Presseaussendung vom: 15.02.2018

2.000 Wohnungen in Linz in Bau 1.100 Wohnungen im Vorjahr fertig gestellt

Bau von 4.500 zusätzlichen Wohnungen möglich

Linz als Stadt mit Lebensqualität in allen Bereichen ist als Wohnort sehr begehrt. Das spiegelt sich im verstärkten Trend zum Zuzug wider: wies Linz Anfang 2011 noch exakt 190.000 Einwohnerinnen und Einwohner auf, so ist diese Zahl beachtlich angestiegen. Knapp 206.000 Hauptwohnsitze zählt die Landeshauptstadt derzeit bereits, das bedeutet einen Bevölkerungszuwachs von beinahe neun Prozent in den vergangenen sieben Jahren. Durch diese Tatsache wird in Linz der Ausbau des Wohnungsangebotes auch weiterhin stark forciert werden müssen.

1.100 Wohnungen wurden im vergangenen Jahr fertig gestellt, viele davon in Kleinmünchen, in Pichling und in der Innenstadt. Aktuell sind rund 2.000 Wohnungen bei 130 Projekten in Bau.

Dazu kommen 940 Wohneinheiten in 80 Projekten, die im mehrgeschossigen Wohnbau bereits baubewilligt sind, 1.160 Wohnungen bei 35 Projekten, wo um Bewilligung bereits eingereicht worden ist, sowie 410 Wohneinheiten (8 Projekte), die kurz vor der Einreichung stehen. Die 18 noch nicht einreichfähigen Projekte umfassen mehr als 1.900 Wohnungen. Hier fehlen etwa die Zustimmung des Gestaltungsbeirats oder der dafür nötige Bebauungsplan.

„In Summe können damit mehr als 4.400 zusätzliche Wohnungen in Linz in den nächsten Jahren gebaut werden. Die zu erwartenden Investitionen beim Wohnungsneubau werden sich zudem konjunkturbelebend auswirken. Eine rege Wohnbautätigkeit ermöglicht, mit dem Bevölkerungswachstum Schritt zu halten und kurbelt ebenso die Wirtschaft an. Eine neu gebaute Wohnung sichert zwei Arbeitsplätze pro Jahr, bei einem jährlichen Volumen von 1.000 neuen Wohnungen sind dies 2.000 Arbeitsplätze am Bau. Eine nachfrageadäquate Abdeckung des Wohnungsbedarfs hält zudem die Preisentwicklung am Immobilienmarkt in stabilen Grenzen“, informiert Bürgermeister Klaus Luger.

„Will Linz als Wohn- aber auch als Wirtschaftsstandort attraktiv bleiben, muss es uns gelingen, insbesondere den Linzer Süden, in dem viele Wohnbauprojekte geplant sind, aufzuwerten. Mit einer gemeinsamen Fläche von 2.581 Hektar sind Ebelsberg und Pichling die flächenmäßig größten statistischen Bezirke der Stadt Linz. Mit derzeit ca. 18.500 Einwohnerinnen und Einwohnern ist in diesem Gebiet das Potenzial für Nachverdichtung besonders hoch. Dies wird die Stadt in Sachen Infrastruktur und Verkehr vor große Herausforderungen stellen. Die Verkehrsplanung arbeitet bereits gemeinsam mit den LINZ AG LINIEN an einem umfassenden Verkehrskonzept. Einzelne Stadtteile im Süden müssen – auf Grund des dynamischen Wachstums – rasch besser durch den öffentlichen Verkehr und den Individualverkehr erschlossen werden. Während das Leitbild ‚Stadt der kurzen Wege‘ bereits beim kooperativen Verfahren in Ebelsberg durch Schaffung entsprechender Gewerbeflächen berücksichtigt wurde, ist bei bestehenden Wohnbauwidmungen korrigierend einzugreifen. Wir müssen uns ganz genau überlegen, welche Aufgaben bereits bestehende Siedlungen und welche neue Siedlungen übernehmen müssen, damit eine Ausgewogenheit zwischen Wohnen, Arbeit, Freizeit und Einkaufen gesichert bleibt. Fakt ist, dass nur autarke Stadtteile die innerstädtischen Pendlerströme reduzieren können“, erklärt Infrastrukturreferent Stadtrat Markus Hein.

Die Wohnbauaktivitäten betreffen die Umnutzung ehemaliger Betriebsareale, die Schließung von Baulücken durch die Errichtung qualitativer hochwertiger Wohnungen im innerstädtischen Bereich und Planungen für Stadterweiterungsprojekte im Süden, zum Beispiel in Pichling.

Das mittelfristig größte Wohnbauprojekt, das Areal rund um die Kaserne Ebelsberg, ist in dieser Vorschau noch nicht berücksichtigt.

1.117 Wohnungen fertig

Bei den 1.117 im Vorjahr fertig gestellten Wohnungen waren das Projekt Coulinstraße in der Innenstadt mit 80 Wohnungen, das Projekt Gürtelstraße der GWG im Bulgariplatzviertel mit 76 Wohnungen, das Projekt Neubauzeile (Neue Heimat) des Wohnbauträgers Neue Heimat mit 60 Wohnungen und das WSG-Bauvorhaben Menzelweg in Pichling mit 47 Wohnungen Spitzenreiter.

2.000 Wohnungen in Bau

Zu den größten aktuellen Projekten zählen das Projekt Winkler-Park der GWG mit 193 Wohneinheiten, die Wohnbebauung der ERSTE Immobilien an der Lastenstraße in der „Grünen Mitte“ mit 167 Wohnungen, der LUX Tower an der Weingartshofstraße im Bahnhofsviertel mit 126 Wohnungen, die Neubebauung an der Edeltraud-Hofer-Straße („Grüne Mitte“) durch die Baureform Wohnstätte mit 102 Wohneinheiten und das GWG-Projekt Karl-Steiger-Straße in Kleinmünchen mit 94 Wohnungen.

Größenmäßig folgen die Wohnbauvorhaben Schumannstraße (Kleinmünchen) der LAWOG mit 56 Wohnungen, Liebigstraße (Franckviertel) der GWG mit 51 Wohnungen, Kaisergasse (Innenstadt) der Kaisergasse Liegenschaftsverwaltung mit 48 Wohneinheiten sowie die Elisabethstraße des Konvents der Elisabethinen und die „Promenadengalerie“ (beide Innenstadt) der Wimmer Medien mit je 43 Wohnungen. 

TOP 10 der aktuellen Projekte nach Wohnungszahl


Bebauung Winkler Park, Raimundstraße („Grüne Mitte“), Foto: PTU, Pertlwieser
Bebauung Winkler Park, Raimundstraße („Grüne Mitte“), Foto: PTU, Pertlwieser

LUX Tower, Foto: PTU, Pertlwieser
LUX Tower, Foto: PTU, Pertlwieser

„Mit den mehr als 1.100 Wohnungen, die im Vorjahr gestellt wurden, und den 2.000 Wohnungen, die in Bau sind, können wir mit der Bevölkerungsentwicklung Schritt halten“, bilanzieren Bürgermeister Klaus Luger und Infrastrukturreferent Stadtrat Markus Hein: „Voraussetzung für eine weiterhin bedarfsgerechte Abdeckung der Wohnungsnachfrage ist, dass wir auch in den kommenden Jahren entsprechende Wohnbauförderungsmittel für den Zentralraum lukrieren können. Besonders im Hinblick auf unser größtes Zukunftsprojekt am ehemaligen Areal der Kaserne Ebelsberg ist dies von besonderer Bedeutung“.

GWG-Projekt Auhirschgasse, Rendering: Archinauten
GWG-Projekt Auhirschgasse, Rendering: Archinauten

Bewilligte Projekte

940 Wohneinheiten in Linz im mehrgeschossigen Wohnbau sind bereits baubewilligt und könnten somit grundsätzlich gestartet werden. Diese teilen sich auf 80 verschiedene Projekte auf, sie sind relativ gleichmäßig über das gesamte Stadtgebiet verteilt.

Zu den größeren Vorhaben zählen das Projekt der GWG an der Auhirschgasse in Pichling mit 172 Wohneinheiten, 60 Wohnungen der WSG am Menzelweg, 60 Wohnungen der GWG an der Sintstraße, 38 Wohneinheiten von Mayrhofer Immobilien GmbH bei der Anzengruberstraße sowie 35 Wohnungen der Baureform an der Raimundstraße (jeweils im Bulgariplatzviertel).

TOP 5 der bewilligten Projekte


1.160 Wohnungen kurz vor Baubewilligung

Für 1.160 Wohnungen bei 35 Projekten wurde die Bewilligung bereits eingereicht, 410 weitere Wohneinheiten (8 Projekte) stehen kurz vor der Einreichung.

Unter den größten einreichfähigen Projekten befinden sich der Bruckner Tower in Urfahr mit 354 Wohnungen, eine Bebauung der WAG an der Europastraße (Oed) mit 147 Wohneinheiten, eine Studentenwohnanlage der Erste ÖSW an der Altenberger Straße mit 112 Wohneinheiten, eine Wohnanlage der WAG an der Moosfelderstraße (Pichling) mit 108 Wohnungen sowie eine geplante Wohnanlage der Kladensky Bauträger „Auf der Wies“ (jeweils Urfahr) mit 52 Wohnungen. 

Top 5 – Einreichfähige Projekte


18 Projekte mit mehr als 1.900 Wohnungen in Planung

Weiters gibt es 18 Projekte, die noch nicht einreichfähig sind. Diese umfassen mehr als 1.900 Wohnungen. Hier fehlt zum Beispiel die Zustimmung des Gestaltungsbeirates oder der dafür nötige Bebauungsplan.

Es handelt sich sowohl um innerstädtische Bauvorhaben als auch um Stadterweiterungsprojekte in Pichling („Wohnen am See“, 2. Etappe Auhirschgasse, Wohnbebauung Traundorfer Straße etc.) Die Planungen für das ehemalige Kasernenareal in Ebelsberg sind in der genannten Wohnungszahl noch nicht inkludiert.

Top 5 – Geplante Projekte



Bauprojekte Standorte, Magistrat Linz/Stadtforschung

(Informationsunterlage zur Pressekonferenz von Bürgermeister Klaus Luger und Infrastrukturreferent Stadtrat Markus Hein zum Thema „Wohnbau in Linz – Bilanz und Ausblick“)

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