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Freiraum

Ideenfindung

Als Basis zur Ideenfindung für die Gestaltung des Freiraumes im neuen Stadtteil hat die Abteilung Projektentwicklung des städtischen Gebäudemanagements einen Fragen- bzw. Themenkatalog erstellt. Mit diesem Fragen- bzw. Themenkatalog wurden im Juni 2011 alle zuständigen Stellen, wie etwa die Wohnbauträger, die Stadtplanung Linz und die gartenbautechnischen Fachleute der Stadtgärten Linz, befasst. Anhand der Rückmeldungen wurden die wesentlichen Zielsetzungen für die Grünraumgestaltung ausgelotet bzw. festgelegt.

Auf Grundlage der so gewonnen Erkenntnisse und der gesammelten Kriterien wurden von der stadteigenen Immobilien Linz GmbH sieben Büros für Landschaftsarchitektur eingeladen, Freiraum-Planungen zu entwickeln. Da die maßgeblichen Wertgrenzen unterschritten blieben, konnte die Ideenfindung grundsätzlich als formfreies Auswahlverfahren durchgeführt werden. Dennoch wurde dabei an den Wettbewerbsformalitäten gemäß Bundesvergabeordnung festgehalten. Die Entscheidung für die endgültige Freiraumgestaltung fiel in der Jurysitzung am 10. November 2011.

Wettbewerbssiegerin

Das Projekt der Landschaftsarchitektin DIin Heidelinde Holzinger aus Linz wurde von der Jury einstimmig als das beste Projekt des Ideenfindungsprozesses gewertet.
Juryurteil:
Das Siegerprojekt der Landschaftsarchitektin DIin Heidelinde Holzinger mit seinem Thema „Volkspark und Landschaftsgarten“ entspricht dem Motto Grüne Mitte Linz am besten. In Summe bildet der Park eine ruhige Innenzone in Form einer „grünen Lunge“. Überzeugt hat die Jury vor allem auch die „multifunktional ausgestattete Allee“, die in ihrer Robustheit jede anschließende Bauform elegant aufzunehmen und auszugleichen vermag. So fungiert die Allee als Rückgrat durch ihre sehr klare räumliche Struktur, die mit dem inneren bewegten Landschaftspark in einem Dialog steht. Die Jury würdigt das Projekt als in den Details sehr konsequent durchgearbeitet mit einem plausiblen Wegekonzept und einer mit angedachten Gestaltung der Innenhöfe sowie einer konzeptionell durchgearbeiteten Randzone zur Bahn einschließlich Nord- und Südpark. Dem Siegerprojekt wird von der Jury auch die nötige Praxistauglichkeit bescheinigt, denn es ist dem Wohnalltag gewachsen, die Pflegeintensität ist angemessen und das Parkkonzept dem Standort entsprechend.

Zentraler Park - Rendering: H. Holzinger, J. Pointner

Konzept

Die Kernzone bildet inmitten des neuen Stadtteils der zentrale Park, auf den die Blickachsen der darum gruppierten Baukörper ausgerichtet sind und der im Norden in eine multifunktionale städtische Platzzone übergeht. Eigene, von der Kernzone unabhängige Platzgestaltungen werden für die beiden Plätze Nordareal und Südareal gewählt, während die langgestreckte Grünzone entlang der Bahntrasse thematisch an die Kernzone anknüpft.

Kernzone – zentraler Park samt multifunktionaler städtischer Platzzone

Der Entwurf der Landschaftsarchitektin Holzinger greift zwei Traditionen der Gartengestaltung auf, die zueinander in Kontrast gesetzt werden:
Einerseits die Idee des Volksparks des 19. Jahrhunderts mit den um eine große zentrale Wiesenfläche gruppierten, entlang weit geschwungener Wege aufgefächerten, behaglichen Situationen des Landschaftsgartens.

Andererseits das Thema der langen, breiten Lindenallee, rhythmisiert und geordnet durch eine Abfolge kleiner, ruhiger Plätze. Dieser zentrale Gegensatz wird durch eine Kinder- und Jugendspiellandschaft, drei den Wohnhöfen zugeordnete, intensiv gestaltete Staudengärten und durch eine multifunktionale, städtische Platzzone abgerundet.

Kernzone

Lindenallee: Die Länge und Konsequenz der Lindenallee verleiht dem Park einen großzügigen Charakter. Unter dem Blätterdach ist das Angebot an Spiel-, Aufenthalt und Kommunikationsbereichen vielfältig. Die Lindenallee stellt die Haupterschließungsachse in Nord-Südrichtung dar. Sie gliedert sich  in einen stark frequentierten, schnell zu durchschreitenden und mit Fahrrad oder Skatern zu befahrenden, asphaltierten Randzonenbereich und in ruhigere, der zentralen Wiese zugewandte Kiesbereiche. Es ist eine Durchgängigkeit gewährleistet, die aber immer wieder durch Plätze zum Aufenthalt, Verweilen oder zur Kommunikation durchbrochen ist. Eine bündige Sockelmauer begrenzt den Kiesbereich zur Wiesenfläche.

Zentrale Wiesenfläche und Landschaftsgarten: Im Unterschied dazu lädt der geschwungene Parkweg zum Flanieren und Verweilen auf Parkbänken und Wiesenlichtungen ein. Die Wege mit der Oberfläche einer wassergebundenen Decke werden durch Gledisien begleitet, die ein luftiges, freundliches Flair ausstrahlen.
Jugendspiellandschaft: Ein bepflanzter Rodelhügel als Miniatur setzt auf Einfachheit im Spiel. Ein Lianen-Weiden-Dschungel, ein Baumhaus, eine Kletteranlage und ein Laufband schaffen Anreize zum naturverbundenen Spiel.

Staudengärten: Die Staudengärten sind in den Übergangsbereichen zwischen öffentlichem und halböffentlichen Bereichen angeordnet. Sie bieten den BewohnerInnen private Rückzugsmöglichkeiten. Hier findet sich eine Dichte an unterschiedlichen Staudenpflanzen, Kleingehölzen und Bodendeckern. Zierkirschen bilden vereinzelte Blickfänge.

Städtische Platzzone

Ein multifunktionaler, in strengem Muster gepflasterter Platz , in dessen Zentrum eine Pergolastruktur aus Stahl steht. Diese kann unterschiedlich beschattet und beleuchtet werden. Dieses Zentrum bietet Platz für vielfältige Veranstaltungen, wie z.B. Wochenendmärkte, Abendveranstaltungen, Cafeteria, etc.
Dieser im Norden an den zentralen Park unmittelbar anschließende öffentliche Platz knüpft an die nach außen führende, an die Stadt anbindende Erschließungsachse an. Er gliedert sich mit seiner Nord-Süd-Ausrichtung wie selbstverständlich in die kleinräumigen Platzstrukturen der Lindenallee ein.

Nordareal-Platz

Durch die leicht erreichbare, verkehrsgünstige Lage ist der Platz im Nordareal für einen Jugendtreffpunkt gut geeignet. Hier bietet sich den Jugendlichen die Möglichkeit für  mehrere aktuelle Trendsportarten, wie BMX-Pool, Skateboardpipes, Halfpipes. Der dreiecksförmige Platz wird zur Bahn durch eine mehrfach geknickte Sichtschutzwand aus Stahlblech abgeschirmt. Für den an die Lastenstraße anschließenden, nur mittelfristig nutzbaren Teil des Platzes ist eine kostengünstige Bepflanzung mit Gräsern (Miscanthus) vorgesehen.

Lang gestreckte Grünzone entlang der Bahntrasse

Der lang gestreckte Grünstreifen an der östlichen Peripherie der Grüne Mitte Linz bildet einerseits einen einladend gestalteten Grünraum entlang der östlichen Aufschließungsstraße. Zum anderen schirmt sein verdichteter Bewuchs den neuen Stadtteil optisch gegen die Westbahnstrecke ab und wirkt somit als stadtökologisch wertvolle Pufferzone. Diese Grünzone mündet im Norden und Süden in jeweils einen weiteren Platz.

Südareal-Platz

Der ebenfalls dreiecksförmige Platz im Südareal rundet mit dem dort situierten Rasenspielfeld nicht nur das Jugendangebot in der Grüne Mitte Linz ab. Dieser bildet auch einen städtebaulichen Abschluss, für die durch die Wohnbebauung Lenaupark definierte Erschließungsachse.

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