Presseaussendung vom: 18.04.2018

Gefragte kostenlose Lernunterstützung 2.000 junge Linzerinnen und Linzer nutzten 2017 Förderunterricht der VHS

Angebote seit 2009 wesentlich vergrößert

Kräftig ausgebaut hat die Linzer Volkshochschule in den vergangenen Jahren die kostenlose Lernunterstützung für Schülerinnen und Schüler von Volksschulen und Neuen Mittelschulen. In den Sommerferien 2009 bereiteten sich erstmals 90 Kinder im Wissensturm auf das neue Schuljahr vor. Das Fachreferat Grundbildung, Qualifizierung und Lernen entwickelte in der Folge Förderunterrichtsangebote, die auch während des Schuljahres das Lernen erleichtern. Unterrichtet wird in Kleingruppen in den Schulen oder seit drei Jahren auch an Samstag-Vormittagen im Wissensturm. 2017 nutzten etwa 2.000 junge Linzerinnen und Linzer vorwiegend in den Gegenständen Deutsch und Mathematik die Lernhilfe. Der Großteil von ihnen besuchte eine Neue Mittelschule. „Die von der VHS organisierte kostenlose Lernunterstützung trägt wesentlich zu mehr Chancengerechtigkeit bei. Der schulische Erfolg darf nicht eine Frage der finanziellen Möglichkeiten und des Bildungsniveaus der Eltern sein. Die große Nachfrage zeigt, dass wir auf dem richtigen Weg sind“, betont Bildungsstadträtin Mag.a Eva Schobesberger.

Kooperation mit Neuen Mittelschulen und Volksschulen

Trotz hohen persönlichen Einsatzes und schuleigenen Förderunterrichts können die Lehrpersonen im Regelschulbetrieb oft nicht die erforderliche zusätzliche Unterstützung geben. Nur wenige Schülerinnen und Schüler schaffen es alleine, ihre Lerndefizite auszugleichen. Die VHS Linz informiert die Linzer Pflichtschulen in regelmäßigen Abständen über die Unterstützungsangebote und macht dabei auch auf „Förderkurse nach Maß“ aufmerksam. Die Lehrenden können Kleingruppen zusammenstellen, die dann direkt in der jeweiligen Schule oder im Wissensturm nach individuellen Vorgaben unterrichtet werden. Dabei geht es nicht nur um Lehrinhalte, sondern auch um die Abstimmung auf den Stundenplan. Die Neuen Mittelschulen im Stadtgebiet und sowie Volksschulen wissen diese Chance zu schätzen. In den Volksschulen umfasst der Förderunterricht (Einheiten von 90 Minuten) die Gegenstände Deutsch, Rechnen und Lesekompetenz, in den Neuen Mittelschulen Deutsch, Englisch und Mathematik.

„Lernsamstage“ im Wissensturm

Bestens bewährt haben sich auch die zunächst nur in Zusammenarbeit mit der Neuen Mittelschule 3 (Stelzhamerschule) gestarteten „Lernsamstage“ im Wissensturm. Mittlerweile besuchen zirka 200 Schülerinnen und Schüler aus mehreren Neuen Mittelschulen regelmäßig den Förderunterricht in Deutsch, Englisch und Mathematik. Die Gegenstände werden von 9 bis 12 Uhr im Stundentakt unterrichtet. Der Kursausweis gilt als Fahrausweis für öffentliche Verkehrsmittel.

Osterkurse machten 282 Schülerinnen und Schüler auch fit für den Übertritt in neue Schulformen

In den heurigen Osterferien wiederholten 282 Schülerinnen und Schüler von Volksschulen und Neuen Mittelschulen zentrale Lerninhalte der Kernfächer im laufenden Schuljahr. Viele von ihnen streben ein gutes Abschlusszeugnis für den Übertritt in eine neue Schulform an.

Sommerkurse als „Bildungs-Sommerhit“

Mehr als 800 junge Linzerinnen und Linzer nutzten 2017 in den Ferien die Gelegenheit, den Volksschul- oder NMS-Lehrstoff der Fächer Deutsch, Englisch und Mathematik zu üben und dadurch gut vorbereitet in das neue Schuljahr zu gehen. Auch 2018 stehen diese Sommerkurse wieder auf dem Programm. Eine gute Basis für den Übertritt von der Neuen Mittelschule in berufsbildende technische und kaufmännische Schulen stellen Auffrischungskurse dar, die in Zusammenarbeit mit der HTL Paul-Hahn-Straße und der HAK Rudigierstraße ausgearbeitet wurden.

Engagierte junge Lehrende

Als Trainerinnen und Trainer arbeiten zirka 60 Absolventinnen und Absolventen sowie Studierende der Pädagogischen Hochschulen mit Unterrichtserfahrung. Die Tätigkeit in der Lernunterstützung gibt ihnen Gelegenheit, weitere Berufspraxis zu gewinnen.

(Informationsunterlage zur Pressekonferenz von Bildungsstadträtin Mag.a Eva Schobesberger gemeinsam mit Dr. Julius Stieber, Direktor des Geschäftsbereiches Kultur und Bildung und Mag.a Dr.in Dagmar Krenmayr, Fachreferat Grundbildung, Qualifizierung und Lernen der VHS zum Thema „Kostenlose Lernunterstützungsangebote der VHS leisten wichtige Beiträge zur Chancengerechtigkeit“)

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