOFER

Geb. in Rubring / NÖ. Ausbildung als technischer Ingenieur. Fotografisch Autodidakt. Seit 1982 Projekte, zahlreiche Ausstellungen und Beteiligungen als freischaffender Fotograf (z.B. Steyr, Wels, Linz, Salzburg, Wien, Stockholm, Berlin, Prag, Zürich, Moskau, New York), sowie Kunstmessen (Zürich, Turin, Athen, Wien). Anerkennungspreis des Landes NÖ, Römerquelle-Fotopreis, Staatsstipendium für Fotografie, OÖ-Landeskulturpreis für Fotografie, Auslandsstipendium Paris. Lebt in Steyr.

Straßenexperten im Hotelzimmer Wolfinger, 2001
7 Inkjetdrucke auf Bütten
je 50 x 70 cm

Der Soziologe im öffentlichen Raum, Peter Arlt, lud im Sommer 2001 anläßlich des Festival der Regionen mehrere Obdachlose aus vorwiegend deutschen, aber auch schweizer Städten und Linz zu einem Kongress der StrassenexpertInnen nach Linz. Diese Experten waren während ihres mehrtägigen Aufenthaltes im renommierten Hotel Wolfinger am Hauptplatz von Linz untergebracht. Ich nutzte diese seltene Gelegenheit die Straßenexperten in ihren Zimmern zu fotografieren. Dabei interessierte mich wie weit die Zeichen der Obdachlosigkeit einerseits und die Zeichen der biederen Sauberkeit andererseits in Spannung treten bzw. überhaupt vorhanden und ablesbar sind. Die bildliche Darstellung durch farblich leicht verzerrte, aktuelle Inkjet-Technologie auf altmeisterlich anmutendem Büttenpapier soll diesen Aspekt zusätzlich unterstreichen.


Gottfried Ecker

  GOTTFRIED ECKER

Geb. 1963 in Linz. Zahlreiche Ausstellungen im In- und Ausland, zuletzt: 2000 Galerie im Stifterhaus, Linz; 2001 Galerie Chobot, Wien. Lebt und arbeitet in Wien.

Ohne Titel, 1999
Öl auf Leinwand
140 x 105 cm



Astrid Esslinger

  ASTRID ESSLINGER

Geb. 1958 in Linz. Studium Publizistik und Kunstgeschichte an der Universität Salzburg. 1981, 1983 Forschungsstipendium in den USA.. Seit 1986 als freischaffende Künstlerin tätig, aktueller Schwerpunkt Malerei. Ausstellungen im In- uns Ausland. Lebt und arbeitet in Linz.

Ohne Titel, 2001
Acryl auf Leinwand
90 x 100 cm



Lorenz Estermann

  LORENZ ESTERMANN

Geb. 1968 in Linz. 1988 bis 1993 Hochschule für Angewandte Kunst, Wien. Lebt und arbeitet in Wien.

Ohne Titel, 2000
Öl auf Papier
136 x 175 cm


Estermanns Oeuvre ist in hohem Maße ambivalent und relativierend. Es ist Beispiel jenes beträchtlichen Teils zeitgenössischer Kunst, der Kenntnisse, Intelligenz und Dialogfähigkeit als Voraussetzungen gewinnbringender Kommunikation fordert. Das Gesehene und Gedachte, Erahnte gibt Anstöße und Sinnbilder einer Werkaufnahme, in deren philosophischem Zentrum Skizze und Fragment vor jedem Ganzen stehen. (Peter Baum)


Judith Maria Goetzloff

  JUDITH MARIA GOETZLOFF

Geb. 1968 in Neufelden, OÖ. Fachschule für Gebrauchsgrafik (HTL I). Malstudienreisen nach Italien, in die USA und nach England. Derzeit Studium der Bildhauerei an der Kunstuniversität Linz. Ausstellungen in Galerien im In- und Ausland. Lebt und arbeitet in Linz.

Figur im Raum, 1998
Mischtechnik auf Papier
55 x 44 cm


Die bewusste Reduktion der Farben, sowie die Zusammenführung von Körper und Raum mittels der Masse des Schattens und des Lichtes.


Anita Gratzer

Anita Gratzer

Anita Gratzer


  ANITA GRATZER

Geb. 1968 in Linz. 1985 bis 1988 Kürschnerlehre. 1988 bis 1990 Fotografenlehre. 1990 bis 1995 Studium Visuelle Gestaltung an der Hochschule für künstlerische und industrielle Gestaltung Linz. Zahlreiche Ausstellungen/Beteiligungen. 1998, 1999 und 2001 Auslandsaufenthalte in New York. Lebt und arbeitet in Linz.

Christopher Street Day Parade, New York, 2001
4 SW-Fotografien, Auflage 1/3
je 60 x 46 cm


In der Fotoserie „Fragmented Gods" stehen kulturelle Randgruppen und ihre Präsentation in der Öffentlichkeit im Mittelpunkt. New York bot sich dazu an, sehr spannende Integrationsmechanismen ethnischer und sozialer Art im Urbanen Raum zu sammeln.
Paraden und Demonstrationen sind eine Form innere Verbindungen einer Gruppe zu definieren und auch als Abgrenzung für die eigene Identifikation notwendig.



Gottfried Gusenbauer

Gottfried Gusenbauer

Gottfried Gusenbauer


  GOTTFRIED GUSENBAUER

Geb. 1968. Seit 1992 intensive Beschäftigung in den Bereichen Video, Buch, Kamera, Schnitt und Gestaltung. Arbeiten für Theater, Medienprojekte und Festivals im In- und Ausland. Seit 1997 Zeichnungen, Comics und Trickfilm. Lebt und arbeitet in Linz und Zulissen.

Liebesfall, Hundekuchen, Grünmann, 2002
3 Zeichnungen aus der Comicserie „Stimulans"
Mischtechnik auf Papier
je 21 x 30 cm


Stimulans. Wie reagiert ein „Streichelotto" auf einen „Wellenflausch"? In welcher Beziehung steht das „Busenableitungssystem" zu einem römischen Aquädukt, und in welcher Verbindung steht es zum „sanften Gesetz" nach Adalbert Stifter. ua.
Notwendig für den Arbeitsprozeß sind zeichnerische Interaktionen durch Comicselemente.



Alfred Haberpointner

  ALFRED HABERPOINTNER

Geb. 1966 in Salzburg. 1980 bis 1984 Fachschule für Bildhauerei. 1991 Studienabschluss an der Hochschule für künstlerische und industrielle Gestaltung Linz. 1995 Arbeitsstipendium in Paris. 1997 Theodor - Körner - Preis. 1998 und 2000 Arbeitsstipendium New York. 2001 Förderungspreis des Landes Oberösterreich. Zahlreiche Ausstellungen: u.a. Galerie Academia, Salzburg; Galerie Reckermann, Köln; Künstlerhaus, Bregenz; Museum Moderner Kunst, Passau; Galerie Chobot, Wien; Kunstverein Kärnten; Galerie Fuhrwerkswaage, Köln. Lebt und arbeitet in Linz und Salzburg.

Holzobjekt gehackt,1996/1998
Höhe 34 cm, Ø 40 cm



Reante Hinterkörner

Reante Hinterkörner

  RENATE HINTRKÖRNER

Geb. 1973. 1994 bis 2001 Studium an der Universität für künstlerische und industrielle Gestaltung in Linz. Seit 1995 Ausstellungen und Performances. 1999/2000 Auslandsaufenthalt in Saarbrücken, BRD. Lebt und arbeitet in Linz.

Froh erfülle deine Pflicht, 1999
Kreuzstich auf 5 Geschirrtücher
je 65 x 49 cm


Meine Arbeit behandelt die Rolle der Frau in unserer Gesellschaft. Sie soll auf ironische Weise die vielen Verpflichtungen und Erwartungen der Gesellschaft den Frauen gegenüber wiederspiegeln.

Reante Hinterkörner Reante Hinterkörner Reante Hinterkörner




Dagmar Höss

Dagmar Höss

Dagmar Höss

  DAGMAR HÖSS

Geb. 1969 in Wels. 1989 bis 1998 Studium an der Kunstuniversität Linz (Meisterklasse Textil). 1998 bis 2000 postgradualer Lehrgang "Museums- und Ausstellungskuration" am Institut für Kulturwissenschaften in Wien. Arbeitet derzeit als Künstlerin und freie Kuratorin in Linz und Wien.

Sleep well, 2000/2001
2 Polster aus Plüsch bzw. Wollstoff, Kopien auf Folie, Siebdruck auf Textil, Beleuchtung
je 65 x 85 cm


5 Polsterobjekte, an die Wand gehängt, verströmen gedämpftes Licht, das die allabendliche Müdigkeit in Erinnerung ruft. Es scheint, als würden wir im Schlaf beinahe reglos ruhen. In Wahrheit ergießt sich Nacht für Nacht eine Flut von Bildern und Gefühlen über uns, die gleichermaßen in Schweißausbruch wie in wohligem Schlummer enden kann.
Die Spuren des Geträumten sind hier im Polster „gefangen", ein Fenster in eine andere Welt, bereit jede Nacht aufs Neue geträumt zu werden.



Markus Anton Huber

  MARKUS ANTON HUBER

Geb. 1961 in Königswiesen, OÖ. 1980 bis1986 Medizinstudium an der Universität Wien. 1980 bis 1984 Hochschule für angewandte Kunst, Wien.1987 bis 1993 Ausbildung zum Facharzt für Chirurgie. Seit 1994 freischaffender Künstler. Lebt und arbeitet in Linz.

Aus der Serie „Die Vögel", 1999
Mischtechnik (Tusche, Kreide, Kohle) auf Leinwand
160 x 140 cm


Es sind die inneren Zustände, die mich anziehen und faszinieren, das Geträumte und Unsichtbare, die große Kraft, die das Weltenrad antreibt und bewegt. Die Knäuel von Strichen und Linien ziehen sich nach diesen Kraftwirkungen und verfolgen die Bewegungen der Moleküle und Elementarteilchen auf ihren Beziehungsbahnen. Die Leinwand ist das abgeschlossene System, die Zeichnung ist die visualisierte Entropie in diesem System. Dahinter die konzentrierte Stille, die ewige Leere, die die Fülle gebiert und in das Leben generiert. Die Attraktion des Zeichnens liegt für mich paradoxerweise im Ungenannten, nicht in Begriffen Kommunizierbaren, im scheinbar Chaotischen.


Markus Huemer

  MARKUS HUEMER

Geb. 1968 in Linz. Studium an der Hochschule für künstlerische und industrielle Gestaltung Linz und an der Kunstakademie Düsseldorf. Lebt und arbeitet in Köln und Berlin.

Aus der Serie „Mit Polke den Mond anstarren", 2001/02
Öl auf Leinwand
66 x 44 cm


In den Gemälden »Mit Polke den Mond anstarren« wird der Vollmond, dem magische Anziehungskraft nachgesagt wird, nicht nur angesehen, sondern angestarrt, weswegen sich zu magischen Beobachtungen Obsessivität, starrer Irrsinn und Wahnsinn gesellen. Die kleinformatigen Gemälde geben vor, die dunkle, obskure, verdeckte, von der Erde nie einsehbare Rückseite des Mondes im Vollmond zu zeigen. Auf jeder der Malereien sind die gleichen Mondflecken dargestellt. Anstelle des Dunkels, das den Vollmond die runde Form verleiht, verlieren sich die Flecken in den Bildern in weißer Farbe. Das illuminierte Weiß des Mondes scheint grenzenlos, zumindest dehnt es sich bis an die Begrenzungen des Tafelbildes, die ihrerseits vom Schwarz der Wand, auf dem sie präsentiert werden, umgeben sind.


Sibylle Küblböck

  SIBYLLE KÜBLBÖCK

1985 bis 1991 Studium an der Hochschule für künstlerische und industrielle Gestaltung Linz. 1994/95 Stipendium Akademie Schloß Solitude, Stuttgart/D. 2001 uns 2002 Stipendium Egon-Schiele-Zentrum, Krumau/CZ. Ausstellungen im In-und Ausland. 2002 Freie Kuratorin. Lebt und arbeitet in Linz.

Zeug fährt in die Welt, 2000
Inkjetdruck auf Buchenholztafel
48 x 67 cm


Sie sind nicht heute gekommen. Sie haben ihre Besuche immer wieder kurz beginnend beendet und mit Läufigkeit bezogen. Sie sind losgefahren, und bewahren sich auf bis ich sie fragend nütze. Fast zur gleichen Zeit räumt die Erholung Sinn in die Gefährte. Ich erkenne den Tag an dem alles passiert ist, weil dieses Zeug mir vielleicht Erinnerung schicken will. Spüren für Einzelheiten füllt den Rastriss, die Lust soll erst später umgeleitet werden. Die Kerze möchte ich rauchen. Zuerst inhaliere ich den Stumpen in den Keller, und stemme dabei ein Loch in die darunterliegende Erde. Holzgezeugte sagen mir wohin es geht, weil sie wissen wo sie am Ende schlüpfen. Ich hole das Eisen und stelle es darüber damit dem Feuer klar wird, wo wir heute sind. Immer wieder fahren sie an mir vorbei. Oft am Mund, bis sich die Hand anders beschäftigt. Herum ist Stein geworden, was Schnelles schwer ahnen lässt. Nur nicht aus dem Fahrzeug eine benützte Sache erfahren wollen sagen Kurven, stehen lassen wie es ist, und es wird sich bewegen was nicht fährt.


Ursula Linhart-Stickler

  URSULA LINHART-STICKLER

Geb. in Linz. Seit 1982 freischaffende Malerin. Lebt und arbeitet in Linz/Leonding.

Ohne Titel, 1999
Öl-Mischtechnik auf Papier
70,5 x 50,5 cm

Zentrales Thema der Arbeiten sind Streifzüge durch die Landschaften menschlicher Emotionen und Visionen.


Susanne Maschek

  SUSANNE MASCHEK

Geb. 1969 in Linz. Fremdenverkehrskolleg Kleßheim . Auslandsaufenthalte. Studium an der Kunstuniversität Linz/Visuelle Mediengestaltung. Gemeinschaftsausstellungen, Musik und Performances in Frankreich und Österreich. Lebt und arbeitet in Linz.

Polnische Kuh, 2000
6 Siebdrucke, handcoloriert, als Serie hinter Plexiglas
je 69 x 38 cm, Plexiglas 146 x 122 cm


Dort, wo ich war, und 3 Wochen lang nicht weg konnte, gibt es wahrscheinlich 100x mehr Kühe als Menschen - schön, so eine Kuh!


Veronika Merl

  VERONIKA MERL

Geb. 1957 in Schweden. 1976 bis 1981 Hochschule "Mozarteum", Salzburg. 1981 Diplom. 5 Jahre Theaterarbeit (Bühnenbild, Kostüm, Ausstattung). 1986/1987 Aufenthalt in Nord- und Mittelamerika, u.a. Auseinandersetzung mit indianischer Webtechnik. Lehrtätigkeit seit 1991 (Bildnerische Erziehung). Vorstandsmitglied der Berufsvereinigung Bildender Künstler. Ausstellungen im In- und Ausland, öffentliche und private Ankäufe. Lebt und arbeitet in Linz.

Designer Baby, 2001
Tusche, Textmarker, Stifte auf Himalayapapier
50 x 66 cm


"Designer Baby" stammt aus einer Serie von Grafiken auf Himalayapapier, die vor allem das Individuum im Netz gegenwärtiger Forschungsinteressen und Konsumgüter thematisiert.
Angeregt von Inkunabeln und fasziniert vom Schriftbild als grafisches Element verbinde ich Zeichnung, Text und Piktogramm mit einem Schuss Ironie. Biografische Impulse werden dabei genauso verarbeitet wie wissenschaftliche Illustrationen und Assoziationen.



Markus Miksch

Markus Miksch


  MARKUS MIKSCH

Geb. 1968 in Linz. 1988 bis 1991 Akt- und Naturstudium an der Hochschule für künstlerische und industrielle Gestaltung Linz. 1991 bis 1995 Meisterklasse für Bildhauerei an der Hochschule für künstlerische und industrielle Gestaltung Linz (Erwin Reiter). Lebt und arbeitet in Linz.

Ohne Titel
2 Zeichnungen, Tusche auf handgeschöpftem Himalayabütten
je 69,5 x 49 cm




Otto Mittmannsgruber

Otto Mittmannsgruber

Otto Mittmannsgruber


  OTTO MITTMANNSGRUBER

Geb. 1962 in Linz. 1981 bis 1987 Hochschule für künstlerische und industrielle Gestaltung Linz. 1988/89 Osaka Gaikoku Daigaku. 1989/90 Tokio Geijutsu Daigaku, Prof. Yonebayashi. Zahlreiche Ausstellungen seit 1984. Medienprojekte mit Martin Strauss. 2001 Stipendium Fujino, Tokyo. Lebt und arbeitet in Wien.

Aus der Fotoserie Tokio
3 SW-Fotografien
je 103 x 72,5 cm

Direkt am Ausgang der Yamanote-Linie, der die umliegenden Stadtteile mit Leben versorgt, versammelt sich jeden Sonntag eine einzigartige Szene, die Kosprä. So in etwa sprechen die Japaner dieses Wort aus, das sich von costumeplay ableitet. Es bezeichnet ein Spiel mit wechselnden Identitäten. Das Reservoir an Figuren und Vorbildern für dieses Spektakel ist unüberschaubar: Gestalten aus der Literatur, Helden utopischer Manga-Geschichten, Idole japanischer Kultbands, aber auch Krankenschwestern und Schülerinnen ziehen Fotografen und Voyeure gleichermaßen in ihren Bann.

Die 2001 entstandene und 2002 erweiterte Fotoserie stellt das Kosupure in über hundert Bildern dar, und versucht die Wechselwirkung zu kommerziellen Phänomenen zu erfassen. In Japan ist die Maske hier Ausdruck einer zunehmenden Individualisierung aus der Massengesellschaft, aber ebenso traditionelles Symbol der Gesichtslosigkeit.



Eva-Maria Moherndl

Eva-Maria Moherndl

  EVA-MARIA MOHERNDL

Geb. 1970. Studium an der Hochschule für künstlerische und industrielle Gestaltung Linz (Meisterklasse Keramik). Auslandsaufenthalte. Eigene Werkstatt für Baukeramik und Porzellan. Würdigungspreis des Bundesministers für Wissenschaft und Verkehr. Lebt und arbeitet in Linz/Puchenau.

Zwei Füllhörner, 1998
Farbiger Ton, Porzellan, Quarzsand
je Länge 100 cm, Ø 20 cm


Das Füllhorn, ein antikes Symbol der Fruchtbarkeit, des Reichtums und der Königswürde, hier als ein Bild für den Menschen: Sein Dasein ist ein Durchgeblasen werden und Erklingen in der je eigenen Klangfarbe und charakteristischen Oberfläche. Die Quelle des Reichtums transzendiert jedoch sein Wesen und das Umfeld stellt sich karg und in erwartungsvoller Stille dar.


Gerhard Müllner

  GERHARD MÜLLNER

Geb. 1958. Studium an der Hochschule für künstlerische und industrielle Gestaltung Linz, Meisterklasse Metall (Prof. Gsöllpointner). Lebt und arbeitet in Linz.

Aus der Serie „Grünblock", 2001
Öl auf Leinwand
100 x 76 cm


Auf schwarzem Grund werden Farbspuren nebeneinander, aneinander gezogen. Manchmal verlaufen die mit Harz verdünnten Farben, werden unscharf. Manchmal werden die noch feuchten Farbstreifen mit einem großen Flachpinsel ineinander verzogen, weichgemacht.


Heide Pichler

  HEIDE PICHLER

Geb. 1960 in Linz. 1981 bis 1988 Studium an der Hochschule für künstlerische und industrielle Gestaltung Linz. 1993 bis 1999 Assistentin an der Kunstuniversität Linz (Textil/Prof. Persson). Seit 1999 Lehrende an der Kunstuniversität Linz. Ausstellungsauswahl: Künstlerhaus Wien; Museum auf Abruf; Galerie Makartgasse, Wien; Fa. Paradigma, Linz; OÖ Kunstverein, Linz. Lebt und arbeitet in Linz und Wien

Kubatur der Gesten, 1999/2000
4 Würfel aus Organza und Kopie


Porträts von Augenblicken, Momentaufnahmen, herausgerissen aus einem Kontext, den wir nicht kennen. Konzentrationen, keine Höhepunkte, keine Finali, keine Schlusssequenz, sondern eine gestische Haltung irgendwo im verlauf des Geschehens, die gar keine besondere Bedeutung hätte, derentwegen sie zu isolieren sich lohnen würde. sie selbst, die Geste ist der Gegenstand.

Gesten, diejenigen Momente also, in denen sich der Geist in der Bewegung des Körpers seinen adäquaten Ausdruck sucht. die „kleine" gestalt des menschlichen Ausdrucks, die Wirklichkeit heißt und wahrgenommen wird, auch wenn sie es gar nicht will. inmitten der ebenen des Würfels erscheint der Ausdruck, gleichermaßen anschaulich und unfassbar - er lässt sich nicht festhalten durch die Fokussierung der Projektionsflächen.



Kurt A. Pirk

  KURT A. PIRK

Geb. 1963 in Linz. Medienkünstler (Videoinstallationen/Filme/Fotographie/Neue Medien/Siebdrucke). Künstlerischer Leiter des DesignTransferCenter in Linz. Mitbegründung der Künstlergruppe "scoop".
Mitglieder der Austria Filmmakers Cooperative. Postgraduelle Ausbildung für Neue Medien und Studium der Malerei und Grafik Adademie der bildenden Künste in Wien. Ausstellungen/Filmvorführungen im In- und Ausland. Lebt und arbeitet in Wien und Linz.

Persuit of Happiness, 2002
Siebdruck auf Transparentpapier
110 x 150 cm


Technologie als Black Box in Konfrontation mit dem Körper. Die Thematik dieser Arbeit kreist um die Auswirkung der Technologie auf die Menschen und deren Beziehungen. Ausgangsbasis war ein billiges auf einem Flohmarkt gefundenes Heftchen aus den 40er Jahren über Selbstverteidigung. Die Technik des Siebdrucks eignet sich besonders gut zur Darstellung der Verbingung von Gewalt und Erotik. Die antiquierte, körperlich anstrengende Arbeit mit der Farbdruckmaschne und das libidinöse Hineinschlagen auf das Sieb erzeugen eine stark sinnliche und mit Gewalt besetzte Atmosphäre, die sich direkt auf die inhaltliche Ebene überträgt. Durch eine Auflösung des Einzelnen in eine Paare - Beziehung und die kreisrunde Anordnung der Paare entstehen überlagerte Menschenhaufen, die Schnittstellen der Körper öffnen sich zu einem Massenraum.


Sigrid Pohl

  SIGRID POHL

Geb. 1973 in Konstanz. 1991 bis 1998 Studium an der Hochschule für angewandte Kunst, Wien. 1993 bis 1995 Lehrgang für Film- und Geisteswissenschaften, Wien. 1995 bis 1997 Studium an der ehemaligen Folkwangschule (Universitäts-Gesamthochschule Essen). 1996 bis 1997 Künstlerische Leitung der Medienwerkstatt Zeche Carl, Essen.1997 bis 2000 Studium an der Akademie der Bildenden Künste, Wien. Seit 1998 Lehrauftrag an der Universität für angewandte Kunst, Wien. Seit 1999 Lehrauftrag an der Universität für künstlerische und industrielle Gestaltung, Linz. Lebt und arbeitet in Linz und Wien.

Ohne Titel, 2000
3 Polyesterobjekte mit Großbilddia
je Ø 59,6 cm


So gesehen eröffnet Sigrid Pohl mit ihren oftmals seriell konzipierten Arbeiten offene Assoziationsfelder, durch die sich kein linearer Erzählstrang zieht, sondern wo sich die Bilder von Körperfragmenten in immer neue Beziehungszusammenhänge fügen oder auch als unterschiedliche Zustände eines (oftmals ambivalenten) Gefühls wahrnehmbar werden. Besonders deutlich tritt dieser Aspekt in ihrer jüngsten Arbeit hervor: am Boden befinden sich eine Anzahl halbkugelförmiger Polyesterschalen, denen runde Fotografien eingeschrieben sind, die Berührungen einer weiblichen Brust zeigen. Die Berührungen muten mal zärtlich und mal gewalttätig an und oszillieren auf einer Gefühlsskala zwischen Lust und Abscheu. Das transluzente Polyester korrespondiert auf Materialebene mit der inhaltlichen Aussage der Fotografien. So verleihen Wahl und Zusammenspiel der Medien dieser Arbeit eine zusätzliche haptisch-sinnliche Dimension.

(Margarete Szeless im Gespräch mit Sigrid Pohl)



Josef Ramaseder

  JOSEF RAMASEDER

Geb. 1956 in Linz. 1979 bis 1983 Hochschule für Angewandte Kunst, Wien, Meisterklasse O. Oberhuber. Ausstellungen und Projekte seit 1997:
1997 flight 20 + Spin-Off, Austr.Cultural Inst und 23 Murray Street, New York. Grey matters/white matters, Design Center Linz;
CONSTRUCTION IN PROCESS VI, "The Bridge", Melbourne, AUS. 1998 I (as in India), Shankara Centre for Arts, Bangalore, IND. 1999 niemandLand Art HYPER2000, Projekt für Festival der Regionen. Galerie Brunnhofer, Linz. Malerei 4020, Kunstform beim Rathaus, Hallein. Bautest: 100 Meter Küche, Architekturforum Linz (Kochperformance. 2000 linz/bilder, Kunsthalle.tmp, Steyr; piter.lit.mus.cook.art.com, Pushkinskaya, St.Petersburg, RU. Galerie im Stifterhaus, Linz. 2002 ...der werfe den ersten Stein, ( Milestones for Peace) New York, Domschatzkammer Aachen. UNtitled, Installation der Gruppe-etikett-, UN Wien, anläßlich UN-Konferenz über Terrorismus. Galerie Wernberg, Damtschach. Lebt und arbeitet in Linz.

Wetterkarte Europa, 1995
Wachs und Dispersion auf Leinwand
140 x 160 cm




Beate Rathmayr

Beate Rathmayr

Beate Rathmayr

  BEATE RATHMAYR

Geb. 1969 in Wels.1989 bis 96 Studium an der Hochschule für künstlerische und industrielle Gestaltung Linz, Meisterklasse Textil. 1995 Auslandsstipendium an der Hogeschool Rotterdam. 1996/97 Studienassistenz an der Hochschule für künstlerische und industrielle Gestaltung Linz / MK Textil. 1997/98 Arbeitsstipendium des Bundes. 2002 LKA Stipendium der Stadt Linz für Reykjavik/Island. Zahlreiche Ausstellungen/Beteiligungen im In- und Ausland. Lebt und arbeitet in Linz.

Dreamteams, 2001
3 Digitalfotos auf Aluminium hinter Plexiglas
je 60 x 60 cm

Mit „dreamteams" setzte ich eine Arbeitsweise fort, die in bisherigen Projekten, wie etwa „doubleganger", „red coats" oder „I´ve lost my yellow basket" bereits verwendet wurde, die Präsentation von Ähnlichkeiten.

„Dreamteams" operiert nun mit ähnlichen Strategien, allerdings steht die Definition von Gemeinschaft im Vordergrund. Das optische Erscheinungsbild von Personen ist ausschlaggebend um sie zu Gruppen beziehungsweise Teams zusammenzufügen.

Menschen werden im öffentlichen Raum, auf der Straße, wo Sie von anderen Menschen wahrgenommen werden, wo sie sich bewusst der Gesellschaft gegenüber definieren, fotografiert und als Bilder festgehalten. Diese Momentaufnahme sind Ausgangsmaterial für Fotomontagen, in denen ich einander fremde Einzelpersonen zu Paaren, Mannschaften oder Familien zusammenstelle. Die Gruppierung erfolgt ausschließlich aufgrund optischer Kriterien.
Die Fotografien werden mit Hilfe bildbearbeitender Programme am Computer weiterverarbeitet. Die abgebildeten Menschen werden aus ihrem fotografischen Hindergrund herausgelöst und mit anderen Personen gemeinsam auf weißem Hintergrund zu Gruppen zusammengestellt.
„team" (Duden Fremdwörterbuch) - eine Gruppe von Personen die mit der Bewältigung einer gemeinsamen Aufgabe beschäftigt sind



M. Rutt

M. Rutt

  M. RUTT

Lebt und arbeitet in Linz.

T-Shirt edition "subventioniert"
Projektgrundlagen und -ingredienzen: Ankauf = Subvention
deklarierter Hinweis
billiges Ausgangsmaterial (kombiniert mit teurem)
Kunst als Gebrauchsgegenstand
Kunst in Umlauf gebracht (giveaway?)
wenig bis gar nicht sichtbare Kunst
Lebensdauer-Konzept: besseres Material (Webetikette) überlebt billiges Trägermaterial (T-Shirt)

Objekt-Installation "? Kunst"
Projektgrundlagen und -ingredienzen:
Ankauf = Subvention
deklarierter Hinweis
Fragestellung
raumgreifend (Installation)
(Kunst) leicht transparent/gibt Durchblick
(Kunst) leicht und in Bewegung
dem Besucher/Betrachter entgegenkommend/entgegenwirkend
Rückenwind/Gegenwind
muß/soll durchschritten werden


Otto Saxinger

Otto Saxinger

  OTTO SAXINGER

Geb. 1967 in Kollerschlag, OÖ. Fotos, Film, Konzeptarbeiten im öffentliche Raum und als Buch. 1990 bis 1996 Meisterklasse Experimentelle Visuelle Gestaltung an der Hochschule für künstlerische und industrielle Gestaltung Linz. 1998 Auslandstipendium des BKA / Kunst in Paris / Cité des Arts (Fotoatelier). 1998 Talentförderungsprämie für künstlerische Fotografie des Landes OÖ. Mitglied der Künstlervereinigung MAERZ. Lebt in Koppl und Linz.

Berühmte Unbekannte - Glühidylle IV, 2000
Installation mit 7 Glühbirnen und 12 Transparentfolien


In dieser Arbeit werden Fotografien von gewöhnlichen Menschen benützt, die in Zeitungen/Zeitschriften an scheinbar unwichtigen Plätzen oder im Hintergrund von bekannten Personen zufällig veröffentlicht wurden. Diese „Assistenzfiguren der Massenmedien" funktionieren als „Bild des Anderen" (Lacan) und sind in ihrer identitätsstiftenden Funktion wie ein Spiegel, der der „unbewußten" Selbstinszenierung und Selbstdarstellung des Publikums dient. Diese Alltagssujets sind mit weißer Farbe auf Transparentfolien übertragen und damit soweit reduziert, dass der oder die BetrachterIn/BesucherIn sie mittels davor hängender Glühlampe erst wieder in Erscheinung bringen muß und aus einer Distanz mit diesen Bild-Sprach-Fragmenten spielen kann.

Die Installation besteht aus sieben Glühlampen, die von der Decke hängen und zwölf Transparentfolien, die an die Wand gepinnt sind. Der/die BesucherIn/BetrachterIn schaltet selbst die Glühlampen ein, und je nachdem, wie viele Lampen leuchten, werden einfache oder mehrfache bewegte Schattenbilder an der Wand sichtbar. Bei voller Beleuchtung werden kaum noch Bilder zu erkennen sein und der Betrachter wird geblendet und seinem Spiel gestört.

Einschalten, ausschalten - erinnern, vergessen....



Michele Schnabel

Michele Schnabel

  MICHELE SCHNABEL

Geb. 1963 in Holland. Studium an der Hochschule für künstlerische und industrielle Gestaltung Linz, Meisterklasse Keramik und Visuelle Gestaltung. Lebt und arbeitet in Linz.

Buddhas und Guns, 1997
Kopie, collagiert auf Papier
je 100 x 70 cm

Kleinformatige Bildcodes oder einzelne Worte werden mit einfachsten Mitteln auf intensiv farbiges Papier kopiert, endlos vervielfältigt. Diese Bild - Text- Ikonen werden dann händisch, oft entlang der Kontur ausgeschnitten und in komplexen, aber minimal differenzierten Reihungen aufgeklebt. Dabei entstanden Bilder die, von einem ungeheuren Konzentrationswillen bestimmt, alle gefangen nehmen die sich darauf einlassen. Symmetrisches, serielles Ordnungsdenken und seine systemimmanente Aufhebung durch Übersteigerung, zwingende Rhythmisierungen, die (mögliche) Interaktion der Zeichen und die Endloswiederholung der Botschaftsfragmente der Bild - Text - Codes faszinieren. Dabei orientieren sich Ihre Arbeiten weniger an gegenwärtigen oder historischen Trends des Lettrismus oder serieller Grafik, sondern an der komplexen Ideenwelt, in diesem Fall, serieller, binärer "cool club cultures". (Sigrid Schwind)


Eckhart Sonnleitner

Eckhart Sonnleitner

  ECKHART SONNLEITNER

Geboren 1963 in Lasberg, OÖ. 1988 bis 1994 Hochschule für künstlerische und industrielle Gestaltung Linz (Malerei und Grafik). Seit 1994 freischaffender Maler. Seit 1999 künstlerischer Betreuer in einer Sozialeinrichtung für psychisch erkrankte Menschen. Lebt und arbeitet in Linz.

König, 2000
Lackspray und Fettkreide auf Papier
70 x 50 cm

Kopf mit roten Wangen, 2000
Lackspray und Fettkreide auf Papier
70 x 50 cm


In kühner Konsequenz spielt der Künstler virtuos verschiedene operational definierte und grafisch vielfältige realisierte Zeichensysteme durch. Der Reduktionsgrad der Arbeiten ist hoch. Die Assoziation vielfältig: Afrikanische Masken, Ikons, also kürzelhafte Reduzierungen, aber auch Bezüge zu den Kenntnissen diverser abstrahierender Kunstrichtungen des letzten Jahrhunderts. Diese komplexe Basis organisiert Sonnleitner konsequent, stringent durchdacht, grafisch und malerisch treffsicher und ideenreich umgesetzt und vor allem zeitgemäß und nicht historisieren.

In überzeugender Weise realisieren diese "Köpfe" - (wie jedes ernstzunehmende Kunstwerk) auch ein nachvollziehbares, persönliches Verständnis von Wirklichkeit. Eckart Sonnleitners Arbeiten zeigen unbändigen Gestaltungswillen und große formale Kraft und bilden Schritt für Schritt ein variantenreich durchspiegeltes Bildgefüge.
(sigma, Kulturbericht Oberösterreich, 11/2001)


Anna Stangl

  ANNA STANGL

Geb. 1961 in Salzburg, aufgewachsen in Oberösterreich. 1983 bis 1987 Studium der Malerei an der Akademie der Bildenden Künste, Wien und Paris. 1 995 Atelierstipendium des BMWFK für Tokyo. Ausstellungsauswahl: Kunstverein Marburg; Rupertinum, Salzburg; Galerie Lang, Wien; Galerie Insel, Stuttgart; Galleria d'Arte Moderna, Bologna. 2002 Margret-Bilger-Stipendium. Lebt in Wien.

Aus der Serie „Versteckt", 2001/2002
4 Zeichnungen, Pastell, Mohnöl, Schwarzkreide, Rötel auf indischem Papier
je 30 x 21 cm


Es handelt sich bei den Zeichnungen um eine Serie, die mit dem Thema „verstecken, verbergen, andeuten" spielt. Die Bilder haben alle eine Hinterseite, die die vollständige Zeichnung zeigt. Teile davon wurden auf die Vorderseite übertragen. Es bleibt dem Betrachter überlassen, sich die ganze Zeichnung vorzustellen, so wie man an wolkigen Tagen im Flugzeug durch die aufgerissenen Wolken versucht die ganze Landschaft zu erkennen.' Beabsichtigt ist auch der Kontrast zwischen der „Bravheit" des Musters und der erotischen Thematik.


Martin Staufner

Martin Staufner

Martin Staufner

Martin Staufner

  MARTIN STAUFNER

Geb. 1964 in Immenstadt im Allgäu. Diplom 1995 an der Hochschule für Gestaltung in Linz, Meisterklasse Malerei. Einzelausstellungen Auswahl: 1995, 1997, 2000 Galerie Thiele Linz; 1995, 1998 Galerie Trummer Graz; 1998 Hipp-Halle Gmunden; 2000, 2002 Galerie Wolfrum Wien; 1996, 2001 BV Ursulinenhof Linz; 2001 Galerie Bornemann Lübeck; 2002 Galerie Barbara Vogt Hamburg. Mehrmonatige Studienreisen: 1994, 1999 New York; 1997/98 Los Angeles; 2001/02 Andalusien. Lebt und arbeitet in Linz.

Frühling, Sommer, Herbst, Winter, 2001
4 Kaltnadelradierungen mit Aquatinta auf Bütten, Auflage 6/15
29,5 x 39,5 cm (Blatt: 50 x 70 cm)




Isa Stein

  ISA STEIN

Geb. 1974 in Linz. 1992 bis 1999 Architekturstudium an der Technischen Universität Graz. 1995/1996 Architekturstudium L'Ecole d´architecture de Paris-Tolbiac, Paris. 1998 Gasthörer für Architektur an der Columbia Universität, NY. 1999 bis 2001 Kunststudium, MFA (Master of Fine Arts) Programm, Pratt Institute, NY. Seit 2001 Lehrauftrag an der William Paterson University, NY. 2001 „design work" für Vito Acconci, DUMBO, NY. Lebt in New York.

Titelzeichnung aus dem Zyklus „Diary", 2001
Kohle auf Papier
23 x 30,5 cm


Meine Hand wird zum Seismograph und nimmt Schwingungen auf; Schwingungen der Umgebung - objektive; und eigene - subjektive. Die Zyklen sind fast nur aus Linien, die sich verstärken und anhäufen und wieder verlieren, aufgebaut.

Das Endergebnis ist das Ergebnis eines Prozesses. Die Zeichnung wird solange bearbeitet, bis das Spannungsfeld in Harmonie ausklingt. Die Zeichnungen sind eine abstrakte Dokumentation eines subjektiven Zugangs.



Thomas Steiner

Thomas Steiner

  THOMAS STEINER

Geb. 1956. Hochschule für künstlerische und industrielle Gestaltung Linz (Kunsterziehung). Hochschule für Angewandte Kunst, Wien, Meisterklasse Maria Lassnig - Experimenteller Trickfilm. Mitglied des OÖ Kunstvereins, der ASIFA Austria und des Künstlerhauses, Wien.Seit 1990 zahlreiche Einzelausstellungen und Ausstellungsbeteiligungen im In- und Ausland.Seit 1984 Beteiligung an Filmfestivals im In- und Ausland. Lebt in Linz.

Ohne Titel, 1999/2000
Mischtechnik auf Molino
120 x 90 cm


In meinen malerisch - zeichnerischen Diptychen beziehe ich Bilder aufeinander, die sowohl vom verwendeten Material als auch vom Gestus völlig unterschiedlich sind:
Zwischen zwei unabhängigen Strukturen entsteht eine offene Erzählung.



    HERBERT CHRISTIAN STÖGER
Herbert Christian Stöger Herbert Christian Stöger Herbert Christian Stöger Herbert Christian Stöger Herbert Christian Stöger Herbert Christian Stöger Herbert Christian Stöger
   
Geb. 1958 in Linz. Studium Publizistik und Kunstgeschichte an der Universität Salzburg. 1981, 1983 Forschungsstipendium in den USA.. Seit 1986 als freischaffende Künstlerin tätig, aktueller Schwerpunkt Malerei. Ausstellungen im In- uns Ausland. Lebt und arbeitet in Linz.

Ohne Titel, 2001
Acryl auf Leinwand
90 x 100 cm



Thomas Strobl

  THOMAS STROBL

Geb. 1967 in Linz. 1985 Fachschule für Gebrauchsgrafik in Linz. 1989 Hochschule für künstlerische und industrielle Gestaltung in Linz, Meisterklasse Malerei. 1994 Diplom. Seit 1991 Ausstellungen/Beteiligungen, u.a. Galerie Thiele, Linz; Galerie im Stifterhaus, Linz; Kunstverein Fa. Paradigma, Linz; OÖ Landesgalerie, Linz; Galerie Eder, Linz; Berufsvereinigung Bildender Künstler, Linz. Lebt und arbeitet in Linz.

Köpfe, aus der Serie Konterfei, 2000
Öl und Kohle auf Papier, montiert auf Sperrholz
113 x 80 cm


Die Konterfei Serie stellt unter anderem eine Studie zur Ausstellung in der Galerie Eder im Jahr 2001 dar. Die vier gemalten Portraits werden Skizzenhaft, sehr locker und nicht zuletzt unscharf gehalten, da keine Infos über die dargestellten Personen, Gegenstände oder Motive der Fotovorlagen vorhanden sind. Die verschwommene Wirkung der Malerei lässt einiges an Spielraum für den Betrachter offen. So wie der fotografische und der malerische Blick zueinander finden, so sehr distanziert sich Thomas Strobl in genau dieser Art der Darstellung vom Gegenstand als solches.


Franz Suess

  FRANZ SUESS

Absolvent der Hochschule für künstlerische und industrielle Gestaltung Linz. Freischaffend tätig. Diverse Versuche, Ablehnungen, Beteiligungen und Projekte. Lebt in Linz.

Illustrationen Armutsbericht (6 Gesichter), 2001
Foto und Mischtechnik auf Papier
77 x 87 cm (Gesamtdarstellung)


Versuchte Verallgemeinerung von Gesichtern (radiert, geritzt, zerkratzt), in die Abbildungen hineingezeichnet, und Namensbilder (ebenfalls zerkratzt) auf Folien darüber gelegt. Versuchte Vergesichtung des Themas.


Charlotte Wiesmann

Charlotte Wiesmann

Charlotte Wiesmann

  CHARLOTTE WIESMANN

Geb. 1961 in Grafenau/D. Studium an der Hochschule für künstlerische und industrielle Gestaltung Linz, Meisterklasse Keramik. Mitglied des OÖ Kunstvereins und der Berufsvereinigung der bildenden Künstler OÖ. Ausstellungen und Ausstellungsbeteiligungen im In- und Ausland. Realisierung eines Kunstprojektes im öffentlichen Raum, Landespflegeanstalt Wartberg, OÖ. Arbeiten in öffentlichem und privatem Besitz. Lebt und arbeitet in Linz.

Rhizom, 1999
Gebrannter Ton
Höhe 33 cm, Æ 40 cm
Ohne Titel, 2001
Eisen-Metallsalzverbindung auf Papier
88 x 62,5 cm <
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"Rhizom" (Knaurs Lex.) Erdspross mit Speicherfunktion. Das Objekt besteht aus ineinander verschlungenen Tonrollen und weist die Form eines konischen Pflanztopfes auf. Es verkörpert dessen "Innenform", ähnlich dem Wurzelstock einer Pflanze, der die vorgegebene Topfform ausgefüllt hat.
Behandelt wird der "Rauminhalt", das Volumen, das selbst Form geworden ist. Die eingrenzende Hülle, der äußere Widerstand fehlt, der "Innenkörper" ist sichtbar. Struktur, die normalerweise verdeckt ist, wird einsehbar. Eine Sammlung von Kräften, Verdichtung und Intensität, die darauf drängt sich auszubreiten.



Link LinzerArt - Kunstankäufe 1999 - 2000
Link Kunstankäufe durch KunstkuratorInnen - allgemeine Information



KONTAKT
Karl-Heinz Höllersberger
Kulturamt
A-4041 Linz, Hauptstr. 1-5
Tel.: +43 (0)70/7070-2950
Fax: +43 (0)70/7070-2955
mail: karl-heinz.höllersberger@mag.linz.at
Dr. Peter Leisch
Kulturamt
A-4041 Linz, Hauptstr. 1-5
Tel.: +43 (0)70/7070-2945
Fax: +43 (0)70/7070-2955
mail: peter.leisch@mag.linz.at
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