Presseaussendung vom: 18.04.2018

7.550 Meldungen im Jahr 2017 „Schau auf Linz“-App mit 53 Prozent Anteil an Feedback

Verkehrsanliegen dominieren
Kaum Probleme mit Hunden und öffentlichen Verkehr

Mit Wünschen, Anregungen beziehungsweise mit Beschwerden tragen immer mehr Linzerinnen und Linzer zur Verbesserung der Lebensqualität in ihrer Stadt bei. Im Jahr 2017 wurden insgesamt knapp 7.550 Meldungen eingebracht. Das ist nahezu annährend so viel wie im Jahr 2016.

Vor allem die 2013 eingerichtete Online-Plattform „Schau auf Linz" nutzen mehr Linzerinnen und Linzer denn je als „direkten Draht“ zur Lebensstadt Linz. 53 Prozent der Meldungen erreichten über diesen Informationskanal das Bürgerservice. Etwa ein Drittel der Anliegen langen nach wie vor auf telefonischem Wege ein.

Hauptthema in allen Bezirken ist der Verkehr, wobei es sich zum überwiegenden Teil um Anregungen oder Schadensmeldungen handelt. Besonders im Stadtzentrum spielt auch Müllablagerung eine wichtige Rolle, während in den Randbezirken teilweise andere Themen, wie Grünschnitt oder Schadensbehebungen Gewicht haben.

Auf den ersten drei Plätzen der Top-Ten der wichtigsten Anliegen 2017 der Linzerinnen und Linzer liegen Verkehrseinrichtungen, Müllablagerung und Winterdienst, gefolgt von Grünschnitt und Schadensbehebung. Im weiteren Mittelfeld bewegen sich die Themen Verkehrsflächenreinigung und PKW ohne Kennzeichen. Beschwerden über Hundehaltung und den öffentlichen Verkehr spielen mit jeweils weniger als vier Prozent keine große Rolle bei den Beschwerden der Linzer Bürgerinnen und Bürger.

„Für eine hohe Lebensqualität zu sorgen und beste Servicequalität zu bieten, zählt zu den wichtigsten Zielen der Stadt Linz und ihrer Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter. Daher schätzen wir den Dialog mit der Bevölkerung sehr. Die Meldungen helfen uns, Probleme rasch zu beheben und potenzielle Schwachstellen frühzeitig zu erkennen. Obwohl noch immer ein Drittel der Linzerinnen und Linzer über das Telefon ihre Anliegen deponieren, konnte sich die Plattform Schau auf Linz mit 52 Prozent deutlich als neuer Eingangskanal etablieren“, ist Bürgermeister Klaus Luger überzeugt.

Bürgerservice kümmert sich um 7.550 Anliegen

Als Informationsdrehscheibe für die Anregungen, Wünsche und Beschwerden der Bevölkerung agieren seit 2006 die montags bis freitags von 7 bis 18 Uhr erreichbaren Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des Teleservice Centers im Neuen Rathaus (Linzer Telefonnummer 7070). Sie betreuen die auf unterschiedliche Weise übermittelten Anfragen vom Einlangen bis zur Beantwortung. Von den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern des Teleservice-Centers werden die einlangenden Beschwerden und Anregungen gefiltert sowie zur weiteren Bearbeitung oder Stellungnahme an zuständige Ansprechpartnerinnen und -partner weitergeleitet. Auch an „Externe“ wie LINZ AG oder Polizei werden eingebunden.

App „Schau auf Linz“ und Telefon bevorzugte Kontaktmöglichkeiten
Seit Einführung der App Anregungen verdoppelt

Im Jahr 2017 wurden knapp 7.550 Meldungen eingebracht. Das sind annähernd so viele als im Vorjahr. Der am häufigsten frequentierte Eingangskanal ist die Plattform Schau auf Linz mit 53 Prozent. Etwa ein Drittel (32 Prozent) der Anliegen der Bürgerinnen und Bürger langten auf telefonischem Wege ein. Die Einführung von Schau auf Linz hat keine nennenswerte zahlenmäßige Verlagerung von den herkömmlichen Eingangskanälen verursacht, sondern wurde von den Bürgerinnen und Bürgern als zusätzliche Kommunikationsschiene angenommen. Die Anzahl der Anregungen und Beschwerden hat sich seit Einführung der Online-Plattform insgesamt mehr als verdoppelt. Offensichtlich ist durch den Bekanntheitsgrad von Schau auf Linz der Umstand, dass Beschwerden ernst genommen werden, vermehrt in den Fokus der Linzerinnen und Linzer geraten.

 

Top-Ten Anliegen 2017 - Verkehrseinrichtungen dominierendes Thema

Auf den ersten drei Plätzen der Top-Ten der wichtigsten Anliegen 2017 der Linzerinnen und Linzer liegen Verkehrseinrichtungen, Müllablagerung und Winterdienst, gefolgt von Grünschnitt und Schadensbehebung. Im weiteren Mittelfeld bewegen sich die Themen Verkehrsflächenreinigung und PKW ohne Kennzeichen. 

Mehr als 3.150 Meldungen oder knapp 42 Prozent betreffen das Thema Verkehrseinrichtungen. Darunter fallen beispielsweise Schadensmeldungen zu defekten Ampeln, Straßenbeleuchtungen, Verkehrszeichen, Kanaldeckeln sowie Schlaglöcher. Wünsche und Anregungen stehen in Zusammenhang mit neuen Ampelanlagen oder Verkehrszeichen, Parkplätzen oder dem Wunsch nach verstärkten Kontrollen durch die Polizei.

Auf Platz zwei mit knapp 12 Prozent liegen weit abgeschlagen Meldungen zu Müllablagerungen in den Stadtteilen. Winterdient, Grünschnitt und Schadensbehebungen liegen mit zirka 500 Meldungen auf Platz drei bis sechs. Probleme mit Hunden, öffentlichen Verkehr und Verkehrsbehinderungen sind mit 2 Prozent keine großen Ärgernisse für die Bevölkerung.

Im Vergleich zu 2016 sanken die Verkehrsanliegen um 12 Prozent oder 440 Meldungen. Lediglich beim Winterdienst kam es verstärkten Meldungen (Steigerung um 280 Prozent). Der Anstieg von 2016 auf 2017 ist mit dem strengen Winter in Verbindung zu bringen. Der Anstieg der Beschwerden korreliert mit dem Streumittelverbrauch und der Anzahl der gefahrenen Einsätze. Auch bei den Meldungen zu Müllablagerungen gab es eine signifikante Steigerung der Meldungen von 2016 auf 2017 (15 Prozent).


Verteilung der Anliegen auf die Stadteile – Schadensmeldungen und Verkehrsanregungen sind Hauptthema

Hauptthema in allen Bezirken ist der Verkehr, wobei es sich zum überwiegenden Teil um Anregungen oder Schadensmeldungen handelt. Besonders im Zentrum (Statistische Bezirke Innere Stadt und Bulgariplatz) spielt auch das Thema Müllablagerung eine wichtige Rolle, während in den Randbezirken teilweise andere Themen, wie Grünschnitt oder Schadensbehebung, mehr Gewicht haben.

Die größte Anzahl an einlangenden Beschwerden beziehungsweise Anregungen betreffen den Statistischen Bezirk Innere Stadt, gefolgt von Urfahr und Bulgariplatz.

Von den eingelangten Anregungen und Beschwerden konnten zirka 7.340 einzelnen Stadtteilen direkt zugeordnet werden. Knapp 200 Meldungen betrafen die Stadt allgemein oder bezogen sich auf Punkte außerhalb des Stadtgebietes. Die meisten Anliegen betrafen 2017 wie in den Jahren zuvor die Innenstadt (1.400), gefolgt vom Urfahrer Zentrum (1.140), dem Bulgariplatz (600), den Spallerhof (450) und St. Magdalena sowie Bindermichl-Keferfeld mit jeweils zirka 430 Meldungen. 

 

50 Prozent aller Beschwerden direkt wunschgemäß erledigt

Von den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern des Teleservice Center wird bei der Bearbeitung eines Anliegens der Bürgerinnen und Bürger oder einer Beschwerde zwischen „erledigt“ im Sinne der Melderin/des Melders oder „wird nicht umgesetzt / keine Zuständigkeit“ unterschieden. Als positiv erledigt sind jene Fälle zu verstehen, die exakt im Sinne der Melderinnen und Melder erledigt wurden. Möchte beispielsweise jemand die Montage einer Bodenschwelle erreichen, gilt dieses Anliegen nur dann als positiv erledigt, wenn eine solche auch errichtet wird. Wird jedoch eine andere verkehrsberuhigende Maßnahme umgesetzt, so wird das Anliegen der Bürgerinnen und Bürger als „nicht umgesetzt“ gekennzeichnet.

Nicht alle Anregungen fallen in den Zuständigkeitsbereich des Magistrats. Diese Fälle werden nach Möglichkeit an externe Ansprechpartnerinnen und -partner weitergeleitet. Häufig erfolgt auch eine Rückmeldung. In manchen Fällen ist eine Umsetzung nach rechtlichen oder sachlichen Gründen oder wegen mangelnder Zuständigkeit (wie etwa Nachbarschaftskonflikte) nicht möglich.

In diesem Sinne konnten von den exakt 7.549 im Jahr 2017 eingelangten Anliegen und Beschwerden der Bürgerinnen und Bürger 3.836 (51 Prozent) positiv erledigt werden. 3.679 Anliegen (49 Prozent) wurden in diesem Sinne nicht umgesetzt.

Die Erledigungsrate differiert erheblich je nach Thema der Anliegen. So weist die Behebung von Schäden an Verkehrseinrichtungen eine hohe Erledigungsrate auf, da es sich primär um Reparaturen handelt (ausgefallene Ampel). Bei den komplexeren Vorschlägen zu Verkehrsmaßnahmen (andere Ampelregelung, neuer Radweg, Kreisverkehr) kommt eine Umsetzung seltener vor.

Bei zahlreichen Themen, die soziale Verhaltenswiesen oder das Zusammenleben im öffentlichen Raum betreffen, ist der Begriff „erledigt“ zumeist auch dann nicht angebracht, wenn sich der Ordnungsdienst oder die Polizei damit befassen, die grundsätzliche Problematik mit dem Einschreiten im Anlassfall jedoch nicht behoben werden kann (Bettelei, Leinenpflicht).

(Informationsunterlage zur Pressekonferenz von Bürgermeister Klaus Luger zum Thema „Feedbackmanagement-Bericht 2017“)

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