Presseaussendung vom: 21.03.2018

Linzer Tarifmodell bewährt sich auch bei privaten Kindergärten Ähnlich niedrige Umstiegsquote auf Vormittagsbetreuung wie bei städtischen Einrichtungen

Das sozial faire Linzer Tarifmodell für die kostenpflichtige Kindergarten-Nachmittagsbetreuung gilt auch für private Kindergärten. Von den 2.035 dort betreuten Kindern wurden daher nur 129 von der Ganztagsbetreuung abgemeldet. Damit bewegt sich die Umstiegsquote mit 6,3 Prozent auf einem ähnlich niedrigen Niveau wie bei den städtischen Kindergärten (396 von 4.565 Kindern – 7,9 Prozent). Ein völlig anderer Trend ist in vielen oberösterreichischen Gemeinden zu beobachten. Dort wurden bis zu 50 Prozent der Kinder – aufgrund der vom Land Oberösterreich verordneten kostenpflichtigen Nachmittagsbetreuung – von den Erziehungsberechtigten abgemeldet. Sozialreferentin Vizebürgermeisterin Karin Hörzing und die Stadträtin für Frauen, Bildung und Umwelt Mag.a Eva Schobesberger freuen sich über die „Linzer Erfolgsformel“: „Einsparungen auf Kosten der Kinder sind der falsche Weg. Die Nachmittagsgebühren treffen besonders Elternteile, die Teilzeit arbeiten und Mittelstandsfamilien.“

Bis zu einem monatlichen Brutto-Einkommen der Familien von 1.471 Euro (ohne Transferleistungen wie Familien- und Wohnbeihilfe) gilt in Linz der Nulltarif. Für die Berechnung wird bei Unselbstständigen das Jahreseinkommen durch 14, bei Selbstständigen durch 12 dividiert. Ab 3.670 Euro verrechnet die Stadt Linz der Höchstbetrag von 54 Euro. Im restlichen Oberösterreich sind es dagegen maximal 110 Euro. Das im Jänner 2018 vom Gemeinderat beschlossene Tarifmodell erspart den Eltern jährlich fast drei Millionen Euro.

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