Presseaussendung vom: 12.07.2018 |

Gib den Stadt-Bienen Futter! (Foto) Stadtgärtner bereiten mit selbst gezogenen Bienenfutterpflanzen Nährboden für die Insekten auf

Unterstützung durch blühende Stadtnatur ist für die Honigsammler besonders für die Zeit nach der Baumblüte von Juni bis Oktober wichtig. Gib den Bienen Futter. Unter diesem Motto setzt sich der für Stadtnatur und Lebensqualität zuständige Vizebürgermeister Bernhard Baier für bienenfreundliche Stadtoasen ein. Angesichts der massiv schrumpfenden Insektenbestände in Österreich (80 Prozent weniger Fluginsekten in den vergangen 20 Jahren) für Baier unabdingbar. Schließlich sorgen Bienen für ein nachhaltig gesundes und vielfältiges Lebensumfeld. „Bienen sind unser regionaler Obstlieferant“, so Baier. Um diese urbane Lebensqualität für die Linzerinnen und Linzer zu erhalten, bereiten die Stadtgärtner für die wichtigen Insekten den Nährboden mit Bienenfutterpflanzen auf. „Um die Linzerinnen und Linzer für das Thema bienenfreundliche Stadtnatur zu sensibilisieren werden sogenannte Bienenfutterpflanzen-Beete wie hier das mehr als 100 Quadratmeter große Blumenbeet in der Wildbergstraße nun auch beschildert“, erklärt Baier.

Weitere Kennzeichnungen sollen bei den Beeten am Hauptplatz, im Donaupark beim Brucknerhaus, in der Harrachstraße und Wienerstraße folgen. Ziel der Aktion ist, den Bienen aber auch andere Insekten auf den stadteigenen Flächen genügend Nahrung zu bieten. Daher versucht man in der Sommerzeit den Schwerpunkt auf bienenfreundliche Pflanzenarten zu legen. Die Linzer Stadtgärten arbeiten seit Jahren „bienenfreundlich“. So werden etwa keine bienenschädlichen Pestizide verwendet.

„Besonders in der Zeit nach der Baumblüte von Juni bis Oktober, brauchen die Bienen die Unterstützung der Stadtgärtner“, so Baier. Denn ein großes Problem der Bienen ist die Trachtlücke von Juni bis Oktober. Nach der Baumblüte, die Linde im Juni ist der letzte Baum, finden sie einfach zu wenig Nahrung und viele Bienen verhungern.

Das wird durch das Setzen vieler einjähriger Blumen und ausdauernder Stauden, sie blühen von Juni bis in den Spätherbst, verhindert. Diese bienenfreundlichen Pflanzen werden schon verstärkt in den Sommerblumenbeeten der Stadt integriert. Damit ist gewährleistet, dass Bienen, aber auch andere Insekten bis zum Spätherbst genügend Nahrung finden.

In Linzer Beeten warten als Bienenfutter das Wandelröschen, Gaura, Salbei, Zinnie, Heliotrop, Lobularia, Brachyscome, Ziertabak, Sonnenhut, Cleome, Kapuzinerkresse, Dahlie u.v.m. Sie bieten bis in den Herbst hinein Nahrung.

In bereits vorhandenen Staudenbeeten, oder Straßeninseln werden gezielt bienenfreundliche Stauden, wie Aster, Sonnenhut, Fetthenne, Thymian, aber auch diverse Kräuter eingebracht.

Home-Made Bienenfutter: Linzer Stadtgärtnerei am Thurnermeisterhof zieht alle bienenfreundlichen Pflanzen selbst heran.

„Besonders stolz sind wir, dass alle bienenfreundlichen Pflanzen in der Stadtgärtnerei und der städtischen Baumschule in ausreichender Arten- und Sortenvielfalt und Quantität günstig herangezogen werden können“, sagt Barbara Veitl, Abteilung Stadtgrün und Straßenbetreuung.

Aber auch extensiv gepflegte Wiesen, Hecken und Obstgärten sind Refugien der Natur. Mittlerweile existieren schon mehr 22 Hektar Blumenwiesen, die sich naturnah entwickeln. Zirka sechs Hektar (insgesamt zehn Wiesen) davon sind beschildert. Die größte beschilderte Blumenwiese in Linz ist mit 36.940 Quadratmeter am Freinberg. Blumenwiesen fördern nicht nur Bienen, sondern auch andere Insekten und Kleinlebewesen. Sie bringen neben dem ökologischen auch einen optischen Mehrwert und erhöhen die Vielfalt der Stadtnatur.

 Bauernberg – Venus

 990

 Freinberg – hinter Jägermayrhof

 36.940

 Biesenfeldpark – teilweise

 3.170

 Johann Wilhelm Klein – Anlage teilweise

 3.880

 Harbachpark – teilweise

1.910

 Lampmüllerweg Obstgarten

 7.570

 Hummelhofwald teilweise

 2.060

 Laskahof teilweise

 680

 WAG-Park teilweise

 1.730

 Weikerlseestraße

 10.300

Besonders prächtig entwickelt ist die mehr als acht Hektar große Blumenwiese im Arboretum am südwestlichen Abhang des Freinberges rund um die Stadtgärtnerei am Thurnermeisterhof, sowie der Blühstreifen mit Luzerne und Wilder Möhre an der Dornacher Straße, der im vergangenen Jahr angelegt wurde.

Obstbaumgärten als Futterquelle

Seit genau 20 Jahren werden nun auch Obstbaumgärten angelegt, mittlerweile gibt es sieben Standorte:

  • Obstbaumgarten Margarethen am Freinberg
  • Obstbaumgarten Biesenfeldpark
  • Hummelhofwald
  • Kampmüllerweg in Urfahr
  • Uferkurve
  • Pichling
  • Donaugarten Alt-Urfahr

Die Obstbäume stehen in naturnahen Blumenwiesen, die zweimal jährlich gemäht werden. Besonders schön entwickelt ist die Blumenwiese beim Obstbaumgarten Margarethen am Freinberg.

Zahlreiche Wildstrauchhecken mit Kornelkirsche (Cornus mas), Salweide (Salix caprea) bieten den Bienen schon im Vorfrühling Nahrung und gehören zum Standardrepertoire der Stadtgärten.

Weitläufige Lindenalleen sind nicht nur Straßenbäume sondern auch wertvolle Trachtbäume also Pflanzen, die besonders reichhaltig Nektar und Pollen erzeugen und deswegen häufig von Honigbienen angeflogen werden. Dazu zählen auch Spitzahorn, Kastanie u.v.m.

Im Sommer, wenn wenig Anderes blüht ist der japanische Schnurbaum (Sophora japonica) eine wertvolle Bienenweide.

Die Stadtgärten pflanzen dort wo es sinnvoll ist, bienenfreundliche Pflanzen als Hecken und in Staudenbeeten. Dazu zählen nicht nur heimische Pflanzen:

Unter anderem auch Abeliophyllum distichum, Berberis-Arten, Caryopteris clandonensis, Chaenomeles japonica, Hedera helix (Efeu), Hibuscus, Iberis sempervierens, Lavendula, Mahonia aquifolium, Malus (Zierapfel), Potentilla fruticosa, Ribes alpinum, Ribes aureum, Wildrosen, Apfelrose, Spiraea, Stephanandra, Symphoricarpos-Arten, Viburnum-Arten sind nur einige Beispiele heimischer und nicht heimischer Futterpflanzen, die stadtweit in den betreuten Grünanlagen vorzufinden sind.

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