Seitenanfang

DE   EN   IT   FR   ES   CZ   | SCHRIFT: A    A+   A++ | KONTRAST +| Österreichische Gebärdensprache
Stadt Linz - Leben in Linz
Stadt Linz - Startseite
 » Entsorgung »  » solarCity Pichling » Stadtplanung/Bau » Stadtentwicklung »  »  » Startseite

Entsorgung

Im Sinne einer umweltfreundlichen Siedlungsentwicklung wird die Entsorgung in die Gesamtüberlegungen miteinbezogen:
  • Im Rahmen eines Pilotprojektes "Abwasserfreie Siedlung" wird bei 88 Wohnungen und der Schule eine Urinseparation mit eigenen, konventionell zu bedienenden Toiletten durchgeführt. Der Urin wird als Dünger in der Landwirtschaft ausgebracht. Die Feststoffe werden kompostiert.
    Nähere Beschreibung zur Abwasserfreien Siedlung

  • Das Grauwasser, also das Wasser von Duschen und Spül- und Waschmaschinen wird in einem bepflanztem Sandbettfilter vor Ort gereinigt und dem nächsten Bach zugeführt.

  • Ein Regenwasserbewirtschaftungssystem mit Mulden, Rigolen und Rückhaltebecken gewährleistet ein Versickern des Regenwassers vor Ort.
    Nähere Beschreibung zur Regenwasserbewirtschaftsungssystem

  • Errichtung von Schmutzwasserkanälen als Freispiegelleitungen mit Anschluss an die bestehenden Kanäle im Ortsgebiet Pichling West.

Durch die Einführung einer Kreislaufwirtschaft, welche über die regenerative (solare) Energieausbeute hinaus weitestgehende Umweltentlastung mit sich bringt, steigt der Grad an ökologischer Wertigkeit des Gesamt-Energiekonzeptes.

 

Innovatives Abwasserkonzept für die solarCity

Die Linz AG hat ein Konzept erarbeitet, das neue Wege in der Abwasserentsorgung ermöglicht.

Als Pilotprojekt wurde die Umsetzung des neuen Abwasserkonzepts in 88 Wohneinheiten und der öffentlichen Schule realisiert. Die Verantwortlichen erwarten sich klare Erkenntnisse für zukunftsweisende Abwassersysteme, die gerade in Ballungsräumen eine Zukunftsfrage sind. Auf die Ergebnisse darf man gespannt sein.

Nährstoffe nicht einfach wegspülen

Ziel des Projekts ist die Rückführung der Nährstoffe in den natürlichen Kreislauf durch Nutzung in der Landwirtschaft. Voraussetzung dafür ist die separate Erfassung und Behandlung der Teilströme (d. s. Urin, Braunwasser und Grauwasser). Dies wird durch den Einsatz von Urinseparationstoiletten und die Verlegung von zwei separaten Leitungssystemen für Grau- und Braunwasser sowie Urin ermöglicht.

Dünger für die Landwirtschaft

Urin enthält Nährstoffe (Stickstoff, Phosphor, Kalium), die durch getrennte Erfassung und Lagerung (Urinseparation) in der Landwirtschaft als Flüssigdünger ausgebracht werden sollen. Die abgeleiteten Braunwässer (Fäkalien) und Grauwässer (Abwässer aus Küche und Bad) sollen in einem Rottebehälter filtriert und die Feststoffe unter Zugabe von Strukturmaterial vorkompostiert werden.

Aus dem Rest wird Kompost

Der Überlauf des Rottebehälters soll in einer Pflanzenkläranlage gereinigt werden, damit das gereinigte Abwasser in kleine Vorfluter abgeleitet werden kann. Nach einem Jahr erfolgt eine Nachkompostierung auf einem Kompostplatz. Danach soll der reife Kompost zur Landschafts- und Gartenpflege bzw. als Dünger in der Landwirtschaft verwendet werden.

  

Das Regenwasserkonzept in der solarCity

Bei der Planung der solarCity in Linz wurden in vielen Bereichen neue Wege beschritten. Insbesondere Fragen der Energieeffizienz  und Nachhaltigkeit spielten neben der städtebaulichen Qualität und bewohnerfreundlichen Ausrichtung eine wichtige Rolle. In dieses Konzept muss auch der nachhaltige Umgang mit dem Regenwasser integriert werden.

Auf Grundlage dieser Vorgaben wurde ein sogenanntes modifiziertes Regenwasserbewirtschaftungskonzept für die solarCity entwickelt, daß auf folgenden Grundsätzen basiert:

  • Bewirtschaftung des anfallenden Regenwassers am Ort der Entstehung in einem oberflächennahen, dezentralisierten System.
  • Die Ableitung, Sammlung und Abwirtschaftung des Regenwassers erfolgt über Rinnen, Gräben, Retentions- und Versickerungsmulden.
  • Es entsteht ein zusammenhängendes System, das im südlichen Bereich den Aumühlbach als Vorfluter nutzt und im nördlichen Bereich die Aue.
  • Die o.g. Elemente der Regenwasserbewirtschaftung sind integrativer Bestandteil der Gestaltung der Freianlagen.

Ein Element dieses Konzeptes sind sogenannte Retentions- oder Versickerungsmulden. Dabei handelt es sich um möglichst harmonisch in die Freianlagen integrierte flache Rasenmulden, die bei bestimmten Regenereignissen, hier das 5-jährige, eine maximale Einstauhöhe von 30 cm aufweisen. Dieses eingestaute Wasser entleert sich durch Versickerung oder eine gedrosselte Ableitung. Die Einstauzeit beträgt in der Regel nicht mehr als 12-16 Stunden und dieses Maximum wird wie erwähnt statistisch einmal in fünf Jahren erreicht. Die Böschungen dieser Mulden sind sehr flach, nicht steiler als 1:2 und durch die maximale Einstauhöhe von 30 cm auch nicht zu hoch. Zudem sind sie mit Rasen bewachsen und auch im feuchten Zustand trittstabil und leicht zu überwinden.

KONTAKT

BürgerInnen-Service Neues Rathaus
Hauptstraße 1 - 5
4041  Linz

Tel: +43 732 7070
Fax: +43 732 7070 54 2110
E-Mail: info@mag.linz.at

weitere Informationen:


Weitere Informationen zum Projekt