Presseaussendung vom: 30.03.2018

Stadt und Stadtpolizeikommando setzen Schwerpunkte am Hessenpark Vizebürgermeisterin Karin Hörzing: „Vermisse Einsatz des Landespolizeikommandos im Hessenpark!“

„Stadt und Stadtpolizeikommando kommen im Hessenpark ihrer Verantwortung nach“, reagiert Vizebürgermeisterin Karin Hörzing heute auf den Brief des Direktors eines Hotels am Hessenpark. So habe die Stadt beim Hessenpark wesentliche Initiativen zur Verbesserung der Situation eingeleitet, etwa durch die Intensivierung der Streetwork-Arbeit oder den Budgetbeschluss von 634.000 Euro für die Neugestaltung des Parks. Das Linzer Stadtpolizeikommando hat mittlerweile seine Möglichkeiten ausgereizt: „Stadtpolizeikommandant Brigadier Karl Pogutter hat in vorbildlicher Weise die Aktivitäten der Linzer Polizei verstärkt, stößt aber mit den ihm zur Verfügung stehenden Ressourcen an seine Grenzen“, sieht Vizebürgermeisterin Karin Hörzing Landespolizeidirektor Andreas Pilsl in der Pflicht. „Wo ist die Spezialeinheit des Landespolizeikommandos zur Bekämpfung von Gewalt und Drogenkriminalität?“

Vorfälle vor dem Hauptbahnhof Linz führten im Vorjahr zur Bildung einer so genannten „Bereitschaftseinheit“ durch das Landespolizeikommando. Jedenfalls 50 PolizistInnen sollen dieser Einheit angehören. Ihre Aufgabe sollen speziell Schwerpunktaktionen gegen Gewalt und Drogenkriminalität etwa in Parks oder auf der Landstraße sein, wie Landespolizeidirektor Andreas Pilsl im Herbst 2017 der Öffentlichkeit erklärte. Kurzfristig galt der Bestand der Einheit als gefährdet, mittlerweile haben sich Medienberichten zufolge Landeshauptmann Stelzer und Innenminister Kickl auf das Fortbestehen der Spezialeinheit verständigt. „Wo, wenn nicht in den Städten und in Anlagen wie dem Hessenpark, wäre der richtige Einsatzort für diese Bereitschaftseinheit“, fragt sich Vizebürgermeisterin Karin Hörzing.

Die bisherige intensivierte Polizeiarbeit geht alleine auf die Kappe des Linzer Stadtpolizeikommandos. „Ich danke Brigadier Karl Pogutter, der die ihm zur Verfügung stehenden Mittel bereits weit ausgereizt hat, um mehr Polizeipräsenz im Hessenpark zu ermöglichen. Ich verstehe aber auch, dass er mit seinen Ressourcen nicht noch mehr tun kann“, so Hörzing. Haushalten müsse auch die Stadt, trotzdem haben die Regierungsparteien 634.000 Euro für die Neugestaltung des Hessenparks im Budget vorgesehen. Zusätzlich wurde mit dem Land ein eigenes Angebot für Suchtkranke ins Leben gerufen, um diesen Menschen eine Betreuung und Aufenthaltsmöglichkeit abseits des Parks zu bieten. Darüber hinaus hat die Stadt die Streetwork-Aktivitäten intensiviert. Nachtsperren und Alkoholverbote kommen für die Vizebürgermeisterin hingegen nach wie vor nicht in Frage: „Diese Maßnahmen würden die Probleme höchstens verdrängen, aber nicht lösen“, ist Karin Hörzing überzeugt. „Wenn nach wie vor Personen aus der Drogenszene ein inakzeptables, problematisches Verhalten im öffentlichen Raum an den Tag legen, dann sei die extra dafür eingerichtete Spezialeinheit gefordert“, sie

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