Presseaussendung vom: 09.01.2018

Linz pflegt internationale Kontakte Intensiver Austausch mit Partnerstädten im Jahr 2017

Die Stadt Linz ist international stark vernetzt und hat derzeit 19 Partnerstädte in 16 Ländern sowie Freundschaftsstädte und gute Beziehungen in verschiedenen Ländern. „Die Intention liegt vor allem bei der Qualität der Beziehungen. Wir wollen bestehende Partnerbeziehungen pflegen und durch gemeinsame Projekte Kontakte mit anderen Städten knüpfen”, schildert der für Städtekontakte zuständige Referent, Vizebürgermeister Detlef Wimmer. Im Jahr 2017 ist in diesem Bereich einiges passiert: Der Freundschaftsvertrag mit der Stadt Dodoma wurde unterzeichnet. Eine Delegation besuchte die rumänische Stadt Braşov, um gemeinsame Lösungen für illegale Bettelei und Kooperationen im Bildungsbereich zu finden. Die Zusammenarbeit mit der Partnerstadt Budweis bei Kulturveranstaltungen läuft. Bürgermeister Klaus Luger und Vizebürgermeister Detlef Wimmer besuchten Shanghai und Chengdu, um Wirtschaftskontakte zu chinesischen Großstädten weiter auszubauen. Der Linzer Künstler Felix Dieckmann stellte zum einjährigen Jubiläum der Partnerschaft in Nasuhiobara Werke in der Galerie der Harmony Hall aus. Eine Linzer Delegation reiste nach Modena, um das 25-jährige Partnerschaftsjubiläum zu feiern. Eine Zusammenarbeit mit der polnischen Stadt Lodz startete durch eine Ausstellung in Linz – um nur einige Beispiele zu nennen.

Der neue Freundschaftsvertrag mit Dodoma gründet aus einer mehrjährigen Zusammenarbeit der Linzer Feuerwehren mit den Feuerwehren der Vereinigten Republik Tansania. Daraus sind Kontakte zu Regierungsstellen und zur afrikanischen Hauptstadt entstanden. Potenziale für eine engere Zusammenarbeit liegen vor allem im Bereich der kommunalen Daseinsvorsorge, im Bereich der Feuerwehren und der Sicherheit sowie im Bereich der Stadtentwicklung und der wirtschaftlichen Entwicklung. Tansania ist eines der stabilsten Länder der Region – mit sehr gutem wirtschaftlichem Potenzial.

Illegale Bettelei war zentrales Thema des Besuches von Vizebürgermeister Detlef Wimmer in der rumänischen Stadt  Braşov (Kronstadt). Aus dem Umland der rumänischen Partnerstadt stammen viele Bettlerinnen und Bettler, die in die Stadt Linz kommen. „Es ist wichtig, das Problem an der Wurzel anzupacken“, erklärt Vizebürgermeister Wimmer. „Wir wollen die Beziehungen mit der Partnerstadt Braşov nutzen, damit in Rumänien die Bettlermigration nach Linz gebremst wird. Dazu sollen passende Sozialprogramme der EU genutzt werden. Die Bettler, die in Linz erwischt werden, sind großteils bei uns so genannte Roma, für die sich in Rumänien niemand zuständig fühlt.“ Im positiven Sinn soll aber auch zum Beispiel der Austausch von Schülern mit den deutschsprachigen Schulen aufgebaut werden.

Bei der Reise nach Chengdu präsentierte Vizebürgermeister Detlef Wimmer als Verantwortlicher für Städtepartnerschaften das Innovationskonzept der Stadt Linz. Die oberösterreichische Landeshauptstadt hat mit den Verantwortlichen in Chengdu eine politische Kooperation vereinbart, um Auslands-Studierende aktiv zu unterstützen. Ab sofort können junge Menschen kostenlos in Chengdu ein Studium absolvieren. Außerdem unterstützt die Stadt mit monatlich zirka 350 Euro, was einen erheblichen Teil der Wohn- und Lebenskosten abdeckt. Es besteht ein Ärzteaustausch mit dem führenden TCM-Spital in China. Die guten Kontakte mit Chengdu ermöglichten zudem, dass eines der bedeutendsten Orchester im Westen Chinas, das Chengdu City Symphony Orchester, mit Finanzierung aus China, in Linz im November vergangenen Jahres ein Konzert spielte.

Die Städtepartnerschaft zwischen Linz und Budweis findet neue Wege über die Musik und ermöglichte Kooperationen beim Internationalen Brucknerfest Linz und dem Emma Destinn Music Festival Budweis. „Linz pflegt mit zahlreichen Städten in der ganzen Welt Partnerschaften. Die kulturelle Zusammenarbeit zwischen Budweis und Linz ist gelebtes Beispiel für unseren intensiven Austausch. Sie ermöglicht der Linzer Bevölkerung interessante Einblicke in die Kulturszene unserer Nachbarn und bereichert das kulturelle Angebot in Linz.“ Darüber hinaus besuchten Delegationen aus Nasuhiobara und Berlin die oberösterreichische Landeshauptstadt anlässlich des Brucknerfestes.

Die internationalen Aktivitäten erfolgen dabei nach den Grundsätzen der Sparsamkeit. So machen beispielhaft die jährlichen Reisekosten des zuständigen Referenten insgesamt nur etwa die Hälfte der durchschnittlichen Reisekosten der Stadtregierung aus. „So können wir mit denselben finanziellen Mitteln und trotz Einsparungen insgesamt sogar mehr Aktivitäten setzen und mehr erreichen“, freut sich Wimmer.

„Unsere internationalen Kontakte bieten sehr viel Potenzial, das wir teils schon gut nutzen und teils noch stärker ausschöpfen wollen“, schließt Wimmer ab.

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